Das Schopflocher Moor ist ein landschaftliches Juwel und immer einen Ausflug wert

„Der Schutz des Torfmoors wird heute in erster Linie durch die Besucherlenkung aufgrund des Bohlenwegs gewährleistet“, so Vize-Präsident Reinhard Wolf. Für seine jahrzehntelangen Leistungen im Naturschutzgebiet Schopflocher Moor wurde der Albverein im Dezember letzten Jahres sogar mit dem Umweltpreis „Eco Award“ des Europäischen Wanderverbands ausgezeichnet.

„Unsere Strategie des schrittweise erfolgten Grunderwerbs, die beispielhaften Landschaftspflegemaßnahmen zur Offenhaltung des Moores sowie der besucherlenkenden Holzbohlenpfad haben sich gelohnt“, freut sich Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß.  Nur so habe  eine weitere Zerstörung gestoppt werden können. Der Schwäbische Albverein führt jedes Jahr einen Pflegetag durch, an dem rund 80 Helfer in ihrer Freizeit Sträucher und Bäume entfernen, um das Moor offen zu halten.

Seit einigen Jahren weiden auch schottische Hochlandrinder auf ausgewählten Teilfächen. Die Tiere sorgen dafür, dass das Freiland nicht von Büschen zugewuchert wird. „Die Methode hat sich sehr gut bewährt und die Artenvielfalt auf den beweideten Flächen hat zugenommen“, so Dr. Wolfgang Wohnhas, Geschäftsführer des Naturschutzzentrums Schopflocher Alb. Diese Art der Landschaftspflege wird deshalb auch in den kommenden Jahren fortgefüht.

Aufgrund der landschaftlichen Schönheit und der guten Lage auf der Schopflocher Alb mit ihren herrlichen Ausblicken, Burgen, Ruinen, Felsen und Höhlen, Schafweiden und Blumenwiesen ist das Schopflocher Moor ein wahrer Besuchermagnet: Etwa 70. 000 Naturliebhaber laufen jährlich über den 400 Meter langen Holzbohlenpfad des knapp 80 Hektar großen Naturschutzgebiets. Das Moor ist auf naturverträgliche Art in das Wanderwegenetz integriert und kann beispielsweise mit einer Wanderung ab Wanderparkplatz Berg Schopfloch Schopfloch verbunden werden.

Das Schopflocher Moor

Vor 18 Millionen Jahren war die Torfgrube bei Schopfloch als Folge des Vulkanismus auf der Schwäbischen Alb entstanden. Die Schlotfüllung eines alten Vulkanschlots war schneller verwittert als die harte Kalkgesteinumgebung, sodass  sich eine Mulde mit einer Lehmschicht bildete. Millionen Jahre später entstand darauf ein See, wo Torfmoose wuchsen  und nach und nach durch Verlandung zum Moor wurden. Durch die Torfstecherei und Entwässerung ab 1784 war das Moor bald in seiner Existenz gefährdet. Der Schwäbische Albverein hat dann  erste Gegenmaßnahmen zur Rettung des Moors ergriffen. Bereits 1942 wurde das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt.

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Über swaechter

Ich bin freie Journalistin und also solche für die Pressearbeit des Albvereins/Gesamtverein zuständig. Zur Pressearbeit beim Schwäbischen Albverein gehört beispielsweise die Erstellung von Pressemitteilungen und Texten, die Fotobeschaffung, die redaktionelle Arbeit für die Homepage, die Berichterstattung über vereinsinterne Veranstaltungen und Informationsforen, die Zusammenstellung von Presseunterlagen, die Realisierung von Presseterminen und Pressekonferenzen und die Entwicklung von Presseplänen über das Jahr. Außerdem arbeite ich punktuell für verschiedene Verlage als Redakteurin. Weiterhin mache ich projektbezogene Pressearbeit für Unternehmen, Messen sowie Vereine und Verbände. Meine Schwerpunkte sind Umwelt, Naturschutz, Gesundheit, Tourismus, aber auch Facility Management und Kommunaltechnik.