Pumpspeicherkraftwerk am Kornbühl vorerst vom Tisch

Blick vom Kornbühl

Der Schwäbische Albverein möchte nach seinem Protest gegen die Errichtung von Windkraftanlagen und eines Pumpspeicherkraftwerks am Kornbühl auf einen wichtigen Erfolg hinweisen.

Laut geändertem Landesplanungsgesetz können Vorranggebiete nur noch nach einer strategischen Umweltprüfung ausgewiesen werden. Das Land akzeptiert demnach die Ausweisung von Zielgebieten für Pumpspeicherkraftwerke durch den Regionalverband Neckar-Alb nicht. „Damit hat das Land de facto eine Genehmigung ohne vorherige Umweltprüfung untersagt“, freut sich Hauptnaturschutzwart Süd Dr. Wolfgang Herter.

Das Referat Naturschutz hatte sich bereits im Juli letzten Jahres schriftlich an Ministerpräsident Kretschmann und Umweltminister Untersteller gewandt. Hierbei wurde u.a. die Umsetzung der Energiewende unter nicht ausreichender Berücksichtigung der Belange des Landschaftsschutzes mit unkoordinierten, teilweise mangelhaften Planungen kritisiert. Außerdem brachte man Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorhabens, ein Pumpspeicherkraftwerk in Sichtweite des Kornbühls ohne vorherige Umweltprüfung auszuweisen, zum Ausdruck. „Wir sind froh darüber, dass die Vorgabe des Landesplanungsgesetzes eingehalten werden muss und solche Projekte nicht ungeprüft in den Regionalplan aufgenommern werden können“, so Herter.

Im Juli letzten Jahres hatte es auch einen Pressetermin am Kornbühl gegeben, um auf die negativen Auswirkungen für Natur und Umwelt durch Erichtung von Windkraftanlagen und  eines Pumpspeicher-Kraftwerks aufmerksam zu machen.

CMT 2013 – Messeauftritt war ein voller Erfolg Ministerpräsident Kretschmann kam zu Besuch

Mehr als 60.000 Besucher stürmten am Wochenende,12. und 13. Januar 2013, die Sonderausstellung „Fahrrad-& ErlebnisReisen mit Wandern“ auf der CMT in Stuttgart. Der Schwäbische Albverein war  als Kooperationspartner der Messe wieder mit einem eigenen Stand und verschiedenen Aktivitäten vertreten und konnte sich erneut äußerst erfolgreich präsentieren. „Insgesamt haben wir uns den Besuchern als moderner Verein mit einem vielseitigen Freizeit- und Informationsangebot dargeboten“, so der Albvereins-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß.  Besonders stolz und erfreut sei man über den Besuch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Messestand.

Der Schwäbische Albverein hat die Messeplattform genutzt, um über sein 125-jähriges Jubiläum zu informieren und auf die neue Homepage aufmerksam zu machen. Stark am Stand nachgefragt waren Wandervorschläge, allen voran die Broschüre „Wandertage 2013“ sowie Wanderliteratur und Kartenmaterial. Schließlich rührte man am Stand auch die Werbetrommel für die Gesundheitswanderungen, dem Bewegungsprogramm des Deutschen Wanderverbands und des Schwäbischen Albvereins. Eine Wirksamkeitsstudie aus dem Jahr 2012 hat sogar den Nachweis erbracht, dass Gesundheitswandern die Gesundheit nachhaltig fördert. Im gesamten Vereinsgebiet des Schwäbischen Albvereins stehen speziell ausgebildete und zertifizierte Gesundheitswanderführer zur Verfügung.

„Wie immer hat uns die CMT auch dieses Mal eine gute Gelegenheit geboten, um auf unsere diversen Wanderangebote, Fortbildungen, Seminare und sonstige Aktivitäten unter dem Motto ,Natur – Heimat – Wandern‘ hinzuweisen“, so Rauchfuß.

Darüber hinaus lockte der Albverein auf der Aktionsbühne mit Tanz- und Musikveranstaltungen zahlreiche Besucher an. Außerdem gab es am ersten Messetag wieder eine gemeinsame Anwanderung zur Messe, an der trotz des schlechten Wetters über 50 Wanderer teilgenommen hatten.

Weitere Informationen zum Verein:

Der mit 110.000 Mitgliedern größte Wanderverein Europas läutete mit der Sonderausstellung Anfang Januar sein 125-jähriges Jubiläum ein. Zahlreiche Veranstaltungen, Motto-Wanderungen, Kultur- und Sportangebote sind für 2013 geplant. Ein großer Bändertanz vor dem Ulmer Münster am 28. April, eine Festversammlung am 4. Mai im Neuen Schloss in Stuttgart und das Landesfest vom 7. bis 9. Juni  am Gründungsort Plochingen sind einige der Höhepunkte.

 Der Schwäbische Albverein wurde 1888 in Plochingen gegründet. Der Verein verfügt über 570 Ortsgruppen und ein 24.000 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz, das von vielen ehrenamtlichen Helfern erhalten und gepflegt wird. Zum Vereinseigentum gehören 29 Aussichtstürme und 22 Wanderheime. Als anerkannter Naturschutzverband setzt sich der Albverein außerdem für den Erhalt und den sorgsamen Umgang von Umwelt und Natur ein. Zudem wird die Pflege von Kultur und Brauchtum großgeschrieben. Auch Jugend- und Familienangebote kommen beim Schwäbischen Albverein nicht zu kurz. Infos dazu: www.albvereinsfamilie.de oder www.schwaebische-albvereinsjugend.de.

2013: Der Schwäbische Albverein feiert 125. Geburtstag

Der Albverein – eine Erfolgsgeschichte

Freude am Wandern und die Liebe zu Heimat und Natur sind der Stoff, der die Mitglieder des Schwäbischen Albvereins verbindet. Das war vor 125 Jahren nicht anders als heute. Der Schwäbische Albverein wurde am 13.  August 1888 in Plochingen gegründet. Er ging aus dem Zusammenschluss mehrerer Verschönerungsvereine hervor.

Von anfänglich rund 500 Mitgliedern ist der Schwäbische Albverein heute auf 110.000 Mitglieder angewachsen und damit der größte Wanderverein Europas. Er ist inzwischen so groß wie ein mittelständisches Unternehmen, mit einem Haushaltsvolumen von mehr als vier Millionen Euro.

Der gemeinnützige Verein ist in der Gesellschaft  fest verankert und mit vielfältigen Aufgaben und Aktivitäten präsent. Von der Beschilderung von Wanderwegen, der Pflege von Landschaft und Biotopen bis hin zu Denkmalpflege sowie Kultur- und Wanderangeboten. Die 571 Ortsgruppen bieten zudem  ein umfangreiches Wander- und Veranstaltungsprogram für Naturliebhaber jeden Alters und jeder Fitness.

Für 2013 stehen zahlreiche Kultur- und Musikevents, naturkundliche Exkursionen und Feste, Familien- und Jugendveranstaltungen, Themenwanderungen und Sportangebote auf dem Programm. Ein großer Bändertanz vor dem Ulmer Münster am 28. April und das Landesfest vom 7. bis 9. Juni am Gründungsort Plochingen sind wichtige Höhepunkte während des Jubiläumsjahrs. Auch ein Jubiläumsbuch ist geplant und wird in Kürze erscheinen.

Wandern liegt im Trend

Ein wichtiger Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist nach wie vor das Wandern. Die Freizeitaktivität liegt heutzutage so stark im Trend wie nie zuvor: »Jeder zweite Deutsche schnürt in seiner Freizeit die Wanderschuhe«, so der Präsident des Schwäbischen Albvereins Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Er spricht von einem regelrechten Wanderboom. »Immer mehr Menschen wollen raus in die Natur, sich bewegen, sich regenerieren und soziale Kontakte knüpfen oder diese pflegen“, so Rauchfuß.

Der Schwäbische  Albverein kann aus einem prallen Füllhorn von rund 24.000 km Wanderwegen im Vereinsgebiet schöpfen. Dieses zieht sich vom Taubergrund bis zum Bodensee und vom Schwarzwaldrand bis zum Ries.

Besonderes Augenmerk legt der Verein auch auf die Jugend- und Familienarbeit. »Ortsgruppen mit attraktiver Jugendarbeit und guten Familienangeboten verzeichnen in der Regel einen Mitgliederzuwachs«, betont der Albvereinspräsident.

Insgesamt bietet der Schwäbische Albverein ein breit gefächertes Aktivitätsspektrum für Jung und Alt: Vielfältige Outdoor-Aktivitäten, Gesundheits- und  Mottowanderungen, Radwanderungen, Schneeschuhwandern oder Kletterkurse, für jeden Geschmack ist das Passende dabei. Wer will, kann sich in den unterschiedlichsten Bereichen auch ehrenamtlich engagieren. Sogar ein Freiwilliges Ökologisches Jahr oder Bundesfreiwilligendienst ist möglich.

Das Motto heißt »Natur – Heimat – Wandern«

Der Albverein legt in seiner Außenwirkung großen Wert auf den Dreiklang »Natur – Heimat – Wandern«. Denn zu den Vereinsaktivitäten gehören auch der Naturschutz, die Denkmalpflege, die Heimatforschung und die Pflege des Brauchtums.

Zur Weiterentwicklung der musisch-kulturellen Arbeit etwa gibt es unter dem Dach des Schwäbischen Albvereins das Schwäbische Kulturarchiv. Besonders erwähnenswert sind die von den kulturtreibenden Gruppen angebotenen Seminare und Kurse. Diese reichen von Instrumentenbaukursen bis hin zu Kindertanz- und Kochkursen und erfreuen sich einer großen Nachfrage.

Mit der Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg verfügt der Schwäbische Albverein zudem über eine wichtige Bildungseinrichtung. Neben zahlreichen Exkursionen und Fortbildungsveranstaltungen sind vor allem die qualifizierten Ausbildungen zum Wanderführer oder zum Gesundheitswanderführer hervorzuheben.