Blumenwiesenfest in Steinheim-Kleinbottwar am 1. Juni

Auch in diesem Jahr stehen kurz vor der ersten Mahd wieder kunterbunte Blumenwiesenfeste auf dem Programm des Schwäbischen Albvereins. Junge Familien und Wiesenblumenliebhaber aller Altersstufen sind zu diesen kleinen botanischen und zoologischen Wanderungen herzlich eingeladen.

Am 1. Juni 2013 findet in Steinheim-Kleinbottwar ein solches Blumenwiesenfest statt. Treffpunkt ist der Wehrbachsee, östlich von Kleinbottwar, Beginn 10.30 Uhr. Dieses Fest wird gemeinsam mit  der Arbeitsgemeinschaft Streuobstwiesen Steinheim (ASS) organisiert und gestaltet.

Neben Spiel und Spaß auf der Blumenwiese werden gemeinsam mit den fachkundigen Experten Prof. Dr. Theo Müller und Kurt-Heinz Lessig vom Schwäbischen Albverein Pflanzen und Tiere erkundet und vorgestellt. Professor Müller ist sozusagen der Erfinder der Blumenwiesenfeste und hat sie als zoologisch-botanische Wanderungen erstmals im Jahr 2003 durchgeführt.

Seither haben Blumenwiesenfeste beim Schwäbischen Albverein Tradition. Dieses Jahr wurden sie sogar mit dem Landesnaturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg ausgezeichnet:

http://presse.albverein.net/2013/03/18/landesnaturschutzpreis-fur-blumenwiesenfeste/

Ein Fest für die ganze Familie

Ganz besonders willkommen bei den Blumenwiesenfesten sind junge Familien mit Kindern. Für sie gibt es sogar ein umweltpädagogisches Begleitprogramm. Hendrik Turni wird das tierische und pflanzliche Leben der

Blumenwiesen, Naturkunde und Ökologie anschaulich, spannend und spielerisch vermitteln. Von Kindern gepflückte Wiesenblumensträuße werden mit kleinen Preisen bedacht. Da unmittelbar nach den Blumenwiesenfesten gemäht wird, ist hierbei kein Flurschaden zu befürchten.

Bunte, artenreiche Blumenwiesen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch Brutfläche, Lebens- und Schutzraum vieler Tiere. Darüber hinaus bieten Wiesen beliebte und unverzichtbare Erholungsräume für den Menschen.

Zum Abschluss gibt es für jeden Teilnehmer eine Rote Wurst und Apfelsaft. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit noch etwas gemütlich zusammen zu sitzen, das (mitgebrachte) Vesper zu verzehren und dabei im Laufe des Tages noch aufgetretene Fragen zu besprechen.

Zum Thema Blumenwiesen ist ein Sachbuch im Verlag des Schwäbischen Albvereins erschienen: Prof. Dr. Theo Müller: „Blumenwiesen – Eine Handreichung für Naturfreunde und Wanderer“.

Blumenwiesenfest Wehrbachsee/Steinheim am 1. Juni 2013, 10. 30 Uhr.

Treffpunkt: Wehrbachsee, Parkmöglichkeit für Teilnehmer, die mit PKW anreisen, beim Waldhotel „Forsthof“ (Steinheim, Forsthof 2) – von dort 800 m hinab zum Wehrbachsee.

Nähere Einzelheiten zum Fest: Werner Breuninger, Naturschutzreferent, Tel. 0711/22585-14 und Regina Traub, ASS (Arbeitsgemeinschaft Streuobstwiesen Steinheim), Tel. 0711/22585-14

Blumenwiesenfest auf der Alb am 2. Juni: Blumiger und duftiger Spaß für Jung und Alt

Auch in diesem Jahr stehen kurz vor der ersten Mahd wieder kunterbunte Blumenwiesenfeste auf dem Programm des Schwäbischen Albvereins. Junge Familien und Wiesenblumenliebhaber aller Altersstufen sind zu diesen kleinen bontanischen und zoologischen Wanderungen herzlich eingeladen.

Am 2. Juni 2013 findet in Dettingen an der Erms ein solches Blumenwiesenfest statt,und zwar im Bereich des „Sommerbergs“.

Neben Spiel und Spaß auf der Blumenwiese werden gemeinsam mit den Experten Dr. Wolfgang Herter und Kurt-Heinz Lessig Pflanzen und Tiere erkundet und vorgestellt.

Ganz besonders willkommen sind junge Familien mit Kindern. Für sie gibt es – auch im Rahmen der Junior Ranger Aktion des Biosphährengebiets – ein erlebnisreiches naturkundliches Kinderprogramm. Dabei wird das tierische und pflanzliche Leben der Blumenwiesen, Naturkunde und Ökologie anschaulich, spannend und spielerisch vermittelt. Von Kindern gepflückte Wiesenblumensträuße werden mit kleinen Preisen bedacht.

„Wichtig ist, dass die Kinder die Wiesen zum Beobachten, Anfassen und Sammeln auch betreten dürfen“, so Herter. Da unmittelbar nach den Blumenwiesenfesten gemäht würde, sei ohnehin kein Flurschaden zu befürchten.

Bunte, artenreiche Blumenwiesen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch Brutfläche, Lebens- und Schutzraum vieler Tiere. Darüber hinaus bieten Wiesen beliebte und unverzichtbare Erholungsräume für den Menschen.

Blumenwiesenfeste haben beim Schwäbischen Albverein eine langeTradition und wurden dieses Jahr sogar mit dem Landesnaturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg ausgezeichnet.

http://presse.albverein.net/2013/03/18/landesnaturschutzpreis-fur-blumenwiesenfeste/

 

Blumenwiesenfest, Bildautor: Werner Breuninger

Blumenwiesenfest Dettingen/Erms am 2. Juni 2013, 10.30 Uhr.

Treffpunkt: Parkplatz an der Straße von Dettingen/Erms nach Hülben, ca. 800 m nach dem Ortsausgang von Dettingen, rechts

Mittagessen: Gemeinsames Grillen (Grillgut mitbringen, Getränke erältlich)

Weitere Einzelheiten zum Fest: Werner Breuninger, Naturschutzreferent, Tel.  0711/22585-14 erhältlich.

Zum Thema Blumenwiesen ist ein Sachbuch im Verlag  des Schwäbischen Albvereins erschienen: Prof. Dr. Theo Müller: „Blumenwiesen – Eine Handreichung für Naturfreunde und Wanderer“.

Wandern und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand

Wie können Wanderführer das Thema nachhaltige Entwicklung auf Wanderungen vermitteln und erklären? Und: Warum ist das wichtig?

Diese Fragen hat man sich bei der Heimat- und Wanderakademie im Schwäbischen Albverein gestellt und im Juli 2012 eine dreiteilige Kursreihe „Wandern – Kulturlandschaft erleben und nachhaltige Entwicklung“ ins  Leben gerufen. Diese ging am 11. Mai 2013 mit einer Busexkursion durch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb zu Ende.

Die Kursreihe, wurde in Kooperation mit der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, der Umweltakademie Baden-Württemberg  sowie Tourismusverbänden und verschiedenen Umweltinformationszentren durchgeführt. Außerdem wurde sie vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes finanziell unterstützt.

Zu der Veranstaltungsreihe waren renommierte Experten aus der Wissenschaft sowie regionale Akteure eingeladen. Alle mit dem Ziel aufzuzeigen, was sich hinter dem Begriff „nachhaltige Entwicklung“ verbirgt, und wie Wanderführer und Bildungsakteure diesen Leitgedanken in ihre Angebote mit einbauen könnten. Die insgesamt 35 Kursteilnehmer bekamen nicht nur jede Menge theoretischen Input, sondern wurden auch selbst aktiv. Sie lernten Landschaft, Entwicklungen und Leute kennen und arbeiteten in Teams an didaktischen Konzepten für spätere Wanderungen.

Der Titel des letzten Kursmoduls lautete „Best practice – das Gute findet man gleich um die Ecke“. Während einer Busexkursion zu unterschiedlichen Orten und Stationen lernten die Teilnehmer das Nachhaltigkeitskonzept des Biosphärengebiets Schwäbische Alb kennen, diskutieren mit Fachleuten über nachhaltigen Tourismus und das Spannungsfeld Naturschutz, Landwirtschaft und Freizeit.

Der Münsinger Bahnhof als Türöffner für die Region

Erste Station der Reise war das Informationszentrum Bahnhof Münsingen. Der Chef der Touristinformation Bernd-Matthias Weckler gab aufschlussreiche Einblicke in das Nachhaltigkeitskonzept der Schwäbischen Alb-Bahn und erzählte Wissenswertes zur Bahnhofsgeschichte. Der Münsinger Bahnhof ist nicht nur Haltestelle für die Züge der Schwäbischen Alb-Bahn, sondern auch eine Außenstelle der Touristik-Information der Stadt und Verwaltung der Schwäbischen Alb-Bahn Gesellschaft. Besucher können sich eine Ausstellung unter dem Motto „Reiseziel Natur“ ansehen. Zu finden sind hier für die Gegend typische Exponate mit Informationen zu Schafhaltung und Beweidung, Streuobstwiesen und -produkten sowie zu Geologie und Fossilien.

Bahnhofsvorsteher Weckler sieht im Bahnhof einen wichtigen Türöffner, welcher das Interesse der Besucher für die Region zu wecken vermag. „Der Bahnhof stellt die Verbindung zwischen Reiseziel, Natur und bahnhofstypischen Elementen her“, so Weckler: „Unser Bahnhofskonzept bietet den Leuten, die mit dem Zug hierher kommen, einen Mehrwert“, so der Tourismusfachmann weiter.

Biosphärenzentrum mit vielfältigen Informationen

Nächste Station für die Kursteilnehmer war das Biosphärenzentrum Schwäbische Alb im Alten Lager in Münsingen-Auingen. Der ehemalige Truppenübungsplatz ist die größte unzerschnittene Fläche in Baden-Württemberg.  Der pädagogische Mitarbeiter des Zentrums Jochen Rominger erklärte zuerst das Konzept des Biospährengebiets mit Zonierung, Regionalentwicklung und Partnerinitiativen. „Der Reichtum der Schwäbischen Alb ist ihre Schönheit“, sagte er. Übergeordnetes Ziel sei, dass Mensch und Natur langfristig voneinander profitierten. Eine interaktive Ausstellung vermittelte anschließend wertvolle Informationen rund um das Biosphärengebiet, seine Ausdehnung, seine geologischen Besonderheiten, seine Ausflugsziele und seine Landwirtschaft.

BruderhausDiakonie als Beispiel sozialer Nachhaltigkeit

Da sich eine nachhaltige Entwicklung als Dreisäulenmodell aus Ökonomie – Ökologie – Soziales versteht, stand bei der Busexkursion auch der Besuch einer sozialen Einrichtung auf dem Programm.  Am Beispiel der Bruderhausdiakonie Buttenhausen wurde aufgezeigt, wie Nachhaltigkeit im Sinne diakonischer Arbeit verstanden und gelebt wird. Die Einrichtung ist der zweitgrößte Arbeitgeber in der Region Münsingen. In Buttenhausen geht es vor allem um Sozialpsychiatrie mit Anbindung einer kleinen Behindertenhilfe. „Wir verstehen uns als Komplementäreinrichtung“, so der stellvertretende Leiter Marc Böhringer. Nach einer Erkrankung sei es für die Patienten wichtig, eine Tagesstruktur zu erhalten und so gut es ginge, am beruflichen und sozialen Leben teilnehmen zu können. Zur Einrichtung gehören ein Restaurant, eine kleine Weberei, eine Gärtnerei und sogar eine gewerbliche Wäscherei.

Der Besuch der BruderhausDiakonie hat Anregungen für eine mögliche Zusammenarbeit mit dem Albverein aufgezeigt. So wäre es beispielsweise denkbar, für Menschen mit Handicap ein spezielles Wanderprogramm anzubieten und die Wanderführer entsprechend zu schulen. Thomas Haigis von der Heimat- und Wanderakademie brachte den Begriff der Inklusion ins Spiel: „Behinderte sollen am Gemeinschaftsleben teilnehmen können und der Albverein könnte im Rahmen gemischter Wanderangebote Möglichkeiten dazu schaffen“. Denn: Beim Albverein kümmere man sich nicht nur um die Landschaft, sondern auch um die Leute.

Botanische Exkursion im Naturschutzgebiet Digelfeld

Der letzte offizielle Programmpunkt des Kurses war eine Exkursion in das Naturschutzgebiet Digelfeld unter der Leitung von Hauptnaturschutzwart Süd, Dr. Wolfgang Herter und Gaunaturschutzwart Fritz Merkle. Hier lernten die Teilnehmer die typische Frühjahrsvegetation auf kalkigem Magerrasen kennen. Dazu zählen Frühlingsenzian, Kerbel, Berberitze, Frühlingsfingerkraut, Kugelblume und gelber Enzian. Das Digelfeld beheimatet aber auch Orchideenarten wie etwa das Helmknabenkraut. Herter zeigte anschaulich auf, wie man die Blumen aufgrund von Standort, Farbe, Blüte, Blättern und Blattstellung erkennt. Die Teilnehmer erfuhren zudem eine Menge über die ökologischen Zusammenhänge und die Entwicklung des Naturschutzgebiets.

Wertvolle Anregungen für Wanderungen

Die Nachhaltigkeitsreihe hat aufgezeigt, wie sehr Landschaft und Menschen miteinander verbunden und voneinander abhängig sind und wie Veränderungen in der Natur soziale, ökonomische und ökologische Auswirkungen mit sich bringen. „Die Teilnehmer konnten wertvolle Anregungen und Informationen zur nachhaltigen Gestaltung ihrer Wanderangebote mit nach Hause nehmen“, glaubt die Projektkoordinatorin der Heimat- und Wanderakademie Karin Kunz. Gerade beim Wandern könnten natürliche Zusammenhänge und kulturhistorische Entwicklungen gut vermittelt werden – davon ist sie überzeugt.

Die Kursreihe setzt sich fort

Im Herbst soll es mit der Kursreihe weitergehen: Unter dem Titel „Schöpfung bewahren – aber warum!?“ findet am 11. Oktober ein Vortragsabend im Haus der Volkskunde in Balingen statt. Am 12. Oktober geht es dann mit einem Planspiel und Gruppenarbeit in Kooperation mit dem Umweltbeauftragten der evangelischen Landeskirche weiter. Im Frühjahr 2014 sollen die Teilnehmer dann bei einem Praxisseminar aufzeigen, wie sie das Thema „Bildung zur nachhaltigen Entwicklung“ bei ihren Wanderungen konkret umsetzen werden.

Weitere Informationen zu der Kursreihe: http://wandern.albverein.net/bildung-fur-nachhaltige-entwicklung/

Mundartlieder und Neckgeschichten

Kultur – Heimat – Wandern: Diese Themen kennzeichnen die Aktivitäten des Schwäbischen Albvereins. Der Auftakt des Jubiläums- und Landesfestes 2013 in Plochingen erfolgte am 10. Mai mit einer Mundartveranstaltung.

In der Gründungsstadt Plochingen offerierte der größte Wanderverein Europas ein Kleinkunstprogramm auf höchstem Niveau: Das in der Mundartszene bekannte musikalisch-lyrische „Duo Aurezwicker“ mit den Künstlern Reinhold Hittinger und Helmut Pfitzer und der für seine neckischen Geschichten berühmte Mundartkünstler Dr. Wolfgang Wulz hielten in der Plochinger Steingießerei ein begeistertes Publikum zweieinhalb Stunden lang bei Laune.

Die Künstler traten während des unterhaltsamen Abends zweimal im Wechsel auf und gaben am Ende der Veranstaltung mehrere Zugaben. Die heimatlich-poetischen Klänge und humorvollen Textbeiträge bereiteten den etwa 50 Gästen großes Vergnügen und boten einen würdigen Auftakt zum Landesfest am 8. & 9. Juni in Plochingen.

„Die Mundartveranstaltung bot einen Vorgeschmack auf das Landesfest mit seinem bunten, fröhlichen und vielschichtigen Musik- und Kulturprogramm“, so Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß.

Das „Duo Aurezwicker“ ist von den schwäbischen Kleinkunstbühnen schon lange nicht mehr wegzudenken. Mit lyrischen Texten und passenden Musikeinlagen unterhalten sie das Publikum auf hohem Niveau. Mit „Koine Spätzla heit, i han me doch so gfreit” serviert das Duo Lieder, Chansons und schwäbische Spezialitäten.

Dr. Wolfgang Wulz  hat sich selbst den Spitznamen „Knöpfleswäscher“ gegeben. In breitem Schwäbisch präsentiert er kuriose Geschichten, Neckereien und spöttische Kommentare zu allen Facetten des Lebens. Sein aktuelles Programm steht unter dem Motto: „Schwäbische Neckereien – über Knöpfleswäscher, Froschabschlecker und Spione“.

Alle weiteren Mundart-Veranstaltungen sind auf der Homepage des Schwäbischen Albvereins nachzulesen.

http://heimat-kultur.albverein.net/events/tags/mundart/

 Das Jahresprogramm „Mundart und Musik“  gibt es als gedruckten Flyer bei der Geschäftsstelle des Schwäbischen Albvereins.

Das Gute findet man gleich um die Ecke

Praxisseminar der Heimat- und Wanderakademie führt durch die Schwäbische Alb

Bei der Kursreihe „Wandern – Kulturlandschaft erleben und nachhaltige Entwicklung“ erfahren die Teilnehmer, welche Auswirkungen wirtschaftliche, soziale und ökologische Veränderungen  in Bezug auf die Natur haben und wie man solche Zusammenhänge auf einer Wanderung gut vermitteln kann.

Der dritte und letzte Teil dieser erfolgreichen Veranstaltugnsreihe findet am Samstag, 11. Mai 2013 unter dem Titel „Best practice – das Gute findet man gleich um die Ecke“ statt. Hierbei geht es unter anderem um Artenvielfalt, Vernetzung, Generationengerechtigkeit und nachhaltige Engagementförderung. Die Veranstaltung ist als Busexkursion geplant und startet am Münsinger Bahnhof – hier geht es um touristische Konzepte der Schwäbischen Alb-Bahn –  und führt dann weiter durch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Dabei ist ein Besuch des Biosphärenzentrums Münsingen-Auingen und der BruderhausDiakonie in Buttenhausen geplant.

„Wir machen uns auf die Suche nach Beispielen, wie das Schlagwort „nachhaltige Entwicklung“ in der Praxis umgesetzt werden kann“, sagt Karin Kunz von der Heimat- und Wanderakademie. Wanderer nutzten bewusst die Kulturlandschaft als Kulisse und seien darüber hinaus auch wichtige Konsumenten im Freizeit- und Gesundheitsbereich. Somit könne eine Wandergruppe auf die verschiedenen Faktoren einer nachhaltigen Entwicklung direkten Einfluss nehmen.

Bei der Busexkursion am Samstag lernen die Teilnehmer das Nachhaltigkeitskonzept des Biosphärengebiets Schwäbische Alb kennen, diskutieren mit Fachleuten über nachhaltigen Tourismus und das Spannungsfeld Naturschutz, Landwirtschaft und Freizeit. Am Beispiel einer sozialen Einrichtung sehen sie, wie Nachhaltigkeit verstanden und gelebt werden kann.

Die dreiteilige Kursreihe, die sich neben Natur- und Wanderführern auch an Bildungsakteure, Lehrer und alle an nachhaltiger Landschaftsentwicklung Interessierten richtet, wird in Kooperation mit der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, der Umweltakademie Baden-Württemberg  sowie Tourismusverbänden und verschiedenen Umweltinformationszentren durchgeführt. Außerdem wird es vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes finanziell unterstützt.

Eine Anmeldung zum dritten und letzten Teil der Kursreihe ist schriftlich oder per Mail möglich. Der Teilnehmerbeitrag beträgt für Albvereinsmitglieder 40 und für Nichtmitglieder 55 Euro inkl. Verpflegung.

Treffpunkt der Exkursion: 11. Mai 2013, 9.00 Uhr am Münsinger Bahnhof

Weitere Informationen unter: http://wandern.albverein.net/bildung-fur-nachhaltige-entwicklung/

Kulturelle Auftaktveranstaltung zum Landesfest

Fetzig-fröhliche Mundartveranstaltung in Plochingen

Bis zum Landesfest des Schwäbischen Albvereins, welches ganz im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums steht, ist es nicht mehr weit: Am 8. und 9. Juni 2013 steht die Gründungsstadt Plochingen ganz unter festlicher Flagge: Zahlreiche Tanz- und Musikveranstaltungen, Vorträge, Wanderungen sowie ein farbenfrohe Spektakel rund um die Themen Kultur – Heimat – Wandern stehen auf dem Programm. Die kulturelle Auftaktveranstaltung zum Landesfest findet bereits am Freitag, 10. Mai, in der Steingießerei im Plochinger Kulturpark statt.

Drei ebenso witzige wie poetische Mundartkünstler geben sich die Ehre und sorgen für gute Stimmung beim Publikum: Das „Duo Aurezwicker“ mit den Künstlern Reinhold Hittinger und Helmut Pfitzer und der schwäbische Anekdotenerzähler Dr. Wolfgang Wulz.

„Die Mundartveranstaltung gibt einen Vorgeschmack auf das Landesfest mit seinem bunten, fröhlichen und vielschichtigen Musik- und Kulturprogramm“, sagt Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß.

Das „Duo Aurezwicker“ ist von den schwäbischen Kleinkunstbühnen schon lange nicht mehr wegzudenken. Mit lyrischen Texten und passenden Musikeinlagen unterhalten sie das Publikum auf hohem Niveau. Mit „Koine Spätzla heit, i han me doch so gfreit” serviert das Duo Lieder, Chansons und schwäbische Spezialitäten.

Dr. Wolfgang Wulz  hat sich selbst den Spitznamen „Knöpfleswäscher“ gegeben. In breitem Schwäbisch präsentiert er kuriose Geschichten, Neckereien und spöttische Kommentare zu allen Facetten des Lebens. Sein Programm am Freitag steht unter dem Motto: „Schwäbische Neckereien – über Knöpfleswäscher, Froschabschlecker und Spione“.

Auftaktveranstaltung zum Landesfest mit den Mundartkünstlern Dr. Wolfgang Wulz und dem Duo Aurezwicker:

10. Mai; 19 Uhr; Steingießerei PlochingenEintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Kartenreservierung unter: 07153 21974 Dieter Weiß oder Vorverkauf Buchhandlung Leseart 07153 27625

Festakt im Neuen Schloss: 125 Jahre Schwäbischer Albverein

Der Schwäbische Albvereins hat am Samstag, 4. Mai 2013, sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Die Festansprache des fröhlichen und farbenfrohen Mixes aus fremdländischer Folklore, heimatlichen Musikstücken und kurzweilgen Ansprachen hielt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß überreichte ihm anschließend das erste Exemplar des ganz neu erschienenen Jubiläumsbuches.

Insgesamt hatten sich rund 400 geladene Gäste im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart eingefunden, um gemeinsam auf 125 äußerst lebendige und erfolgreiche Jahre des größten Wandervereins Europas zurückzublicken.

Albvereinsmitglied Kretschmann, der sich selbst als Naturfreund bezeichnet, sagte bei seiner Festansprache: „Im deutschen Südwesten schlägt das Wanderherz Europas“. Er lobte die herausragende Wege- und Beschilderungsarbeit des Schwäbischen Albvereins, welche eine grundlegende Infrastruktur für Wanderer bereitstelle. Eindrücklich warnte er vor einem Wildwuchs beim Aufstellen von Schildern durch Gemeinden und Tourismusverbände und sprach sich für eine bessere Zusammenarbeit von Kommunen und Landkreisen mit den Wandervereinen aus.

Weiterhin unterstrich der Ministerpräsident die große gesundheitliche, aber auch gesellschaftliche Bedeutung des Wanderns: Der Mensch sei ein Läufer und Wandern gehöre zu seiner Natur. Geführte Wanderungen seien aus seiner Sicht höchst entspannend, müsse man da doch nicht immer selbst den richtigen Weg suchen. Er dankte dem Albverein für seine bleibenden Verdienste, erwähnte den Bereich Naturschutz mit dem vereinseigenen Pflegetrupp, dankte den vielen Ehrenamtlichen und lobte die wertvolle Kultur- und Heimatarbeit des Vereins.

Beeindruckend sei auch die Jugend- und Familienarbeit des Schwäbischen Albvereins. Kinder bräuchten nicht nur Flügel, sondern auch Wurzeln, erklärte Kretschmann. In diesem Zusammenhang sprach sich das Landesoberhaupt auch für eine verstärkte Wiederbelebung des Schulwanderns aus. Zum Schluss seiner Ansprache äußerte er einen Wunsch: „Der Schwäbische Albverein soll sich auch weiterhin für unsere schöne Heimat einsetzen“.

Neben weiteren Grußworten durch Vertreter des Europäischen Wanderverbands, des Deutschen Wanderverbands und des Schwarzwaldvereins begeisterte der Freiburger Professor für Volkskunde und Europäische Ethnologie, Prof. Dr. Werner Mezger, mit einer rhetorisch starken Festrede die Zuhörerschaft:

„Die größte Leistung des Schwäbischen Albvereins ist die Erfindung der Schwäbischen Alb“, sagte er. Will heißen, durch den Schwäbischen Albverein sei es erst zu einer Bewusstmachung des einzigartigen Landschafts- und Kulturraums „Schwäbische Alb“ gekommen. Im Ausblick auf die Zukunft des Vereins meinte er, die Natur sei für viele Menschen nur noch eine Ressource, die man spontan nutzen wolle. Der Schwäbische Albverein aber nehme die Verantwortung für Mensch, Natur und Umwelt wahr. Wichtige Aufgaben des Albvereins seien im Hinblick auf die Zukunft: Die Bewusstmachung der landschaftlichen Schönheit, die Stiftung von Identität und das Generieren von Heimat.

Zum Schluss des offiziellen Festakts bedankte sich Präsident Rauchfuß bei seinen Mitarbeitern und den vielen ehrenamtlich Tätigen für ihr Engagement. Zudem dankte er den zahlreichen Gästen aus Politik und Verbänden für Ihr Kommen und für ihre Glückwünsche. Sein besonderer Dank galt Gerlinde Kretschmann. „Sie ist unsere prominenteste Wanderführerin und eine Botschafterin des Schwäbischen Albvereins“.

Rauchfuß betrachtet den Schwäbische Albverein nach wie vor als eine große Familie, die vieles gemeinsam geleistet hat und leisten wird. Er betonte: „Auch in Zukunft werden wir mit vielen Projekten und Aktivitäten Präsenz zeigen und uns als moderner Verein positionieren“.

Erstes Exemplar des Jubiläumsbuchs geht an Ministerpräsident Kretschmann

Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Schwäbischen Albvereins hat Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß beim offiziellen Festakt im Stuttgarter Neuen Schloss dem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann das erste gedruckte Exemplar des Jubiläumsbuches überreicht. Der Ministerpräsident ist einer von zahlreichen Prominenten, welche ein Grußwort für das Jubiläumsbuch verfasst haben.

Das Jubiläumsbuch liefert nicht nur einen Rückblick auf 125 Jahre Vereinsgeschichte. Vielmehr präsentiert es die vielen Aktivitäten und Aufgabenfelder eines modernen Vereins und wagt zudem einen Blick in die Zukunft. Dabei gehen die Autoren darauf ein, wie verschiedene Projekte weiterentwickelt werden können, wo mögliche Schwerpunkte in den Vereinszielen gesetzt werden können und wie auf den demographischen Wandel reagiert werden kann. Es fungiert als umfassende Selbstdarstellung, in welcher sich die einzelnen Fachbereiche des mit 110.000 Mitgliedern größten europäischen Wandervereins präsentieren.

Dazu gehört der Naturschutz ebenso wie die Kultur  mit Fahnenschwingen, Trachtenmuseum, Mundartbühnen und Kleindenkmalen. Auch die Familien, die Albvereinsjugend sowie die Heimat- und Wanderakademie positionieren sich mit ihren Leistungen und Aktivitäten. Dem Thema »Wandern und Gesundheit« ist sogar ein eigenes Kapitel gewidmet.

Das Jubiläumsbuch stellt darüber hinaus das komplette  Vereinsgebiet mit seinen Naturräumen, Wanderwegen, Aussichtstürmen und Wanderheimen sowie seinem bedeutsamen Naturschutz-Grundbesitz umfassend vor.

125 Jahre Schwäbischer Albverein – Gestern, heute, morgen

Gebunden, 128 Seiten, 125 Farbfotos, 33 historische Schwarz-Weiß-Aufnahmen, Format DIN A 4.
Verlag des Schwäbischen Albvereins, 2013, ISBN 978-3-920801-70-4. Jubiläumspreis bis 30. September: 9,90 Euro. Danach: 14,90 Euro.