Topthema auf der Messe: Gesundheitswandern

Der Schwäbische Albverein stellt am 18. und 19. November bei der Messe „Die besten Jahre“ das neu etablierte und stark nachgefragte Gesundheitswandern vor. Gesundheitswandern „Let’s go – jeder Schritt hält fit“ ist das offizielle Bewegungsprogramm des Schwäbischen Albvereins sowie des Deutschen Wanderverbands.

Dabei handelt es sich um die Kombination aus relativ kurzen Wanderungen mit gezielten Trainingseinheiten zwischendurch. „An schönen und geeigneten Plätzen bleibt man stehen und macht unter Anleitung geschulter Gesundheitswanderführer Übungen, die Koordination, Kraft und Ausdauer verbessern“, erklärt Albvereinspräsident Dr. med. Hans-Ulrich Rauchfuß den Ablauf.

Seit 2013 stehen im Vereinsgebiet flächendeckend ausgebildete Gesundheitswanderführer zur Verfügung, welche teilweise auch Kurse im Gesundheitswandern anbieten. Wer daran Interesse hat, kann sich an Karin Kunz von der Heimat- und Wanderakademie im Schwäbischen Albverein wenden (Tel. 0711/22585-26).

Zum Thema „Wandern & Gesundheit“  finden auch Vorträge an beiden Messetagen statt (jeweils 14.00 – 14.30 Uhr).

Der Schwäbische Albverein bietet außerdem zwei Gesundheitswanderungen zur Messe an. Wer teilnimmt, erhält kostenlosen Eintritt.

Termine Gesundheitswanderungen zur Messe:

18.11.2013, 9.50 Uhr, Treffpunkt: Degerloch vor Fachwerkhaus Pilsstube Ritter, Epplestraße 2, Dauer: ca. 3 Stunden (10 km)

19.11.2013, 9.50 Uhr, Treffpunkt: Stuttgart-Rohr, S-Bahn-Ausgang Rohr, Dauer: ca. 2,5 Stunden (8 km)

Wanderführerinnen: Renate Kußmaul, Gretel Hauck

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist deshalb erforderlich (Tel. 0711/22585-.26 oder 22585-11).

Folgender link führt Sie zur Liste mit den derzeitigen Gesundheitswanderführern:

http://wandern.albverein.net/gesundheitswandern/

Die Zwei-Meter-Regelung muss bleiben

Der Schwäbische Albverein hält den Vorstoß der Deutschen Initiative Mountain Bike e.V. (DIMB), die so genannte „Zwei-Meter-Regelung“ in Baden-Württemberg zu kippen, für unangebracht. Die gesetzliche Regelung erlaubt das Radfahren bekanntlich nur auf Waldwegen über zwei Meter Breite. Der größte Wanderverein Europas betrachtet sich als Anwalt aller Erholungsuchenden, die schmale Waldwege und Pfade zum ruhigen Wandern nutzen wollen.

„Vor allem ältere Menschen und Kinder werden durch Mountainbiker verunsichert und leicht in Gefahr gebracht“, weiß Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß aus Erfahrung. „Der Schwäbische Albverein wendet sich deshalb ganz klar gegen eine Abschaffung der Zwei-Meter-Regelung“, so der Albvereinspräsident weiter. Wandern ist „in“ und auf den vom Schwäbischen Albverein markierten und gepflegten Wegen sind mehr Wanderer unterwegs denn je. Dass es rücksichtsvolle Radfahrer gibt, wird keineswegs bestritten, aber die Erfahrung zeigt leider, dass es der Mehrzahl von Mountainbikern vor allem auf Tempo ankommt. Berichte über nicht ungefährliche Begegnungen häufen sich.

Sobald so genannte Single-Trails von Spaziergängern, Wanderern und Mountainbikern gemeinsam genutzt würden, bestehe ein erhöhtes Gefährdungspotential für alle, in erster Linie aber für die Schwächeren, und das sind die Fußgänger. „Die bisherige Regelung hat sich über viele Jahre bewährt; es gibt keinen Grund, daran zu rütteln“, betont Rauchfuß.

 

Naturschutz geht jeden etwas an

Schutzgebiete als Regelwerke zum Erhalt von Arten und Landschaften

Der Schwäbische Albverein hat am Samstag, 9. November 2013, in der altehrwürdigen „Musikhalle“ in Ludwigsburg seinen 11. öffentlichen Naturschutztag veranstaltet. Die traditionsreiche Tagung findet seit 1994 im zweijährigen Rhythmus statt. Rund150 Besucher und namhafte Experten aus Politik und Naturschutz nahmen an der Veranstaltung teil. Das Tagungsthema lautete: „Der besondere Schutz von Natur und Landschaft – Schutzgebietskategorien und deren Bedeutung“.

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß eröffnete die hochkarätige Informationsveranstaltung mit den Worten: „Der Naturschutztag ist ein wichtiges Mittel, um die fachliche Kompetenz des Schwäbischen Albvereins auf dem Gebiet Naturschutz und Landschaftspflege aufzuzeigen und die Botschaften nach außen zu transportieren“. Trotz vieler naturinteressierter Menschen – Mitglieder wie Nichtmitglieder – würden die einzelnen Schutzgebietsbegriffe oft nicht richtig dargestellt oder verwechselt. „Als größter Wandervereins Europas sehen wir deshalb eine wichtige Aufgabe darin, die verschiedenen Typen von Schutzgebieten klar und deutlich zu benennen und vorzustellen“, so Rauchfuß.

Experten aus der Praxis, allen voran Vizepräsident und ehemaliger Leiter des Referats Naturschutz im Regierungspräsidium Stuttgart Reinhard Wolf vermittelten in ihren Vorträgen grundlegendes Wissen und zeigten Maßnahmen zum Schutz von Lebensräumen auf. In ihren Grußworten lobten Vertreter aus Kommunal- und Landespolitik die Bedeutung des Schwäbischen Albvereins, welcher – so der Tenor aller – einen großen Anteil der im Land notwendigen Landschaftspflegemaßnahmen gewährleiste. Ministerialrat Dr. Dietwalt Rohlf, der im Stuttgarter Landwirtschaftsministerium für den Naturschutz zuständig ist, bezeichnete den Albverein sogar als „größten Landschaftspflegetrupp des Landes“.

Die Kernfrage des diesjährigen Naturschutztages lautete: „Was ist eigentlich was?“. Vizepräsident Reinhard Wolf startete bei der Vorstellung von 16 Schutzgebietskategorien mit dem Naturschutzgebiet (NSG). Er fragte zum Auftakt in die Runde: „Ist es im NSG generell verboten, die Wege zu verlassen?“. Die richtige Antwort sei: „nicht in jedem Fall“. Die Regelungen in NSG seien individuell von der zuständigen Naturschutzbehörde geregelt, so Wolf. Will heißen, wer es genau wissen will, muss zuerst die Bestimmung vor Ort durchlesen.

Neben dem Naturschutzgebiet erläuterte Wolf auch alle anderen Schutzgebietskategorien – vom großräumigen Naturpark über einzelne Naturdenkmale bis hin zum eher von Tourismus und Landwirtschaft geprägten Biosphärengebiet oder dem vom Menschen kaum beeinflussten Typ des Nationalparks. Wolf zeigte – mit vielen Fotos untermauert – Naturschutzgebiete wie das Schopflocher Moor, den Hinteren Kappelberg bei Fellbach oder den Favoritepark in Ludwigsburg.

Typische Naturparks gibt es beispielsweise im Schönbuch oder im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Ein bekanntes Biosphärengebiet liegt auf der Schwäbischen Alb rund um Münsingen. „Dieses nimmt immerhin 2,39 Prozent der Landesfläche in Baden-Württemberg ein“, betonte der Albvereinsvize. Darüber hinaus gibt es auch besonders geschützte Biotope wie Moore, Nasswiesen, Trockenrasen oder Trockenmauern, FFH-Schutzgebiete, Bannwälder und Schonwälder, Nationale Naturmonumente wie das Siebengebirge oder die Ostseeinsel Vilm.

Naturschutz beginnt vor der Haustür

Im Anschluss an die Vorstellung der Schutzgebiete gab Sylvia Metz vom Regierungspräsidium Tübingen noch einen Überblick über Schutzgebiete vor der Haustür und darüber, wie die Vereinsmitglieder bei so genannten Kontrollgängen in der Natur noch aktiver werden könnten. „Beobachten, sammeln, dokumentieren und Kontakt zu Behörden herstellen“, betrachtet Metz als wichtig. Sie verwies dabei auf eine mögliche Kartierung von Standorten bezüglich bestimmter Arten und die Rückmeldung an die Geschäftsstelle des Albvereins zum Zwecke der Erfassung der Daten. Als Beispiel nannte sie die Zauneidechse. Trotz des häufigen Vorkommens des Reptils, seien die Verbreitungsgebiete lückenhaft dokumentiert. Hier könnten sich Ehrenamtliche einbringen. Ein Pilotprojekt „Amphibien und Reptilien“ gebe es seitens der LUBW.

Isabelle Schneider vom Regierungspräsidium Stuttgart zeigte ebenfalls auf, inwieweit der Schwäbische Albverein sein Engagement beim Naturschutz bei der Umsetzung der Natura 2000-Managementpläne noch weiter ausdehnen könnte. Sie nannte z.B. die Pflege von Heideflächen, Felsbiotopen, Feuchtbiotopen, Streuobstwiesen oder extensiven Grünland.

Zum Ende der ganztägigen Veranstaltung präsentierte Hauptnaturschutzwart Süd Dr. Wolfgang Herter die aktuell erschienene Naturschutzkonzeption des Schwäbischen Albvereins. „Umweltwissen und naturkundliches Wissen müssen stärker gefördert werden“, sagte der Fachmann und machte damit klar, welchen Stellenwert auch das Thema Umweltbildung beim Albverein hat. Er nannte als Beispiel das Programm „Junior Ranger“, an welchem sich der Albverein beteiligt, um schon die Jüngsten für den Naturschutz zu sensibilisieren.

„Wir tragen als Menschen Verantwortung für den Schutz von Tieren und Pflanzen“, sagte Rauchfuß abschließend. Viel zu viel Fläche wird seiner Meinung nach in Deutschland versiegelt. Belastungen durch Smog und Feinstaub kämen hinzu. „Wir brauchen feste Spielregeln für unsere Natur“, so der Albvereinspräsident.

Naturschutz und Landschaftspflege haben beim Albverein seit jeher einen großen Stellenwert. Der Beginn der Naturschutzarbeit wird seitens des Albvereins auf 1908 datiert. Seither schaffen die Naturschützer im Albverein Beträchtliches: Im Jahr 2012  leisteten Ehrenamtliche knapp 43.000 Arbeitsstunden auf rund 5.800 ha Fläche. Zu den Aktivitäten zählen Biotoppflege, Biotopneuanlage, Pflanzaktionen, Putzaktionen, Kontrollgänge in der Natur und vieles mehr.

Infos im Internet: http://natur-umwelt.albverein.net/

Messe „DIE BESTEN JAHRE“: Albverein zeigt, wie man aktiv bleibt und Spaß dabei hat

„Aktiv bleiben“ heißt das Motto, unter welchem sich der Schwäbische Albverein am 18. und 19. November 2013 auf der Stuttgarter Messe „DIE BESTEN JAHRE“ präsentiert. Der größte Wanderverein Europas nutzt die Messe als Plattform, um die vielfältigen Optionen für einen abwechslungsreichen und aktiven Lebensabschnitt jenseits der 50 aufzuzeigen.

„Wandern hat den Vorteil, dass es nicht nur gesund ist, sondern auch Spaß macht“, sagt der Präsident des Schwäbischen Albvereins Dr. med. Hans-Ulrich Rauchfuß. „Schon seit Jahren erfreut sich das Wandern großer Beliebtheit, und zwar quer Beet durch alle Altersklassen“.

Gerade Menschen, die beruflich schon etwas kürzer treten oder bereits im Ruhestand sind, können sich der trendigen Outdoor-Aktivität verstärkt widmen und das Wandern bewusst genießen. Welche vielfältigen Möglichkeiten sich jedem Einzelnen eröffnen, erklären Fachleute am Stand des Schwäbischen Albvereins. Hier können sich die Besucher zu Kursen der Heimat- und Wanderakademie, zu den unterschiedlichen Ortsgruppenaktivitäten sowie zu den Angeboten der Biosphärenbotschafter und zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb informieren. Außerdem gibt es Wanderkarten und Literatur sowie Beratung und Tipps zu Wanderwegen.

„Heimat erleben“ heißt der Slogan, unter welchem der Schwäbische Albverein geführte Wanderungen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade und Themensetzungen vorstellt. Besucher können sich zu solchen Wanderungen informieren und anmelden. Beispielsweise findet man im Programm mehrtägige Wanderungen, Etappenwanderungen, 24-Stunden-Wanderung und vieles mehr.

Auch der gesundheitliche Nutzen des Wanderns wird auf der Messe beleuchtet. „Mittlerweile weiß man, dass Wandern das Herz stärkt, Fett reduziert und den Muskelaufbau fördert“, betont Rauchfuß. „Wandern ist aber nicht nur Training für die Muskeln, es entlastet auch die Psyche durch Zerstreuung in der Natur und den Aufenthalt in der Gemeinschaft“, so der Experte weiter. Die Gesundheitswanderungen des Schwäbischen Albvereins seien zurzeit besonders nachgefragt.

Das Besondere am Gesundheitswandern ist die Kombination aus relativ kurzen Wanderungen mit gezielten Trainingseinheiten zwischendurch. „An schönen und geeigneten Plätzen bleibt man stehen und macht unter Anleitung geschulter Gesundheitswanderführer Übungen, die Koordination, Kraft und Ausdauer verbessern“, erklärt Rauchfuß den Ablauf.

Seit 2013 stehen im Vereinsgebiet flächendeckend ausgebildete Gesundheitswanderführer zur Verfügung, welche teilweise auch Kurse im Gesundheitswandern anbieten.

Zum Thema „Wandern & Gesundheit“  finden an beiden Messetagen Vorträge statt (jeweils14.00 – 14.30 Uhr). Außerdem bietet die Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg zwei Gesundheitswanderungen zur Messe an. Teilnehmer erhalten kostenlosen Eintritt.

Der Schwäbische Albverein ist am 18.+19.11.2013 beim Stuttgarter MesseHerbst/ DIE BESTEN JAHRE

Standort: Halle C2, Standnr. 2 A11

Gesundheitswanderungen zur Messe:

18.11.2013, 9.50 Uhr, Treffpunkt: Degerloch vor Fachwerkhaus Pilsstube Ritter, Epplestraße 2, Dauer: ca. 3 Stunden (10 km)

19.11.2013, 9.50 Uhr, Treffpunkt: Stuttgart-Rohr, S-Bahn-Ausgang Rohr, Dauer: ca. 2,5 Stunden (8 km)

Wanderführerinnen: Renate Kußmaul, Gretel HauckDie Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist deshalb erforderlich (Tel. 0711/22585-.26 oder 22585-11).