Top-Start für Blumenwiesenfest in Spaichingen

Foto: Werner Breuninger, Blumenwiesenfest Spaichingen Bild 3

Das erste Blumenwiesenfest in Spaichingen am Sonntag, 15. Juni 2014, kam sehr gut bei den Teilnehmern an. Etwa 40 Erwachsene und acht Kinder waren vor Ort, um sich Fauna und Flora erklären zu lassen. Auf sehr spannende und interessante Art hat Dr. Wolfgang Herter (Naturschutzwart Süd) sein umfangreiches Wissen weitergegeben und den interessierten Zuhörern Zusammenhänge erläutert sowie die einzelnen Arten vorgestellt, beispielsweise Wiesenbocksbart, Pippau, Witwenblume, Margerite, diverse Kleearten u.v.m. Die Kinder wurden auf spannende Weise von den Biologen Hendrik Turni und Susanne Zhuber-Okrog betreut, die ihnen das Leben in den Wiesen erklärten. Mit Becherlupen und Stereolupen  wurden  insbesondere Insekten und Schmetterlinge bestimmt.

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Blumenwiesenfest in Spaichingen

Blumenwiesen/Foto: Schwäbischer Albverein

Der Schwäbische Albverein veranstaltet traditionell im Frühjahr kurz vor der ersten Mahd erlebnisreiche Blumenwiesenfeste in verschiedenen Teilen des Vereinsgebiets.

Am 15. Juni 2014 findet ein solches Blumenwiesenfest erstmals in Spaichingen – am Dreifaltigkeitsberg – statt.

Wiesenblumenliebhaber aller Altersstufen sind zu dieser kleinen botanischen und zoologischen Wanderung herzlich eingeladen.

Neben Spiel und Spaß auf der artenreichen Blumenwiese werden unter der Leitung des Naturbeauftragten Dr. Wolfgang Herter und der Gaunaturschutzwartin Heuberg-Baar Renate Market Pflanzen und Tiere erkundet und besprochen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit beim Grillen den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Ganz besonders willkommen zu diesem kunterbunten Event sind junge Familien mit Kindern. Im Rahmen eines umweltpädagogischen Begleitprogramms wird das tierische und pflanzliche Leben auf den Wiesen, spannend und spielerisch vermittelt. „Becherlupen und andere Lupen zum Beobachten und Bestimmen sind vorhanden, auch Terrarien zur kurzzeitigen Einquartierung und Beobachtung der Tiere“, verrät Herter. „Das Besondere an unseren Blumenwiesenfesten ist, dass die Kinder die Wiesen auch betreten dürfen“, so der Experte weiter. Sofern es sich nicht um eigene Wiesen des Albvereins handelt, wurde die Erlaubnis der Bewirtschafter eingeholt. Da unmittelbar nach den Blumenwiesenfesten gemäht würde, sei ohnehin kein nennenswerter Flurschaden zu befürchten.

Bunte, artenreiche Blumenwiesen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch Brutfläche, Lebens- und Schutzraum vieler Tiere. Darüber hinaus bieten Wiesen beliebte und unverzichtbare Erholungsräume für den Menschen.

Blumenwiesenfest in Spaichingen am 15. Juni 2014,10.30 Uhr.

Treffpunkt: Bleichehof, Familie Dreher-Hager, In der Bleiche 2, 78549 Spaichingen, Parkplätze stehen zur Verfügung

Weitere Einzelheiten zum Fest: Werner Breuninger, Naturschutzreferent, Tel.  0711/22585-14 erhältlich.

Zum Thema Blumenwiesen ist im Verlag des Schwäbischen Albvereins die zweite Auflage des Sachbuchs „Blumenwiesen – Eine Handreichung für Naturfreunde und Wanderer“ von Prof. Dr. Theo Müller erschienen.

Landesfest Reutlingen: Traditionelle Mitgliederversammlung in hochmoderner Stadthalle

Umweltminister Franz Untersteller hält die Festrede bei der Hauptversammlung

Die Stadthalle Reutlingen war gut gefüllt und bot bei der Hauptversammlung des Schwäbischen Albvereins am 1. Juni 2014 einen spannungsvollen Anblick: Moderne Architektur kombiniert mit bunter Tradition. Die vielen Besucher in ihren schönen Trachten und bestückt mit bunten Wimpeln schufen ein beeindruckendes Bild innerhalb des progressiven Interieurs der Stadthalle.

Bei der Eröffnung begrüßte Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß Mitglieder und Gäste, namentlich den Ehrenpräsidenten Peter Stoll sowie die zahlreiche Politprominenz, darunter Minister Franz Untersteller, MdL, Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, Regierungspräsident Hermann Strampfer, Landrat Thomas Reumann, zudem den Schwarzwaldvereinspräsidenten Georg Keller und den LNV-Vorsitzenden Reiner Ehret und viele mehr. Seinen besonderen Dank für die Ausgestaltung und Organisation des Festes richtete Rauchfuß an den Vorsitzenden des Lichtenstein-Gaus Thomas Keck.

Festrede des Umweltministers

Ein besonderes Highlight der Mitgliederversammlung noch vor dem Bericht des Präsidenten war die Festrede des Umweltministers Franz Untersteller.  Er lobte die wertvolle und wichtige Arbeit des Schwäbischen Albvereins zur Pflege von Kultur, Heimat und Natur. Darüber hinaus unterstrich er den Beitrag, welchen der Albverein durch seine vielen Wander- und Bewegungsangebote zur gesundheitlichen Prophylaxe der Menschen leiste. Seiner Meinung nach müsse man auch die jungen Menschen mehr an den Naturschutz – in Form von Umweltbildung – heranführen. „Viele kennen mehr Handy-Klingeltöne als Pflanzenarten“, monierte Untersteller. Der Schwäbische Albverein habe hier einen breiten Katalog an Möglichkeiten im Gepäck, um diesem Trend entgegenzuwirken. Er führte als Beispiel das Engagement des Schwäbischen Albvereins auf dem Gebiet des Schulwanderns und des in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wanderverband durchgeführten aktuellen Projekts „Draußenschule“ auf. Darüber hinaus bedankte sich Untersteller bei den vielen Tausend Ehrenamtlichen, ohne deren Leistung, es das umfangreiche Angebot des Albvereins gar nicht gäbe.

Überraschung für Rauchfuß

Bevor sich der Minister verabschiedete, kam ihm noch eine überraschende und ehrenvolle Aufgabe zu. Er konnte als Erster dem Albvereinspräsidenten zum Erhalt der Goldenen Ehrennadel – der höchsten Auszeichnung innerhalb des Vereins – gratulieren. Dieser Programmpunkt der Mitgliederversammlung war spontan durch die beiden Vizepräsidenten Hansjörg Schönherr und Reinhard Wolf eingeschoben worden. Sie sind der Meinung, dass Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß als großer Akteur diese hohe Auszeichnung längst verdient habe und nun – nachdem er im Vorjahr auch noch die Jubiläumsfeierlichkeiten mit Bravour gestemmt habe – definitiv geehrt werden müsse. Rauchfuß zeigte sich überrascht, gerührt und amüsiert über die Programmänderung bei der Hauptversammlung und bedankte sich mehrmals für die Verleihung der Ehrennadel.

Bericht des Präsidenten

Zum 13. Mal stand Rauchfuß mit dem Bericht des Präsidenten vor der Mitgliederversammlung des Schwäbischen Albvereins. Ein Jahr nach dem Albvereinsjubiläum sei man mit dem Thema Gesundheitswandern und der Stärkung von Familien- und Jugendarbeit ein gutes Stück vorangekommen und wolle auch weiterhin auf diese Zugpferde setzen, meinte Rauchfuß zu Beginn seiner Rede.

Er zog zudem Bilanz zum Jubiläumsjahr 2013, dankte den Ortsgruppen für ihre fleißige Arbeit, erwähnte den Weltrekordtitel in der Kategorie „Die meisten Maibaum-tanzenden Menschen“, welchen die Volkstänzer im Vorjahr in Ulm erworben hatten. Ebenso machte er auf die erfolgreiche Arbeit des Schwäbischen Albvereins im Bereich Naturschutz aufmerksam und erinnerte an den Erhalt des Landesnaturschutzpreises durch die Stiftung Naturschutzfonds im Vorjahr. Dann kam er auf das Thema Gesundheitswandern zu sprechen. „Gesundheitswandern ist ein tolles Bewegungsprogramm das Wandern, Naturerlebnisse, Geselligkeit und physiotherapeutische Übungen wirkungsvoll kombiniert“, so der Albvereinspräsident. Das Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg habe eine  wissenschaftliche Studie durchgeführt, die belege, dass Koordination, Ausdauer, Wohlbefinden, Stoffwechsel, Herz-Kreislauf- und Immunsystem durch Gesundheitswandern gestärkt würden. Für dieses neuartige Angebot habe man eine größere Anzahl Gesundheitswanderführerinnen und Gesundheitswanderführer ausbilden lassen, um ein einigermaßen flächendeckendes Angebot machen zu können. „Ich sehe mit dem Angebot von Gesundheitswanderungen für unsere Ortsgruppen eine von vielen Möglichkeiten, neue Mitglieder zu gewinnen“, erörterte Rauchfuß.

Förderung von Familiengruppen

Eine weitere, wichtige Möglichkeit zum Mitgliedererhalt und -zuwachs sei die Förderung von Familiengruppen. Rauchfuß appellierte an die Ortsgruppen, hier am Ball zu bleiben. „Für die Nachhaltigkeit der Familienarbeit im Albverein müssen ständig neue junge Familien als Mitglieder gewonnen werden und Familiengruppen gegründet werden“, betonte Rauchfuß. Nur so könne auch die Altersgruppe der 30- bis  50-Jährigen wachsen. Bei der Familienarbeit sollen die Ortsgruppen von Seiten der Hauptgeschäftsstelle unterstützt werden. Nicht zuletzt dafür soll die im Hauptausschuss beschlossene Beitragserhöhung von zwei Euro pro Vollmitglied dienen.

Eine besondere Herzensangelegenheit des Albvereinspräsidenten ist das Schulwandern. „Zumindest Grundschüler sollten einen Tag in der Woche Unterricht in der freien Natur haben“, davon ist Rauchfuß nach wie vor überzeugt.  Inzwischen gibt es ein neues Projekt  des DWV  „Schulwandern  –  Draußen erleben. Vielfalt entdecken. Menschen bewegen“. Rauchfuß zeigte sich deshalb besonders erfreut darüber, eine der drei Draußenschulen in Deutschland eine Schule im Vereinsgebiet, sprich in Stuttgart, ist. Der Schwäbische Albverein stehe dem Schulprojekt beratend und begleitend zur Seite. Zum Schluss seiner Rede bedankte sich Rauchfuß bei allen Aktiven sowie den beiden Vizepräsidenten für ihren unermüdlichen Einsatz.

Nach der Mitgliederversammlung fand ein großer Wimpelumzug von der Stadthalle über das Tübinger Tor bis zum Marktplatz statt. Besonders beeindruckend bei dem Umzug waren die in- und ausländischen Fahnenschwinger, die auch während des gesamten Wochenendes ihr Können zeigten.

Das nächste Landesfest findet vom 8.-10. Mai 2015 in Sigmaringen statt.

Goldene Ehrennadel für Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß

Foto: Sabine Wächter

42 Jahre Mitgliedschaft beim Schwäbischen Albverein und kaum ein Tag ohne den Verein aktiv voranzutreiben: Das zeichnet den 2001 zum Albvereinspräsidenten gewählten Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß aus. Hochverdient erhält er bei der Mitgliederversammlung am 1. Juni 2014 in Reutlingen die Goldene Ehrennadel überreicht. Diese Ehrung ist die höchste Auszeichnung des Vereins.

Seit Jahrzehnten setzt sich Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß mit großem Enthusiasmus dafür ein, dass der Schwäbische Albverein unter dem Motto „Natur, Heimat, Wandern“ als vielfältige und lebendige Institution innerhalb der Gesellschaft betrachtet wird. „Die goldene Ehrennadel stellt nur eine bescheidene Anerkennung seiner überragenden Leistungen für den Verein dar“, betont Albvereinsvizepräsident Reinhard Wolf bei der Übergabe der Ehrennadel. Rauchfuß sei ein unermüdlicher, überzeugender Botschafter, um das Wandern, den Naturschutz und auch das Brauchtum allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen zugänglich zu machen und sie dafür zu begeistern. „Und das ist ihm auch gelungen und gelingt ihm Tag für Tag aufs Neue“, lobt Wolf. Dabei lägen dem Albvereinspräsidenten ganz besonders Kinder, Jugendliche und Familien am Herzen.“Eine seiner Visionen, für die er kämpft, ist das Schulwandern“, so Wolf. Demnach sollten an Schulen wieder regelmäßige Wandertage eingeführt und mit in die Bildungspläne aufgenommen werden.

„Die Goldene Ehrennadel für den Präsidenten ist längst überfällig und ich freue mich, sie heute nach einstimmigem Beschluss des Gesamtvorstandes überreichen zu dürfen“, betont Wolf. Im Jahr 2009 ist Rauchfuß für sein gesellschaftliches Engagement bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. „Es ist nun höchste Zeit“, so Wolf weiter, „dass auch der Albverein seine Ehrerbietung in angemessener Weise deutlich macht“.

Vita Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß:

Rauchfuß wurde 1950 in Stuttgart geboren, ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen und einer Tochter. Er hat Pharmazie und Medizin studiert und betreibt seit 1985 eine Apotheke. Seine Karriere beim Schwäbischen Albverein begann 1972 bei der Ortsgruppe Stuttgart. Später kam er zur Ortsgruppe Plochingen als Pressewart und als Jugendbeauftragter. 1988 war er mit im Organisationsteam der Hauptversammlung zum 100-jährigen Jubiläum in Plochingen. Anschließend wurde er Gaufachwart für Jugendfragen. Von 1997 bis 2001 avancierte er zum Gauvorsitzenden des Esslinger Gaus. Im Anschluss übernahm er die Präsidentschaft des Gesamtvereins. Neben dieser anspruchsvollen und zeitintensiven ehrenamtlichen Tätigkeit ist er seit 2007 auch Präsident des Deutschen Wanderverbands. 2009 erhält er den “Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland”. Zudem ist er auch Stadtrat in Plochingen und stellvertretender Bürgermeister.