Flüchtlinge als Helfer in der Landschaftspflege

So sieht praktische Flüchtlingshilfe beim Schwäbischen Albverein aus: 16 junge Afrikaner helfen seit Oktober bei Landschaftspflegearbeiten im Großen Lautertal mit.

Ein Einsatzort dabei ist die zehn Hektar große Wacholderheide am Bürzel bei Gundelfingen. Die Arbeiten am Steilhang sind anstrengend und erfordern Trittsicherheit.

Am Freitag, dem 11. Dezember 2015, konnten sich Presse- und Behördenvertreter bei einem Ausflug ins Gelände ein Bild davon machen.

Die Flüchtlinge, die große Mengen Schnittgut aus dem Gelände räumten, wirkten motiviert und guter Laune. „Sie profitieren von einem geregelten Tagesablauf und entfliehen der Eintönigkeit in ihrer Unterkunft“, weiß Paul Jörg, Vorsitzender der Ortsgruppe Gundelfingen und Initiator des Projekts.

Nachdem im Oktober 250 Flüchtlinge in einer ehemaligen Militäreinrichtung bei Münsingen untergebracht worden waren, wollte er helfen. „Schließlich brauchen diese Menschen eine Struktur und eine Aufgabe. Zudem lernen sie in der Gemeinschaft mit Einheimischen leichter deutsch und fühlen sich besser und schneller integriert.“, erklärt Paul Jörg.

Er konnte seine Ortsgruppe überzeugen, sich in Sachen Flüchtlingshilfe zu engagieren. Ehrenamtliche holen seither die Flüchtlinge täglich in ihrer Unterkunft ab und bringen sie am späten Nachmittag zurück. Mittlerweile wurde für den Transport sogar ein eigenes Fahrzeug angeschafft.

Rechtlich ist alles in trockenen Tüchern. Jeder Flüchtling darf 100 Stunden pro Monat arbeiten. Die Erlaubnis wurde vom Kreissozialamt eingeholt. Die Flüchtlinge bekommen dabei eine gesetzlich vorgeschriebene Aufwandsentschädigung von 1,05 pro Stunde. Finanziert wird das Projekt über Fördergelder aus der Landschaftspflegerichtlinie, welche jährlich beantragt werden können.

„Das Projekt ist für alle Beteiligten und nicht zuletzt für den Erhalt der Kulturlandschaft ein großer Gewinn“, erklärt Vizepräsident Hansjörg Schönherr. Er zeigte sich begeistert von der Aktion und sagte: „Wir als Schwäbischer Albverein sind stolz auf dieses beeindruckende Integrationsprojekt“.

Nun ermutigt er auch andere Ortsgruppen, ebenfalls auf Flüchtlinge zuzugehen und Kooperationsprojekte im Bereich Naturschutz ins Leben zu rufen.

An Einsatzmöglichkeiten mangelt es vermutlich nicht. Schließlich verfügt der Schwäbische Albverein über knapp 200 Hektar Naturschutzgrundbesitz. Speziell bei der Pflege von steilen Wacholderheiden ist viel Handarbeit nötig, um das Verbuschen landschaftsprägender Heideflächen zu verhindern und so die für den Lebensraum typischen wärmeliebenden Pflanzen zu schützen.

Nähere Informationen zum Projekt und wie man ein solches ins Leben ruft gibt es beim Vorsitzenden der Ortsgruppe Gundelfingen, Paul Jörg: Tel. Nr. 07383 / 1516, E-Mail: Fam_Joerg@t-online.de

 Umweltpreis der Stadtwerke Tübingen 2016:

Für das Projekt „Flüchtlinge helfen bei der Pflege von Wacholderheiden“ hat die Ortsgruppe Gundelfingen auch den ersten Platz gemacht und ein Preisgeld von 5000 Euro erhalten.

Pressespiegel:

GEA

Alb-Bote

Familienprogramm 2016 – prall gefüllt mit Leben

Der Schwäbische Albverein, Fachbereich Familie, freut sich, sein Familienprogramm 2016 zu präsentieren. Auf 60 Seiten wird unter dem Motto „Lust auf Natur? Raus ins Glück!“ eine bunte Vielfalt an Aktivitäten angeboten, die ihresgleichen sucht.

Das Jahresprogramm ist prall gefüllt mit Aktivitäten und Veranstaltungen, die das Familienleben fördern und Naturerlebnisse ermöglichen. Dazu gehören Freizeiten, Lehrgänge, Eltern-Kind-Seminare sowie Veranstaltungen nur für Kinder.

Das neue Jahr startet beispielsweise mit Schneeschuhwandern im Januar und dem Familienspaß WinterWunderWald im Februar.

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Weitere aufregende Veranstaltungen 2016 sind Geocachingabenteuer, eine Schatztour für Väter und Kinder oder die Erlebniswochenenden „Die Natur ruft“ und „Bushcraft Basics“. Hierbei geht es um das Übernachten sowie den Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten in freier Natur, wie er in frühester Vergangenheit üblich und überlebenswichtig war. Auch für kleine Kinder gibt es bereits tolle Angebote, zum Beispiel einen Walderlebnistag.

Zudem findet auch 2016 wieder ein Schnupperlehrgang „Disc-Golf“ statt. Hierbei muss man mit einer Scheibe in so genannte Disc-Catcher treffen. Beim Durchlaufen eines Geländeparcours mit mehreren Catchern sollte man so wenige Würfe wie möglich benötigen.

Auch beim Landesfest in Winnenden am 7. und 8. Mai 2016 ist die Albvereinsfamilie aktiv vertreten. Zum Beispiel mit einer Kletterwand und einem Märchenprogramm.

„Das Veranstaltungsspektrum ist 2016 besonders üppig“, freut sich Hauptfamilienwartin Sabine Wuchenauer. „Ein pädagogisches Team sorgt seit einigen Monaten für die Unterstützung der Familiengruppen vor Ort und bietet eine Vielzahl neuer Aktivitäten.“

Familienarbeit wird immer wichtiger

Seit rund 20 Jahren ist die Familienarbeit im Verein als eigenständige Abteilung vorhanden. Derzeit sind rund 16.500 Familienmitglieder oder ca. 4000 Familien als Mitglieder registriert. Ein Großteil der rund 570 Ortsgruppen bietet ein vielfältiges Spektrum an Aktivitäten für die ganze Familie.

„Das Besondere ist, dass mit dem Albverein Erlebnisse möglich sind, die im privaten Alleingang oft nicht machbar sind“, betont Wuchenauer. Die Albvereinsfamilie sei eine Art Interessengemeinschaft zur naturorientierten Freizeitgestaltung und zur Pflege sozialer Kontakte mit Gleichgesinnten.

Am vielfältigen Familienprogramm kann jeder teilhaben. Wer Interesse hat, sollte sich allerdings rechtzeitig anmelden. Vereinsmitglieder zahlen bei kostenträchtigen Veranstaltungen oder Übernachtungen im Vergleich zu Nichtmitgliedern einen ermäßigten Beitrag.

Das aktuelle Familienprogramm findet man auf unserer Homepage unter dem Menüpunkt Familien als Click to Read Dokument. http://familien.albverein.net/jahresprogramm/

Weitere Pressemitteilungen finden Sie unter: http://presse.albverein.net/

Unterstützen Sie unseren Verein und unsere Arbeit, indem Sie für ihn werben. Hier der link zu unseren Freianzeigen: http://design.albverein.net/freianzeigen/

 

 

Start frei ins neue Wanderjahr – CMT 2016

Am 16. und 17. Januar 2016 findet im Rahmen der CMT die Aktivurlaubsmesse Fahrrad-& ErlebnisReisen mit Wandern in Stuttgart statt. Bereits seit vielen Jahren ist der Schwäbische Albverein als Kooperationspartner bei der beliebten Outdoor-Veranstaltung mit am Start und präsentiert den Besuchern ein vielseitiges Spektrum rund um die Themen Natur – Heimat – Wandern.

CMT Pressekonferenz, Reinhard Wolf

 

Wandern bleibt „en vogue“
„Immer mehr Menschen schnüren in ihrer Freizeit die Wanderstiefel“, sagt der Präsident des Schwäbischen Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Rund zwei Drittel der Deutschen wandern regelmäßig, Tendenz steigend. Kein Wunder: „Zum Wandern braucht man nur wenige Mittel und der Nutzen ist riesig“, erklärt Rauchfuß. „Wer wandert, trainiert den Körper und entlastet den Geist“, so der Experte weiter. Wanderer lassen den Stress des Alltags hinter sich, ob in der Gruppe oder für sich allein. Bei geführten Wanderungen profitieren die Wanderer zudem von Informationen zu Streckenverlauf und Geschichte.

Am Stand des Albvereins bekommen die Besucher Informationsmaterial sowie Tipps und Anregungen zu Wanderungen, Sehenswürdigkeiten, Streckenplanung, geführten Touren oder Naturschutzaktivitäten. Außerdem können sie detailliertes Kartenmaterial und Wanderliteratur erwerben.

Die Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg, Schulungseinrichtung des Schwäbischen Albvereins, offeriert erneut ein Gros an Workshops, Exkursionen und Kursen, so etwa im Rahmen des EU-Projekts „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“.

Beim Bühnenprogramm ist der Albverein ebenfalls stark engagiert und beteiligt sich mit Vorträgen zu besonders schönen Wanderwegen und zu den vereinseigenenTürmen und Wanderheimen.

Besondere Gebäude in herrlicher Landschaft

Die 21 Wanderheime und 29 Aussichtstürme werden auf der Messe ganz besonders beworben. Die außergewöhnlichen Ausflugsziele liegen in der Regel an landschaftlich besonders exponierten Stellen, die Türme oft auf Bergkuppen. Viele der Wanderheime bieten günstige Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Von den Türmen aus genießen Wanderer grandiose Ausblicke.

Der Schwäbische Albverein wurde 1888 in Plochingen gegründet. Der Verein verfügt über 570 Ortsgruppen und ein 23.000 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz. Er ist mit rund 100.000 Mitgliedern der größte Wanderverein Europas.

Albvereinsjugend wieder mit an Bord

Die Schwäbische Albvereinsjugend tritt wieder eigenständig in Erscheinung. „Wir informieren unter anderem über die Schwerpunkte der Jugendarbeit 2016“, erklärt Jugendgeschäftsführerin Katja Hannig. „Junges Wandern“ ist das zentrale Thema. Zur Wanderfreizeit „Die Alb ruuuft“, bei der Jugendliche mehrere Tage lang auf dem HW 1 des Schwäbischen Albvereins unterwegs sind, gibt es sogar einen Bühnenvortrag von Dr. Sebastian Fischer. Zudem stellt Martin Epple-Schlenker das Jugendzentrum Fuchsfarm vor, welches 2015 sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Naturschutzarbeit des Vereins

1994 erhielt der Schwäbische Albverein laut Bundesnaturschutzgesetz die Anerkennung als Naturschutzvereinigung. Damit hat der Verein das Recht, Stellungnahmen zu bestimmten Verfahren abzugeben oder etwa bei Ausweisungen von Schutzgebieten mitzuwirken. Als Naturschutzverband setzt sich der Albverein auch für den Erhalt von Landschaften, Biotopen und Arten ein. Zu den Arbeitseinsätzen der zahlreichen Ehrenamtlichen zählen Biotoppflege, Biotopneuanlage, Pflanzaktionen, Putzaktionen, Kontrollgänge in der Natur und vieles mehr. Seit 1993 gibt es beim Albverein auch einen hauptamtlichen Landschaftspflegetrupp.

Wanderung zur Messe

Auch 2016 findet wieder eine gemeinschaftliche Wanderung zur Messe statt. Die Leitung übernimmt Horst Bohne von der Ortsgruppe Stuttgart. Wer mitlaufen will, sollte sich folgenden Termin vormerken: Samstag: 16. Januar 2015, 9.00 Uhr. Treffpunkt ist die  U-Bahn Haltestelle „Ruhbank Fernsehturm“. Die Wanderung dauert ca. zwei Stunden. Teilnehmer erhalten ermäßigten Eintritt.

Sie finden den Schwäbischen Albverein auf der CMT in Halle 9 am Stand Nr. 9 B 55

Albvereinsjugend/Familie am Stand 9 B 57

 Neben der Präsenz am ersten CMT-Wochenende bei der Fahrrad- & ErlebnisReisen mit Wandern wartet der Albverein zusätzlich mit einem kleineren Info-Stand beim Streuobstwiesenparadies am Eingang Ost auf. Dieser ist während der ganzen zehn CMT-Tage besetzt.

Unsere Bühnenvorträge:

So wird das Wandern zum Erlebnis

Wanderheime und Türme des Schwäbischen Albvereins

„Die Alb ruft“ – Von Tuttlingen nach Donauwörth

Junges Wandern beim Schwäbischen Albverein

Der Albschäferweg und seine Zeitspuren

Urzeit – Eiszeit – Wanderzeit

Die Fuchsfarm

Jugendzentrum und Wanderheim des Schwäbischen Albvereins
Zeltlager Albvereinsjugend / Bildrechte: Schwäbische Albvereinsjugend

Der Schwäbische Albverein im Internet zu finden unter www.albverein.net oder auch auf Facebook unter: www.facebook.com/albverein

Wenn Sie unseren Newsletter beziehen wollen, können Sie sich anmelden unter: http://albverein.net/newsletter/

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Landschaftspflegetag zur Offenhaltung des Schopflocher Moors

Am 17. Oktober 2015 veranstaltet der Schwäbische Albverein zusammen mit dem Naturschutzzentrum Schopflocher Alb wieder einen Landschaftspflegetag im Naturschutzgebiet „Schopflocher Moor“.

Vorgesehene Arbeiten sind das Abräumen von Reisig und evtl. Grasschnitt von den durch den Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins vorbereiteten Flächen.

Nur durch entsprechende Arbeitseinsätze wird das Moor offen gehalten. Der Schwäbische Albverein führt hierzu jedes Jahr einen Pflegetag durch, an dem rund 80 Helfer in ihrer Freizeit Sträucher und Bäume entfernen.

Pressevertreter sind ganz herzlich eingeladen, sich im Laufe des Tages vor Ort ein Bild vom diesjährigen Pflegeeinsatz zu machen.

Weitere Informationen beim Referat Naturschutz:Werner Breuninger
Tel. 07 11 / 2 25 85 – 14
E-Mail: naturschutz@schwaebischer-albverein.de

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Hohlwege: Interessante Elemente der Kulturlandschaft und Refugien für Vögel und Kleinsäuger

Unsere Landschaft bietet eine Fülle an Naturschätzen, aber auch viele kleine Kulturdenkmale. Um diese zu erkennen, muss man nur die Augen öffnen und seine Umgebung mit allen Details wahrnehmen.

Außergewöhnliche und optisch auffallende Landschaftselemente sind beispielsweise Hohlwege. Dabei handelt es sich um Wege, die sich durch jahrzehntelange Nutzung von Fuhrwerken und Vieh oder auch durch abfließendes Regenwasser in die Umgebung eingetieft haben. Entstanden sind solche Wege dort, wo steile Hänge zu überwinden waren, wo weiches, leicht abschwemmbares Material anstand und keine Wegbefestigung möglich war. Mit dem Aufkommen von Pflaster und Asphalt war es mit der Eintiefung vorbei.

Rückzugsraum für Tiere

Hohlwege mit ihren manchmal gras- oder heckenbewachsenen Böschungen sind für viele Tier-und Pflanzenarten zu einem wichtigen Lebensraum innerhalb einer ansonsten intensiv genutzten Umgebung geworden und deshalb schützenswert. Grasböschungen, die nicht gedüngt werden, zeigen meist eine reiche Blütenpracht, Hecken bieten Insekten, Vögeln (z.B. Mönchsgrasmücke und Raubwürger) und Kleinsäugern wie Igel oder Iltis Unterschlupf. Fledermäuse finden hier ihre Beute.

Oft sind Hohlwege durch neue Wege ersetzt worden. In der Landwirtschaft gelten sie meist als störend, weil Traktoren vom Hohlweg nur über steile Auffahrten in angrenzende Felder fahren können.

Auch sind viele alte Hohlwege ungepflegt, vermüllt und zugewachsen. Es ist der Pflege durch Naturschutzvereine wie dem Schwäbischen Albverein zu verdanken, wenn sie für die Tierwelt und auch für den Menschen – als Ort der Entspannung und Erholung – erhalten werden.

Hohlwege gibt es überall im Land

Hohlwege gibt es im ganzen Land, auf nahezu jeder Gemarkung, sowohl in der Feldflur als auch im Wald.

Beispielsweise auch in Marbach am Neckar. Das so genannte „Reutgässle“ wurde einst von Weinbauern genutzt. „Heute ist es einer der idyllischsten Wege in Marbach“, erklärt der Naturschutzexperte und Vizepräsident des Schwäbischen Albvereins Reinhard Wolf bei einem Spaziergang durch seinen Heimatort.

Das Reutgässle entstand dadurch, dass Anfang des 19. Jahrhunderts Weingärtner den Weg mit Hacke und Schaufel vertieft haben, um den mineralhaltigen Mergel als Dünger für den Weinanbau zu nutzen. Der so entstandene Weg war auch praktisch für das Abladen von Mist und Aufladen bei der Ernte.

Weitere Hohlwege in Marbach führen vom Friedhof Richtung Galgenberg. Diese Wege waren früher die kürzeste Transportverbindung zwischen Marbach und seinen Nachbarorten Murr und Steinheim.

Wenn Sie mehr Informationen, ökologische und kulturhistorische Zusammenhänge erfahren oder aber wissen wollen, wo es in anderen Gegenden schöne und interessante Hohlwege gibt, können Sie sich gern an Reinhard Wolf wenden. Fotos mit weiteren Holwegen im Land finden Sie im Anhang.

Pressekontakt: Reinhard Wolf, Tel. 07144/12544, reinhard.wolf@schwaebischer-albverein.de

Neu geschaffene Wanderwege machen vor geschützten Biotopen nicht halt

Zollernhalde

Albverein kritisiert Aussichtspunkte und Mobiliar auf Felsköpfen 

Wandern ist gesund, entspannend und sinnstiftend. Der Schwäbische Albverein fördert die beliebte Freizeitbeschäftigung seit jeher durch die Ausschilderung von Wegen. Dabei geht es dem seit 1994 anerkannten Naturschutzverein nicht nur um die Bereitstellung der Wege für die Wanderer, sondern auch um den Schutz sensibler Naturbereiche vor den Wanderern.

„Touristische Anbieter folgen jedoch diesem guten Beispiel nicht unbedingt. Ihre Motive sind wirtschaftlicher Art, sodass oftmals auch gesetzlich geschützte Biotope zugänglich gemacht werden“, sagt Dr. Wolfgang Herter, Naturbeauftragter des Schwäbischen Albvereins. Wanderer würden mit superlativen Routenbeschreibungen angelockt, eine passende Infrastruktur würde entsprechend maßgeschneidert, argumentiert Herter.

Beispielsweise wurden im Oberen Donautal mehrfach gesetzlich geschützte Felsköpfe durch mit dem Wandersiegel zertifizierte Premiumwanderwege zugänglich gemacht. Und nicht nur das: Auf sensiblem Felsboden und Trockenrasen entstanden teilweise Sitzbänke, Plattformen, Vesperinseln und Genussliegen. „Die Landschaft wurde sozusagen möbliert“, ärgert sich Herter. Dass geschützte Biotope, Naturschutzgebiete oder FFH-Lebensräume bebaut wurden, hätte anscheinend keine Rolle gespielt.

Die Zerstörung von unter Schutz gestellter Natur durch Premium- und andere neue Wanderwege verstößt aber gegen die Prinzipien der Nachhaltigkeit und auch gegen das Naturschutzgesetz.

„Die Erschließung bzw. Wiedererschließung streng geschützter Biotope ist nicht akzeptabel und muss gestoppt werden!“, fordert Herter. Der Appell richtet sich nicht zuletzt an die staatliche Naturschutzverwaltung, vor Erteilung von Genehmigungen sorgfältiger zu prüfen, ob Naturschutzbestimmungen auch eingehalten werden.

Bereits 1991 wurde das Biotopschutzgesetz beschlossen. Der Schwäbische Albverein hatte in diesem Zusammenhang zahlreiche Aussichtspunkte gezielt aus dem Wanderwegenetz herausgenommen. Wegeschilder wurden entfernt, Zugangspfade unkenntlich gemacht und Wanderwege umgeleitet.

Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Herter; Hauptnaturschutzwart Süd im Schwäbischen Albverein, Tel. 07477/8558; E-Mail: wolfgang_herter@t-online.de

 Einen detaillierten Bericht dazu finden Sie in den Blättern des Schwäbischen Albvereins 2/2015, auf unserer Homepage unter: http://albvereinsblatt.albverein.net/aktuelle-ausgabe/

 

Buchpräsentation und Lesung im Lädle

„Was Großvater schon kannte – Schwäbische Ausflugsziele mit Tradition“ lautet der Titel des am 16. Juni 2015 in einer gemeinsamen Veranstaltung von Belser Verlag und Schwäbischem Albverein vorgestellten Buches von Helmut Engisch. Rund 30 Besucher kamen im Stuttgarter „Lädle“ zusammen und lauschten den Geschichten, die der Autor über die Naturschönheiten und Kulturgüter des Schwabenlades zu erzählen hatte.

Lesung im Lädle

Die Begrüßung übernahm Vizepräsident Hansjörg Schönherr. Anschließend legte Dirk Zimmermann vom Belser Verlag in seiner Rede die Motive zur Buchkonzeption dar. Dazu gehörte u.a. aufzuzeigen, wie und wo Menschen aus Stuttgart und dem Umland ihre Freizeit vor 100 Jahren verbrachten und zu dokumentieren, wie aktuell deren Ausflugsziele nach wie vor sind. Anschließend kam Buchautor Engisch selbst zu Wort. In einer Art Bilderrätsel-Show enthüllte der ehemalige Redakteur und Kolumnist der Stuttgarter Nachrichten einige der 15 im Buch beschriebenen Ausflugsziele, u.a. die Wilhelma, die Burg Hohenzollern und die Insel Mainau.

Das vom Belser Verlag in Auftrag gegebene Werk zeigt die Schätze des Landes, die bereits Großeltern und Urgroßeltern entdeckt haben und noch heute Ziel von Wanderern und Ausflüglern sind. Der Autor Helmut Engisch hat die beliebtesten Ziele im Land neu erkundet und ihrem Mythos nachgespürt. In einer unterhaltsamen wie interessanten Zeitreise lädt der Band so zum (Neu-)Entdecken der Heimat ein.

Das Buch gibt es im Lädle des Schwäbischen Albvereins und im Online-Shop unter:

https://sav.akd-data.de/catalog/advanced_search_result.php?keywords=Gro%DFvater&osCsid=0719a9f581e7457b196e9c2c50f344fb&x=0&y=0

 

 

Wie kommt das Zeichen an den Baum?

Veranstaltungen im Landkreis Heidenheim und Reutlingen

Zahlreiche Wanderer nützen das Wanderwegenetz des Schwäbischen Albvereins. Markierungen und Wegzeiger weisen ihnen dabei den Weg. Oftmals sind die Wanderer ohne Wanderkarte unterwegs und verlassen sich auf eine durchgehende und klare Markierung. Doch was steckt hinter diesen Markierungen? Wie kommt das Zeichen an den Baum? Wie sieht praktische Wegearbeit aus?

Am 27. Juni 2015 besteht im Landkreis Heidenheim die Möglichkeit, mit Reinhard Klemp, dem der Hauptwegmeister Süd-Ost des Schwäbischen Albvereins, Wegearbeit hautnah mitzuerleben.

Am 27. Juni 2015 besteht im Landkreis Reutlingen nahe des Gestütshofs St. Johann die Möglichkeit, mit Gerhard Stolz, dem der Hauptwegmeister Süd-West des Schwäbischen Albvereins, Wegearbeit hautnah mitzuerleben.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung wird im Verlauf einer kleinen Wanderung anhand praktischer Beispiele die Arbeit des Wegwartes vorgestellt. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte und Neugierige, welche die Wegearbeit gerne kennenlernen möchten.

Treffpunkt Heidenheim: 27. Juni 2015, 13.00 Uhr, am Wanderparkplatz Dickhölzle an der Zanger Straße bei Heidenheim in Richtung Zang (LK Heidenheim)

http://wege.albverein.net/events/wie-kommt-das-zeichen-an-den-baum-wanderung-mit-dem-hauptwegmeister-suedost/

Treffpunkt Reutlingen: 27. Juni 2015, 13.00 Uhr, Treffpunkt im Hof des Gestütshofes St. Johann (LK Reutlingen)

http://wege.albverein.net/events/wie-kommt-das-zeichen-an-den-baum-wanderung-mit-dem-hauptwegmeister-4/

Kontakt: Katharina Knaup, E-Mail: kknaup@schwaebischer-albverein.de, Tel. 0711-2 25 85-45

Haus der Volkskunst: Tag der offenen Tür und Wanderung durch die Balinger Berge

Der Schwäbische Albverein lädt am Sonntag 21. Juni zum „Tag der offenen Tür“ nach Balingen ein. Dort veranstaltet das Haus der Volkskunst – die Kultureinrichtung des Vereins – einen eindrucksvollen Event mit abwechslungsreichem Tagesprogramm und Einblicken in die historischen Räumlichkeiten des Hauses. In den zwei liebevoll renovierten Gebäuden befinden sich Dauerausstellungen zu Hirtenmusik und Holzindustrie, eine Instrumentenbauer-Werkstatt, Proberäume und anmutig eingerichtete Gästezimmer.

Die Veranstaltung ist gleichzeitig Abschluss der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Volkstanzgruppe Frommern. Das renommierte Tanzensemble glänzt mit internationalen Erfolgen und hoher Jugendbeteiligung. „Die Volkstanzgruppe Frommern ist ein augezeichneter Träger der Jugendarbeit, treibende Kraft im internationalen Kulturaustausch und Veranstalter großer Traditionsfestivals“, erklärt der Vorsitzende des Kulturrats des Schwäbischen Albvereins Manfred Stingel.

Instrumentenwerkstatt

Im Stuttgarter Raum wurde die Frommener Tanzgemeinschaft unlängst bekannt durch ihre Teilnahme am Theaterstück „Das kalte Herz…“ nach einem Märchen von Wilhelm Hauff, welches bisher 25-mal im Stuttgarter Staatstheater aufgeführt wurde.

Passend zum Jubiläum der Volkstanzgruppe weist Stingel auf zwei geführte Wanderungen hin, die am Tag der offenen Tür um 9 Uhr starten. „Beide Wege führen ein Stück durch die Balinger Berge und vermitteln die wildromantische Schönheit der Landschaft rund um Balingen“, so der Vorsitzende des Kulturrats.

Die neuen Beschilderungen dieser beiden Wanderrouten, „Lochenstein-Hörnle-Rundweg“ und „Hirschguldenweg“, werden im Rahmen des Tags der offenen Tür eingeweiht.

Der Schwäbische Albverein mit dem Haus der Volkskunst hat anlässlich des Jubiläums der Volkstanzgruppe Frommern zusammen mit der Stadt Balingen auch eine Broschüre „Balinger Berge“ herausgegeben (http://www.balinger-berge.de/).

Weitere Informationen zum Haus der Volkskunst und der Volkstanzgruppe Frommern unter:  http://hausdervolkskunst.de/

Balinger Berge

Buchpräsentation: Was Großvater schon kannte – Schwäbische Ausflugsziele mit Tradition

Der Belser Verlag Stuttgart und der Schwäbische Albverein e.V. stellen gemeinsam das neue Buch von Helmut Engisch, welches viele historische Details sowohl zu den Kulturgütern als auch zu den landschaftlichen Schönheiten der Schwäbischen Heimat liefert, vor.

Der Buchtitel lautet: „Was Großvater schon kannte – Schwäbische Ausflugsziele mit Tradition“

Die Buchpräsentation findet am Dienstag, 16. Juni 2015 um 19.00 Uhr, im „Lädle“ in der Hauptgeschäftsstelle des Schwäbischen Albvereins, Hospitalstr. 21 B, 70174 Stuttgart statt. Anmeldung ist erforderlich.

Der Autor Helmut Engisch hat die beliebtesten Ziele im Land neu erkundet und ihrem Mythos nachgespürt. In einer unterhaltsamen wie interessanten Zeitreise lädt der Band so zum (Neu-)Entdecken der Heimat ein.

Hier der Link zum Buch in unserem Online-Shop:

https://sav.akd-data.de/catalog/product_info.php?products_id=1255&osCsid=7f25103b8acebe91673dccf636d74f74