Politiker bekommen Hausaufgaben bei der Jugendvertreterversammlung

Perspektiven für Jugendarbeit im Verein gefordert

Bei der Jugendvertreterversammlung der Schwäbischen Albvereinsjugend, die am 8. März in der Nähe von Aalen stattfand, ging es erstmalig um einen offenen politischen Diskurs mit Politikern aus Bundes- und Landtag, sowie dem Vorsitzenden des Landesjugendrings. Die hochrangigen Gäste diskutierten mit dem Jugendgremium über jugendrelevante Vereinsthemen und Perspektiven. Beispielsweise ging es um das Thema „Stärkung des Ehrenamts“, das Bildungszeitgesetz oder um den Kinderschutz.

Den Jugendvertretern war dabei sehr wichtig, dass ein Gespräch auf Augenhöhe stattfindet. Mit einer ungewöhnlichen Sitzordung und einer entspanntenGesprächskultur konnte über folgende Themen offen diskutiert werden:

Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts:

Der Rechtsanspruch auf unbezahlte Freistellung für ehrenamtliche Tätigkeiten von 10 Tagen (bzw. 5 Tagen bei Azubis) pro Jahr darf von betrieblicher Seite nicht aufgeweicht werden. Darüber waren sich alle anwesenden Jugendvertreter und Politiker einig.

„Bundeskinderschutzgesetz“ (BkiSchG):

Mehr Prävention statt mehr Bürokratie lautet eine Forderung der Albvereinsjugend. Beispielsweise, wenn es um die Notwendigkeit einer Einsichtnahme in ein erweitertes Führungszeugnis geht. Ehrenamtliche Jugendliche sollten sich keinem Generalverdacht ausgesetzt fühlen. Die Albvereinsjugend hat schon seit vielen Jahren das Präventions- und Schutzkonzept FAIR.STARK.MITEINANDER in ihren Strukturen etabliert und entwickelt dieses kontinuierlich weiter.

Bildungszeitgesetz:

Einigkeit bei der Jugendvertreterversammlung herrschte auch darüber, dass Weiterbildungen gefördert werden müssen. Jedoch sei das Bildungszeitgesetz noch nicht entsprechend ausgearbeitet, so der Tenor. Eine Forderung der Albvereinsjugend beispielsweise ist, dass Azubis und DHBW Studenten mit den Arbeitnehmern gleichgestellt werden sollten. Roderich Kiesewetter (MdB) machte zudem den Vorschlag, Betrieben, welche das Ehrenamt förderten, Preise zu verleihen. Eine Woche nach der Versammlung ist das Gesetz in Baden-Württemberg nun zwar beschlossene Sache, doch Azubis und DHBW sind Arbeitgebern nach wie vor nicht gleichgestellt.

Prüfungsfreie Semesterferien:

Da gerade Studenten als Teamer bei Jugendfreizeiten fungieren, ist der Schwäbischen Albvereinsjugend Ferienschutz im Sommer sehr wichtig. Brigitte Lösch, Vizepräsidentin des Landtags, erklärte, mit der Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, über eine prüfungsfreie Zeit für Studenten vor allem in den Sommerferien zu sprechen.

Stärkere finanzielle Förderung von Qualifikation im Ehrenamt:

Für die finanzielle Fortbildung Jugendlicher greifen Vereine tief in die Tasche. „Und nicht alle Vereine können sich das leisten“, klagt der Hauptjugendwart der Schwäbischen Albvereinsjugend Michael Neudörffer. Die Förderung durch den Landesjugendplan von derzeit 9,20 Euro pro Teilnehmer und Tag decke bei Weitem nicht die Kosten einer Fortbildung. Die Gesamtkosten, wozu Tagungsräume, Übernachtung und Verpflegung zählten, lägen mindestens viermal höher. Material- und Personalkosten würden bei dieser Aufstellung gar nicht betrachtet.

Die anwesenden Ehrengäste waren:

    • Roderich Kiesewetter (Mitglied des Bundestags, CDU)
    • Brigitte Lösch (Vizepräsidentin des Landtags, GRÜNE)
    • Winfried Mack (Mitglied des Landtags, CDU)
    • Klaus Maier (Mitglied des Landtags, SPD)
    • Reiner Bauer (Vorsitzender des Landesjugendringes, BUND-Jugend)

 

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an: Jugendgeschäftsführerin Katja Hannig, Tel. 0711-22585-74

Die Schwäbische Albvereinsjugend ist die eigenständige Jugendorganisation des Schwäbischen Albvereins. Mit13.000 Mitgliedern ist sie hauptsächlich in Württemberg aktiv. Im gesamten Vereinsgebiet gibt es ca. 150 Kinder- und Jugendgruppen. Dazu kommen umfangreiche Freizeit-, Wander- und Bildungsangebote.

Weitergehende Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter www.schwaebische-albvereinsjugend.de.

Die Jugendvertreterversammlung ist das höchste Gremium der Schwäbischen Albvereinsjugend. Die Versammlungen finden drei Mal im Jahr an unterschiedlichen Orten in unserem Vereinsgebiet statt.

 

 

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Über swaechter

Ich bin freie Journalistin und also solche für die Pressearbeit des Albvereins/Gesamtverein zuständig. Zur Pressearbeit beim Schwäbischen Albverein gehört beispielsweise die Erstellung von Pressemitteilungen und Texten, die Fotobeschaffung, die redaktionelle Arbeit für die Homepage, die Berichterstattung über vereinsinterne Veranstaltungen und Informationsforen, die Zusammenstellung von Presseunterlagen, die Realisierung von Presseterminen und Pressekonferenzen und die Entwicklung von Presseplänen über das Jahr. Außerdem arbeite ich punktuell für verschiedene Verlage als Redakteurin. Weiterhin mache ich projektbezogene Pressearbeit für Unternehmen, Messen sowie Vereine und Verbände. Meine Schwerpunkte sind Umwelt, Naturschutz, Gesundheit, Tourismus, aber auch Facility Management und Kommunaltechnik.