Großer Andrang beim Blumenwiesenfest auf der Alb

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Zum Blumenwiesenfest am Pfingstmontag in St. Johann-Ohnastetten auf der Schwäbischen Alb kamen zahlreiche Besucher, darunter viele junge Familien. Die Kinder konnten ganz unbeschwert durch die vereinseigene Wiese laufen, Blumen pflücken, Insekten beobachten und welche zur Bestimmung sammeln.

Aus Sicht des Naturbeauftragten des Schwäbischen Albvereins Dr. Wolfgang Herter gehört das Betreten und Durchstöbern von Wiesen zur Grunderfahrung eines jeden Heranwachsenden. So würden die Kinder die Vielfalt der Wiesenpflanzen und ihre Bedeutung als Nahrungs- und Brutfläche, Lebens- und Schutzraum vieler Tiere auf kindgemäße Weise kennenlernen und langfristig schätzen.

Nach eingehender Naturbeobachtung unter Zuhilfenahme von Fangnetzen und Becherlupen wurde zum Abschluss gemeinsam gegrillt. Für ihre interessierte Mitarbeit beim umweltpädagogisch begleiteten Kinderprogramm erhielten die Kinder im Anschluss kleine Geschenke.

„Die Wiesen auf dem flachgründigen Boden des Kleinen Bühls bei Ohnastetten stecken voller Leben“, erklärte Herter. Schätzungsweise an die achtzig Pflanzenarten und rund 1000 Tierarten finden sich auf so einer Wiese: Vom Roten Wiesenklee, Zottigem Klappertopf, Witwenblume, Wegerich bis hin zum Salbei und zur Margerite. Vom Schachbrettfalter, der Feldgrille, bis hin zur Kreuzspinne.

Der Albverein unterhält in Ohnastetten und Würtingen rund 8,5 Hektar artenreicher Blumenwiesen. „Uns ist es wichtig, solche Wiesen der traditionellen Art entsprechend mähen zu lassen. Nur so können sie erhalten werden«, so Herter. „Es gilt, unsere wertvolle Natur- und Kulturlandschaft langfristig zu sichern“.

Zum Erhalt der geschützten, artenreichen Blumenwiesen sind auch verbesserte politische Weichenstellungen erforderlich, zum Beispiel zur ausreichenden Förderung der Bewirtschafter um dem wirtschaftlichen Druck von Biogasbetrieben und anderen Stand halten zu können. Aus diesem Grund hat der Schwäbische Albverein eine Resolution „Rettet die Blumenwiesen“ verabschiedet und diese anlässlich des Landesfestes am 9. Mai 2015 Ministerpräsident Kretschmann persönlich überreicht.

http://albverein.net/2015/05/10/rettet-die-blumenwiesen/

Blumenwiesenfest am Pfingstmontag auf der Alb

Blumiger und duftiger Spaß für Jung und Alt

Der Schwäbische Albverein bietet traditionell im Frühsommer, kurz vor der ersten Mahd, Blumenwiesenfeste für Kinder und Erwachsene an. Wiesenblumenliebhaber aller Altersstufen sind zu diesen kleinen botanischen und zoologischen Wanderungen herzlich eingeladen.

Am Pfingstmontag, 25. Mai 2015, findet ein solches Blumenwiesenfest auf der Alb bei St. Johann-Ohnastettten statt. Der Naturschutzbeauftragte des Schwäbischen Albvereins, Dr. Wolfgang Herter, wird die Vielfalt der Wiesenpflanzen, die auf dem Vereinsbesitz blühen, aufzeigen und besprechen. Ebenso werden die auf der Wiese lebenden Insekten erkundet.

Im Anschluss an Naturbeobachtung, Spiel und Spaß besteht die Möglichkeit zu grillen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Ganz besonders willkommen sind junge Familien. Ein wichtiger Aspekt bei den Blumenwiesenfesten sei, dass die Kinder die Wiesen auch betreten dürften, so Herter. Da unmittelbar nach den Blumenwiesenfesten gemäht würde, sei ohnehin kein Flurschaden zu befürchten.

Bunte, artenreiche Blumenwiesen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch Nahrungs- und Brutfläche, Lebens- und Schutzraum vieler Tiere. Darüber hinaus bieten Wiesen beliebte und unverzichtbare Erholungsräume für den Menschen.

Blumenwiesenfest bei St. Johann-Ohnastetten am 25. Mai 2014, 10.30 Uhr.

Treffpunkt: Parkplatz am Friedhof am Ortsausgang Ohnastetten Richtung Holzelfingen, rechts (Richtung Stahleck)

Weitere Einzelheiten zum Fest: Werner Breuninger, Naturschutzreferent, Tel. 0711/22585-14 erhältlich.

Der Schwäbische Albverein hat 2013 den Landesnaturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg für die seit 2003 bestehenden Blumenwiesenfeste erhalten. Damit wurde ihre Bedeutung für eine generationenübergreifende Bewusstseinsbildung in Sachen Naturschutz ausgezeichnet.

Zum Thema Blumenwiesen ist im Verlag des Schwäbischen Albvereins die zweite Auflage des Sachbuchs „Blumenwiesen – Eine Handreichung für Naturfreunde und Wanderer“ von Prof. Dr. Theo Müller erschienen.

 

 

Einweihung von Informationstafeln beim „Möhringer Hexenweg“

Das Streuobstwiesengebiet „Rohrer Weg“ im Südwesten von Stuttgart-Möhringen ist nicht nur wunderschön, sondern naturkundlich äußerst bedeutsam.

Auf Initiative des Regierungspräsidiums Stuttgart konnten fünf großformatige Informationstafeln in Auftrag gegeben werden. Diese werden nun als Bestandteil des so genannten „Möhringer Hexenwegs“ eingeweiht.

Zur Einweihungsfeier mit kurzem Spaziergang möchten wir Sie als Pressevertreter sehr herzlich einladen.

Uhrzeit: 20. Mai 2015, 15.45 Uhr

Treffpunkt: Möhringen, Udamstraße an der Sindelbachbrücke

Die Finanzierung der Tafeln erfolgte durch die „Stiftung Franz und Rosina Greiling“ (4 Tafeln) und durch das RP Stuttgart (1 Tafel).

Grußworte:

Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Schwäbischen Albvereins und Vorsitzender der Greiling-Stiftung

  • Bezirksvorsteher Jürgen Lohmann
  • Franz Greiling

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um eine kurze Rückmeldung per Mail an presse@schwaebischer-albverein.de.

Resolution „Rettet die Blumenwiesen“ an MP Kretschmann überreicht

Am Muttertag werden traditionell bunte Blumensträuße verschenkt, so viele wie kaum an einem anderen Tag im Jahr. Besonders beliebt – bei Kindern und Müttern – sind die selbst gepflückten.

Doch: „Der Bestand der Blumenwiesen hat in den letzten 20 Jahren in erschreckendem Maß abgenommen“, weiß Vizepräsident Reinhard Wolf. Nicht zuletzt durch Überdüngung oder veränderte Wiesenbewirtschaftung.

Zwar gibt es seit 1992 einen durch die EU festgelegten gesetzlichen Schutz zum Erhalt von Blumenwiesen in Form der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH). „Jedoch hat diese gesetzliche Vorlage kaum Schlagkraft und wird einfach zu lax gehandhabt“, klagt Wolf.

Während der Hauptversammlung des Albvereins am Muttertag überreichte der Präsident des Schwäbischen Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, deshalb dem als Festredner geladenen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann eine Resolution zum Schutz der Blumenwiesen mit dem Titel „Rettet die Blumenwiesen“.

Eine ausführliche Information zur Situation der Blumenwiesen finden Sie auf unserer Homepage unter: www.albverein.net

 

 Blumenwiesenfest, Bildautor: Werner Breuninger

Blumenwiesenfest, Bildautor: Werner Breuninger