Flüchtlinge als Helfer in der Landschaftspflege

So sieht praktische Flüchtlingshilfe beim Schwäbischen Albverein aus: 16 junge Afrikaner helfen seit Oktober bei Landschaftspflegearbeiten im Großen Lautertal mit.

Ein Einsatzort dabei ist die zehn Hektar große Wacholderheide am Bürzel bei Gundelfingen. Die Arbeiten am Steilhang sind anstrengend und erfordern Trittsicherheit.

Am Freitag, dem 11. Dezember 2015, konnten sich Presse- und Behördenvertreter bei einem Ausflug ins Gelände ein Bild davon machen.

Die Flüchtlinge, die große Mengen Schnittgut aus dem Gelände räumten, wirkten motiviert und guter Laune. „Sie profitieren von einem geregelten Tagesablauf und entfliehen der Eintönigkeit in ihrer Unterkunft“, weiß Paul Jörg, Vorsitzender der Ortsgruppe Gundelfingen und Initiator des Projekts.

Nachdem im Oktober 250 Flüchtlinge in einer ehemaligen Militäreinrichtung bei Münsingen untergebracht worden waren, wollte er helfen. „Schließlich brauchen diese Menschen eine Struktur und eine Aufgabe. Zudem lernen sie in der Gemeinschaft mit Einheimischen leichter deutsch und fühlen sich besser und schneller integriert.“, erklärt Paul Jörg.

Er konnte seine Ortsgruppe überzeugen, sich in Sachen Flüchtlingshilfe zu engagieren. Ehrenamtliche holen seither die Flüchtlinge täglich in ihrer Unterkunft ab und bringen sie am späten Nachmittag zurück. Mittlerweile wurde für den Transport sogar ein eigenes Fahrzeug angeschafft.

Rechtlich ist alles in trockenen Tüchern. Jeder Flüchtling darf 100 Stunden pro Monat arbeiten. Die Erlaubnis wurde vom Kreissozialamt eingeholt. Die Flüchtlinge bekommen dabei eine gesetzlich vorgeschriebene Aufwandsentschädigung von 1,05 pro Stunde. Finanziert wird das Projekt über Fördergelder aus der Landschaftspflegerichtlinie, welche jährlich beantragt werden können.

„Das Projekt ist für alle Beteiligten und nicht zuletzt für den Erhalt der Kulturlandschaft ein großer Gewinn“, erklärt Vizepräsident Hansjörg Schönherr. Er zeigte sich begeistert von der Aktion und sagte: „Wir als Schwäbischer Albverein sind stolz auf dieses beeindruckende Integrationsprojekt“.

Nun ermutigt er auch andere Ortsgruppen, ebenfalls auf Flüchtlinge zuzugehen und Kooperationsprojekte im Bereich Naturschutz ins Leben zu rufen.

An Einsatzmöglichkeiten mangelt es vermutlich nicht. Schließlich verfügt der Schwäbische Albverein über knapp 200 Hektar Naturschutzgrundbesitz. Speziell bei der Pflege von steilen Wacholderheiden ist viel Handarbeit nötig, um das Verbuschen landschaftsprägender Heideflächen zu verhindern und so die für den Lebensraum typischen wärmeliebenden Pflanzen zu schützen.

Nähere Informationen zum Projekt und wie man ein solches ins Leben ruft gibt es beim Vorsitzenden der Ortsgruppe Gundelfingen, Paul Jörg: Tel. Nr. 07383 / 1516, E-Mail: Fam_Joerg@t-online.de

 Umweltpreis der Stadtwerke Tübingen 2016:

Für das Projekt „Flüchtlinge helfen bei der Pflege von Wacholderheiden“ hat die Ortsgruppe Gundelfingen auch den ersten Platz gemacht und ein Preisgeld von 5000 Euro erhalten.

Pressespiegel:

GEA

Alb-Bote

Familienprogramm 2016 – prall gefüllt mit Leben

Der Schwäbische Albverein, Fachbereich Familie, freut sich, sein Familienprogramm 2016 zu präsentieren. Auf 60 Seiten wird unter dem Motto „Lust auf Natur? Raus ins Glück!“ eine bunte Vielfalt an Aktivitäten angeboten, die ihresgleichen sucht.

Das Jahresprogramm ist prall gefüllt mit Aktivitäten und Veranstaltungen, die das Familienleben fördern und Naturerlebnisse ermöglichen. Dazu gehören Freizeiten, Lehrgänge, Eltern-Kind-Seminare sowie Veranstaltungen nur für Kinder.

Das neue Jahr startet beispielsweise mit Schneeschuhwandern im Januar und dem Familienspaß WinterWunderWald im Februar.

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Weitere aufregende Veranstaltungen 2016 sind Geocachingabenteuer, eine Schatztour für Väter und Kinder oder die Erlebniswochenenden „Die Natur ruft“ und „Bushcraft Basics“. Hierbei geht es um das Übernachten sowie den Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten in freier Natur, wie er in frühester Vergangenheit üblich und überlebenswichtig war. Auch für kleine Kinder gibt es bereits tolle Angebote, zum Beispiel einen Walderlebnistag.

Zudem findet auch 2016 wieder ein Schnupperlehrgang „Disc-Golf“ statt. Hierbei muss man mit einer Scheibe in so genannte Disc-Catcher treffen. Beim Durchlaufen eines Geländeparcours mit mehreren Catchern sollte man so wenige Würfe wie möglich benötigen.

Auch beim Landesfest in Winnenden am 7. und 8. Mai 2016 ist die Albvereinsfamilie aktiv vertreten. Zum Beispiel mit einer Kletterwand und einem Märchenprogramm.

„Das Veranstaltungsspektrum ist 2016 besonders üppig“, freut sich Hauptfamilienwartin Sabine Wuchenauer. „Ein pädagogisches Team sorgt seit einigen Monaten für die Unterstützung der Familiengruppen vor Ort und bietet eine Vielzahl neuer Aktivitäten.“

Familienarbeit wird immer wichtiger

Seit rund 20 Jahren ist die Familienarbeit im Verein als eigenständige Abteilung vorhanden. Derzeit sind rund 16.500 Familienmitglieder oder ca. 4000 Familien als Mitglieder registriert. Ein Großteil der rund 570 Ortsgruppen bietet ein vielfältiges Spektrum an Aktivitäten für die ganze Familie.

„Das Besondere ist, dass mit dem Albverein Erlebnisse möglich sind, die im privaten Alleingang oft nicht machbar sind“, betont Wuchenauer. Die Albvereinsfamilie sei eine Art Interessengemeinschaft zur naturorientierten Freizeitgestaltung und zur Pflege sozialer Kontakte mit Gleichgesinnten.

Am vielfältigen Familienprogramm kann jeder teilhaben. Wer Interesse hat, sollte sich allerdings rechtzeitig anmelden. Vereinsmitglieder zahlen bei kostenträchtigen Veranstaltungen oder Übernachtungen im Vergleich zu Nichtmitgliedern einen ermäßigten Beitrag.

Das aktuelle Familienprogramm findet man auf unserer Homepage unter dem Menüpunkt Familien als Click to Read Dokument. http://familien.albverein.net/jahresprogramm/

Weitere Pressemitteilungen finden Sie unter: http://presse.albverein.net/

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