Plochingen: Kindergartenkinder erhalten deutsches Wanderabzeichen

Die Zusammenarbeit von Familien- und Ortsgruppen von Wandervereinen mit Kindergärten und Kindertagesstätten (Kita) steht im Fokus des Projekts „Gesundheitswandern für Kinder und Familien“ des Deutschen Wanderverbands.

Der Kindergarten Bühleiche in Plochingen ist eines von vier deutschen Modell-Tandems aus Kita und Familiengruppe, die am Projekt teilnehmen. Unterstützung gibt es seitens der Orts- und Familiengruppe Plochingen.

So kommt Gesundheitswanderführerin Petra Rauchfuß regelmäßig einmal pro Woche in die Kita, um mit den Kindern altersentsprechende Wanderungen zu unternehmen. Vor allem freies Spielen im Wald und auf dem Feld, aber auch Kartenlesen und Picknicks gehören zum Programm.

Dieses Jahr haben die Kinder des Plochinger Kindergartens bereits 100 Wanderkilometer erreicht. Dafür erhalten sie nun das Wanderabzeichen in Bronze, das ihnen auf der Hauptversammlung am 25. Juni in Plochingen feierlich vom Präsidenten des Schwäbischen Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß überreicht wird.

Weitere Informationen bei: Karin Kunz, Tel. 0722-2258526, E-Mail: kkunz@schwaebischer-albverein.de

Hauptversammlung Plochingen

Albverein rüstet sich für die Zukunft

Der Schwäbische Albverein lädt zur Hauptversammlung nach Plochingen ein.

Termin: Sonntag, 25. Juni 2017, 10 Uhr, Stadthalle Plochingen.

Ein besonderes Highlight wird u.a. die Auszeichnung der Kinder des evangelischen Kindergartens Bühleiche Plochingen mit dem Deutschen Wanderabzeichen in Bronze (für 100 km / Jahr) sein. Der Plochinger Kindergarten ist Teilnehmer am Projekt „Gesundheitswandern für Familien, Kids und Kitas“, welches der Deutsche Wanderverband Ende 2016 ins Leben gerufen hatte.

Die Eröffnung und Begrüßung erfolgt durch Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Er war am 6. Mai 2017 vom Hauptausschuss des Vereins für weitere vier Jahre in seinem Amt als Präsident des Schwäbischen Albvereins bestätigt worden.

Die Festansprache erfolgt durch den Vertreter der Landesregierung, Staatssekretär Volker Schebesta MdL, Kultusministerium.

Zum 16. Mal wird Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß mit dem Bericht des Präsidenten vor der Mitgliederversammlung des Schwäbischen Albvereins stehen.

Folgende Inhalte stehen im Fokus:

  • Strategien zur Zukunftssicherung des Vereins, z.B. Ü30-Wandern und Familiengruppengründung.
  • Bedeutung des Erwerbs besonderer Wanderkompetenzen durch die Wanderführerausbildung.
  • Gesundheitsprophylaxe durch Gesundheitswandern.
  • Bedeutung der ehrenamtlichen Wegearbeit.
  • Förderung des Schulwanderns und Schulwanderwettbewerb des Albvereins unter der Schirmherrschaft von Gerlinde Kretschmann.

Neben der Hauptversammlung finden zwei hoch interessante Workshops (zur Wanderführerausbildung und zur Systematik der Wegbeschilderung) statt, zu der wir Sie ebenfalls herzlich einladen: Informationen hier

Den Ablaufplan zur Hauptversammlung finden Sie hier

Prämierung des 2. Schulwanderwettbewerbs

bienenwaben amselbild bilder-schulwanderwettbewerb

Der Schwäbische Albverein hat im Herbst 2016 zum zweiten Mal einen Schulwanderwettbewerb ausgeschrieben. Die Prämierung der detaillierten und kreativen Arbeiten findet nach der Hauptversammlung am 25. Juni 2017 um 13.30 Uhr vor der Steingießerei im Dettinger Kulturpark in Plochingen statt.

Schulen und Kindergärten rund um Plochingen waren aufgefordert unter dem Motto „Komm mit – wir wecken den Frühling“ zu wandern, die Natur zu entdecken und dies zu dokumentieren.

Neben der Burgschule Plochingen, die sich mit sieben verschiedenen Klassen und einer AG beteiligte, nahmen die Freie Aktive Schule Esslingen-Weil und aus dem Vorschulbereich der evangelische Kindergarten Bühleiche aus Plochingen teil.

Ziel der Aktion sollte es sein, möglichst viele Kinder zum Wandern zu motivieren, ihnen ihre Heimat ans Herz zu legen und sie den Frühling mit allen Sinnen erleben zu lassen.

Bewertet wurden neben der Originalität der Dokumentationen auch die Umsetzung des Mottos „Komm mit – wir wecken den Frühling“. Ein weiteres wichtiges Kriterium war, ob die Dokumentationen von den Kindern selbst erstellt wurden.

Aus allen Dokumentationen geht hervor, dass die Kinder großen Spaß hatten. Es wurden Blumen gepflückt, Kränze gebunden, Bienenwaben nachgebaut, Bilder aus Naturmaterialien gebastelt, Fotos geschossen, Pflanzen bestimmt und vieles mehr.

Für die Jury, zu welcher auch der Plochinger Bürgermeister Frank Buß gehört, war es eine schwierige Aufgabe, all die tollen Ergebnisse zu bewerten.

Die Schirmherrschaft des diesjährigen Schulwanderwettbewerbs hat erneut Frau Gerlinde Kretschmann übernommen.

Aktionstag Gesundheitswandern

gesundheitswandern-Foto: M. Dippon

Bereits zum vierten Mal findet am Samstag, den 1. Juli 2017 ein „Aktionstag Gesundheitswandern“ des Schwäbischen Albvereins statt. Dieses Mal in Kooperation mit der AOK Baden-Württemberg. Treffpunkt ist die Landvolkshochschule Wernau.

Zu diesem Aktionstag möchten wir alle einladen, die es bereits wissen oder die erfahren wollen, wie viel Spaß Gesundheitswandern macht. Am Vormittag starten drei Gesundheitswanderungen: um 10 Uhr, um 10.30 Uhr und um 11 Uhr. Die Strecken betragen jeweils 5 km und die Wanderungen dauern zwei Stunden. Am Nachmittag stehen ab 14 Uhr Mitmachaktionen sowie ein Vortrag zu den Themen Ernährung, Fitness und Prävention auf dem Programm.

„Gesundheitswandern ist kein reines Wander-, sondern vielmehr ein moderates Sportangebot. Es kombiniert kurze Wanderungen mit gezielten Trainingseinheiten zur Muskelkräftigung, Mobilisation und Entspannung“, erklärt die Geschäftsführerin der Heimat- und Wanderakademie im Schwäbischen Albverein, Karin Kunz.

Für die Organisation ist eine Anmeldung erwünscht, aber auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen.

Kontakt und Anmeldung:

Schwäbischer Albverein, Karin Kunz, E-Mail:

Weitere Informationen unter:
http://wandern.albverein.net/gesundheitswandern/

Wimpelwanderung nach Plochingen

wimpelwandergruppe-schwaebischer-albverein

Auch ohne die Austragung eines Landesfests gibt es in diesem Jahr eine Wimpelwanderung des Schwäbischen Albvereins, und zwar von Winnenden nach Plochingen. Bereits seit dem Jahr 2011 findet jedes Jahr eine solche Wimpelwanderung statt. Sie führt vom Austragungsort des letzten Landesfests zum nächsten. Die in der Regel mehrtägigen Wanderungen finden unter Leitung des Wanderführers und Stifter des Wanderwimpels, Eugen Kramer, statt. Das erste Wimpelband wurde 2010 beim Landesfest in Bad Urach an den Wimpelhalter gehängt. Mittlerweile sind es sieben Wimpelbänder, das achte Band wird nach der Hauptversammlung in Plochingen am 25. Juni 2017 angebracht.

Die diesjährige Wimpelwanderung mit rund 25 Teilnehmern führt von Winnenden aus über Großheppach, Beutelsbach, Schnait, über den Schurwald, Bühleiche zum Stumpenhof nach Plochingen, wo im Jahr 1888 der Schwäbische Albverein gegründet wurde. Der Wimpel soll bis zum nächsten Landesfest in Kirchheim/Teck (9./10.6.2018) im Plochinger Rathaus aufbewahrt werden. Dazu soll der Wimpel während der Hocketse nach der Hauptversammlung feierlich an Bürgermeister Frank Buß übergeben werden. Die Wandergruppe startet am 23. Juni am Marktplatz in Winnenden, wo Bürgermeister Norbert Sailer den Wimpelstab an Eugen Kramer übergibt. Nach einer zweitägigen Wanderung wird die Wimpelwandergruppe am späten Nachmittag des 24. Juni 2017 am Plochinger Jubiläumsturm ankommen und vom Vorstand des Schwäbischen Albvereins sowie Repräsentanten des Esslinger Gaues und der Ortsgruppe Plochingen in Empfang genommen.

 

Schulwanderführerzertifikat zum 100. Mal verliehen

Am Mittwoch, 24. Mai, wurde in Weil der Stadt das 100. Schulwanderführerzertifikat in Baden-Württemberg überreicht. Die Leiter der Heimat- und Wanderakademie Hans-Martin Stübler (Schwarzwaldverein) und Karin Kunz (Schwäbischer Albverein) übermittelten Grüße des Kultusministeriums und der Albvereinsbotschafterin für das Schulwandern, Frau Gerlinde Kretschmann. Diese wünschten den zertifizierten Schulwanderführern viel Erfolg für ihre weitere Arbeit.

100. Zertifikat Schulwandern

Bereits seit einiger Zeit bietet die Heimat- und Wanderakademie (HWA) Baden-Württemberg mit großem Erfolg die Ausbildung zum zertifizierten Schulwanderführer/-in an.

Um einen solchen vom Deutschen Wanderverband anerkannten Abschluss zu erhalten, müssen interessierte Lehrkräfte oder Wanderführer an einer dreitägigen Ausbildung teilnehmen. Diese orientiert sich stark an den neuen Bildungsplänen mit den Schwerpunkten „Nachhaltige Entwicklung“, „Natur erleben“, „Prävention und Gesundheit“ sowie „Integration“. „Das sind genau die Ziele, die sich beim Wandern optimal umsetzen lassen“, erklärt Karin Kunz.

„Bereits das Projekt „Draußenschule“ des Deutschen Wanderverbands, an welchem auch eine Stuttgarter Schule teilgenommen hat, macht deutlich, wie positiv sich das „Draußenlernen“ auf die Konzentrationsfähigkeit der Kinder auswirkt“, so der Präsident des Deutschen Wanderverbands und des Schwäbischen Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. „Das Stresshormon Cortisol wird durch Bewegung in der Natur abgebaut. Vernetztes Denken wird geschult“, erörtert der Mediziner und Pharmazeut. „Bei der Ausbildung zum zertifizierten Schulwanderführer werden Lehrkräfte ermutigt, den Außenraum in ihren Unterricht miteinzubeziehen“.

Die Heimat- und Wanderakademie ist die gemeinsame Bildungseinrichtung des Schwäbischen Albvereins und des Schwarzwaldvereins. Weitere Informationen zur Ausbildung findet man unter http://www.wanderakademie.de/weiterbildung/miz-zugang-schulwandern/index.html

 Unterstützen Sie unseren Verein und unsere Arbeit, indem Sie für ihn werben. Hier der link zu unseren Freianzeigen: http://design.albverein.net/freianzeigen/

Blumenwiesenfest auf der Schwäbischen Alb

Lehrreiches Vergnügen für Jung und Alt

Der Schwäbische Albverein bietet traditionell im Frühsommer, kurz vor der ersten Mahd, Blumenwiesenfeste für Kinder und Erwachsene an. Wiesenblumenliebhaber aller Altersstufen sind zu diesen kleinen botanischen und zoologischen Wanderungen herzlich eingeladen.

In diesem Jahr findet der beliebte Naturschutz-Event am 20. Mai auf dem Albvereinsgrundbesitz „Kleiner Bühl“ bei St. Johann-Ohnastetten statt.

Treffpunkt: St. Johann-Ohnastetten, Parkplatz am Friedhof am Ortsausgang Richtung Holzelfingen um 10.30 Uhr

Kleiner Fuchs, K. Heine

Dr. Matthias Stoll von der Uni Tübingen wird die Vielfalt der Wiesenpflanzen, die auf dem Vereinsbesitz blühen, aufzeigen und besprechen. Ebenso werden die auf der Wiese lebenden Insekten erkundet. Der Umweltpädagoge Thomas Klingseis sorgt mit Hilfe allerlei Expeditions-Equipment für ein lehrreiches Wiesenabenteuer.

Im Anschluss an die Naturbeobachtungen besteht die Möglichkeit zu grillen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Ganz besonders willkommen sind Kinder und junge Familien. Es wird empfohlen, Becherlupen mitzubringen.

Ein wichtiger Aspekt bei den Blumenwiesenfesten ist, dass die Kinder die Wiesen auch betreten dürfen. Da unmittelbar nach den Blumenwiesenfesten gemäht wird, ist auch kein Flurschaden zu befürchten.

Der Schwäbische Albverein ist seit 1994 anerkannter Naturschutzverein und hat 2013 den Landesnaturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg für die seit 2003 stattfindenden Blumenwiesenfeste erhalten. Damit wurde ihre Bedeutung für eine generationenübergreifende Bewusstseinsbildung in Sachen Naturschutz ausgezeichnet.

 Freianzeigen u.a. zum Thema Naturschutz finden Sie unter: http://design.albverein.net/anzeigenvorlagen-freianzeigen/

Mit einer kostenlosen Veröffentlichung unterstützen Sie unseren Verein und den Naturschutz.

Pressemitteilung: Präsidium neu gewählt

Am 6. Mai 2017 wurde der Präsident des Schwäbischen Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, im Rahmen der Sitzung des Hauptausschusses für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Er lenkt bereits seit 16 Jahren die Geschicke des Vereins und ist seit 45 Jahren aktives und äußerst engagiertes Vereinsmitglied. Von 1997 bis 2001 war er Gauvorsitzender des Esslinger Gaus. Im Anschluss übernahm er die Präsidentschaft des Gesamtvereins. 2014 erhielt er die goldene Ehrennadel des Vereins. Nun wurde der studierte Mediziner und Pharmazeut mit großer Mehrheit wieder gewählt. Neben der anspruchsvollen und zeitintensiven ehrenamtlichen Tätigkeit als Präsident des Schwäbischen Albvereinst ist Rauchfuß seit 2007 auch Präsident des Deutschen Wanderverbands. Zudem ist er Stadtrat in Plochingen und stellvertretender Bürgermeister.

Als einer der beiden Vizepräsidenten wurde der ehemalige Präsident des Landesvermessungsamts, Hansjörg Schönherr, für weitere vier Jahre gewählt. Er ist seit dem Jahr 2000 Beisitzer im Vorstand und seit 2008 stellvertretender Präsident.

Neu im Führungsteam ist der 53-jährige Thomas Keck. Er ist von Kindesbeinen an Mitglied im Schwäbischen Albverein und gilt als äußerst engagiert. Als Vorsitzender der Ortsgruppe Betzingen und des fast 10.000 Mitglieder zählenden Lichtenstein-Gaus ist er schon bisher ein wichtiger Weichensteller innerhalb des Albvereins. Er ist kommunalpolitisch aktiv (Stadtrat) und zudem auch Bezirksbürgermeister des Reutlinger Stadtteils Betzingen.

Sein vorrangiges Ziel ist die Gestaltung der Zukunftsfähigkeit des Vereins.

 

 

MundArtFestival 2017 in der Stuttgarter Liederhalle

Das „MundArtFestival“ des Schwäbischen Albvereins in der Stuttgarter Liederhalle, welches seit 16 Jahren gemeinsam mit dem Silberburg-Verlag veranstaltet wird, fand auch am 21. April 2017 wieder eine große Fangemeinde: Der 400 Plätze zählende Schillersaal war so gut wie ausverkauft. Die Schwäbischen Anekdoten und die hochkarätige Unterhaltungsmusik fanden bei den Zuhörern enormen Anklang.

HeiliXBlechle  Präsidentenauftritt Mundartfestival 17  Künstler Mundartfestival 2017

Bei seiner Begrüßung lobte Organisator Helmut Pfitzer die hervorragenden Dialektkünstler im Land. Er machte darauf aufmerksam, dass Humor auf Schwäbisch über viele Facetten verfügt und die im Anschluss auftretenden Künstler einen eindrucksvollen Überblick über die schwäbischen Kunststile verschaffen.

Vortragskünstler Wolfgang Wulz trat zuerst auf die Bühne. Er ist bekannt für seine Ortsnecknamen, von denen er 300 bis 400 parat hat. Zum Beispiel seien die Heidenheimer bekannt als „Knöpfleswäscher“. Die Story basiert darauf, dass eine brave Ehefrau während der großen Armut des 19. Jahrhunderts ihrem an der Werkbank schaffenden Mann selbst gekochte „Knöpfle“ (Hefeknödel) zum Mittagessen vorbeibringen wollte, diese aber auf den Boden fielen und das Weib sie deshalb in der Brenz wusch. Der Spion aus Aalen beobachtete sie dabei und brachte so die Geschichte in Umlauf. Eine andere Geschichte spielte sich in der Nähe von Böblingen ab, in Ehningen. Dort brütete der Küfer Enteneier aus, da er während seiner Bettlägerigkeit ja sonst zu nichts nutze war. So zumindest sah das seine Frau und jubelte ihm die Eier unter. Seitdem heißen die Ehninger Entenbrüter. Einen weniger schmeichelhaften Ortsspitznamen haben die Aidlinger. Das seien, so Wulz, die „Bachscheißer“. Hintergrund ist der, dass der Büttel des Ortes einst ein öffentliches Verbot für „das Bescheißen des Baches während der Mostzeit“ verkündete.

Nach den ebenso lustigen wie derben Ergüssen des Knöpfleswäschers Wolfgang Wulz stand das Blechbläserquartett HeiliXblechle auf dem Programm. Diese unterhaltsame schwäbische „Boygroup“ brachte Schwung in den Schillersaal. Sie offenbarte ein breites Repertoire von A Capella über Tanz- und Unterhaltungsmusik bis hin zu höfischen Klängen. In den musikalisch unterlegten Erzählungen ging es um bekannte schwäbische Geschichten, wie zum Beispiel um die Hintergrundstory des Lieds „Auf der Schwäbischen Eisenbahn“. Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und Vizepräsident Hansjörg Schönherr dienten dabei als lebende Diaprojektoren, indem sie die Tafeln mit den selbsterklärenden Zeichnungen ins Publikum hielten. Zum Beispiel ein Plakat mit einer Ziege, die am Zug festgebunden war und später eines mit nur noch einem Ziegenkopf, der an einer Leine festgebunden am Ende des Zuges hing.

Zu guter Letzt gab der badische Nationaldichter Harald Hurst einen Streifzug durch seine unzähligen Bücher zum Besten. Dabei machte er sich über den Bau- und Sanierungswahn mancher Schwaben lustig, die so viel an ihrer Wohnqualität basteln, dass sie eigentlich gar nicht mehr zum Wohnen kommen oder über die unsäglichen Begegnungen mit Hundebesitzern, deren kleiner Liebling niemals beißen würde, wenn, dann höchstens zwicken.

Alles in allem ging um 22 Uhr ein lustiger und unterhaltsamer Kleinkunstabend zu Ende.

Das Thema „Mundart“ hat beim Schwäbischen Albverein eine langjährige Tradition. Der Mundartkünstler Helmut Pfitzer hob im Jahr 2000 die Idee aus der Taufe, regelmäßige Kleinkunstveranstaltungen mit mundartbezogener Musik und Literatur zu etablieren. Mittlerweile gibt es im Vereinsgebiet fast 30 Mundartbühnen, die unterhaltsame Kleinkunst auf hohem Niveau anbieten.

 Das Mundartfestival findet einmal im Jahr statt. Die traditionelle Musik- und Poesieveranstaltung wird vom Schwäbischen Albverein zusammen mit dem Silberburg-Verlag veranstaltet. 

Alle weiteren Mundart-Veranstaltungen sind auf der Homepage des Schwäbischen Albvereins nachzulesen: http://heimat-kultur.albverein.net/mundart-musik/

Großes Wanderführertreffen in Löwenstein

Über hundert Wanderführerinnen und Wanderführer aus ganz Baden-Württemberg haben sich am Wochenende 8./9. April in der Evangelischen Tagungsstätte in Löwenstein getroffen.

p1050078_kl-etl p1050075_kl-wafue-osterbrunnen p1050068_kl-wafue-klinge

In der herrlichen Landschaft der Löwensteiner Berge konnten die Wanderführer des Schwäbischen Albvereins und des Schwarzwaldvereins ein attraktives Programm genießen. Begrüßt wurden die Gäste, u.a. vom Löwensteiner Bürgermeister Klaus Schifferer.

Erlebnisreiche Exkursionen und Workshops

Am Samstag luden verschiedene Exkursionen dazu ein, die Gegend kennenzulernen. Außerdem wurden einige Workshops angeboten: So stellte Bernhard Drixler, Geschäftsführer des Schwäbisch-Fränkischen Walds den Naturpark vor, Christoph Spieles vom Naherholungszweckverband den Breitenauer See.

Darüber gab es Workshops, in denen die Wanderführer und Wanderführerinnen Tipps für ihre Führungen erhielten, z.B. im Bereich der Landschaftsinterpretation, im Zusammenhang mit Rechts-/Versicherungsfragen, aber auch im Hinblick auf die Ansprache verschiedener Zielgruppen. Auch „Wandern und Singen“ wurde angeboten.

Bei den Exkursionen ging es u.a. darum, den Wanderführern neue Ideen zu vermitteln. Beispielsweise wurden Kräuter bestimmt und Methoden der Landschaftsinterpretation ausprobiert. Naturerleben im Wald mit „Herz, Kopf und Hand“ stand genauso auf dem Programm wie eine Führung mit Kostprobe im Weinberg. Beim Gesundheitswandern erfuhr man viel darüber, was Prävention und Wandern miteinander zu tun haben.

Weitere lehrreiche Programmpunkte gab es am Sonntag, wie das  Schulmuseum in Obersulm, ein Ausflug nach Löwenstein und zum „Hohlen Stein“.

Wanderführer haben enorme Aufgaben

Die Aufgaben der ehrenamtlichen Wanderführer und Wanderführerinnen sind vielseitig und oft auch sehr arbeitsintensiv. Die Anforderungen der Vereine, der Mitwanderer und der Gesellschaft werden immer höher. Die Angebote sollen flexibel sein und unterschiedliche Zielgruppen anlocken, aber langjährige Teilnehmer nicht vergrault werden. Nichtmitglieder sollen geworben, aber den Mitgliedern ihre altbewährten Angebote gelassen werden. Neue Marketingmethoden gilt es zu nutzen, soziale Kompetenz zu demonstrieren und jede Wanderung soll möglichst zum „Event“ werden.

„Es ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit, dass sich trotz der hohen Ansprüche so viele engagierte und motivierte Menschen in unseren Vereinen dafür einsetzen, Menschen in die Natur zu führen, unsere Heimat zu zeigen und Landschaften erlebbar zu machen“, betont die Geschäftsführerin der Heimat- und Wanderakademie Karin Kunz