Faszination Moore

Der Schwäbische Albverein beleuchtet in Seiner neuen Broschüre die Entwicklung und Bedeutung des Ökosystems Moor – Wandertipps für Naturliebhaber inklusive

„Moore – Extreme Lebensräume“: Das ist der Titel einer neuen Broschüre, die der Schwäbische Albverein anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar vorstellt. „Moore und Feuchtgebiete sind nicht nur faszinierende Lebensräume mit ganz charakteristischer Tier- und Pflanzenwelt“, erklärt der Naturbeauftragte des Vereins, Manfred Hagen. „Intakte Moorlandschaften sind zudem sehr wichtig für den Klimaschutz. Sie binden CO2 aus der Luft und wirken dadurch wie riesige Kohlenstoffspeicher.“

Mit der Broschüre möchte der Schwäbische Albverein Interessierten die Entstehung, Bedeutung und den Schutz dieser faszinierenden Lebensräume deutlich machen – in verständlicher Sprache, mit schönen Bildern und anschaulichen Graphiken. Dazu kommen Informationen zum Thema Moorschutz und Renaturierung. „In Mooren lässt es sich außerdem schön wandern“, betont Manfred Hagen. „In der Broschüre machen wir deshalb auch drei Wandervorschläge für Moorlandschaften in unserem Vereinsgebiet.“

Die Publikation ist erhältlich zum Download bzw. als Printprodukt zum Bestellen unter https://natur-umwelt.albverein.net/publikationen/moore-extreme-lebensraeume/

Praktischer Naturschutz im Schopflocher Moor

Der Schwäbische Albverein setzt sich vor allem für den Erhalt und die Pflege des Schopflocher Moors auf der Schwäbischen Alb ein. Gemeinsam mit der Torfmoorstiftung Schopfloch besitzt der Verein wesentliche Bereiche des Moores und seiner Umgebung. Seit 1942 steht das Gebiet unter Naturschutz. Von einem Schwellenweg aus können interessierten Besucherinnen und Besuchern die Pflanzen und Tierwelt beobachten. In den vergangenen Jahren hat der Landschaftspflegetrupp des Vereins intensiv an der Wiedervernässung des Schopflocher Moors gearbeitet. Außerdem werden regelmäßig Pflegearbeiten durchgeführt, um die Verbuschung des Naturschutzgebiets zu verhindern.

Welttag erinnert an Ramsar-Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten

Den Welttag der Feuchtgebiete gibt es seit 1997. Er bezieht sich auf die Unterzeichnung des Übereinkommens zum Schutz von Feuchtgebieten, auch Ramsar-Konvention genannt. Dieses von der UNESCO angestoßene Übereinkommen wurde am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichnet und ist die älteste internationale Konvention, die sich mit dem Erhalt und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen beschäftigt.

Der Schwäbische Albverein setzt sich als anerkannter Naturschutzverband für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt ein. Er besitzt gut 163 Hektar Naturschutzflächen wie Wacholderheiden, artenreiche Blumenwiesen und Feuchtgebiete, die von einem hauptamtlichen Pflegetrupp und vielen Ehrenamtlichen gepflegt werden.