Der Schwäbische Albverein hat einen neuen Präsidenten

Thomas Keck übernimmt die Leitung des Vorstandsgremiums, Wechsel auch bei den Vizepräsidenten und Beisitzenden

Die Mitglieder des Hauptausschusses des Schwäbischen Albvereins haben bei ihrer Sitzung in Sigmaringendorf am Samstag, 13. Juni, einen neuen Präsidenten gewählt. Thomas Keck, der bisher gemeinsam mit Regine Erb als Vizepräsident tätig war, übernimmt für die verbleibenden drei Jahre der Wahlperiode den Vorsitz des Vorstandsgremium. Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß war im Januar als Präsident zurückgetreten. Deshalb wurde die Nachwahl nötig.

Der 63-jährige Keck ist seit 1993 ehrenamtlich im Schwäbischen Albverein engagiert. Über 25 Jahre war er Vorsitzender der Ortsgruppe Betzingen. Von 2005 bis 2021 engagierte er sich zudem als Gauvorsitzender des Lichtenstein-Gaus. Seit 2017 bestimmte er die Geschicke des Gesamtvereins als Vizepräsident mit.

„Ich wünsche mir einen modernen und schlank aufgestellten Schwäbischen Albverein, in dem sich alle, die gerne Outdoor-Sport betreiben, denen unsere Natur und eine gute Gemeinschaft wichtig ist, wohl fühlen. Wir wollen noch offener sein gegenüber Neuem, gleichzeitig aber positive Traditionen weiterleben“, erklärt Thomas Keck. „Dafür möchte ich mich als Präsident des Schwäbischen Albvereins einsetzen.“ Er berichtet von der guten Zusammenarbeit im Vorstand, der seit etwa einem Jahr nach dem Ressortprinzip aufgestellt ist und damit die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. Dies sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Als große Herausforderung sieht Keck den demographischen Wandel. Mitgliederzahlen gingen zurück, auch finanzielle Zuwendungen von staatlicher Seite seien weniger geworden. „Wir müssen den Verein konsolidieren. Das heißt aber nicht nur sparen, sondern vor allem auch Strukturen überarbeiten und Dinge vereinfachen.“ Als ein wichtiges „Stück Zukunft für den Verein, sieht Keck die Familien- und Jugendarbeit, die er weiter ausbauen möchte.

„Herzstück des Schwäbischen Albvereins ist das Ehrenamt“, betont Keck. Die vielen freiwillig Engagierten brächten ein enormes Know-How in den Bereichen Wandern und Outdoor-Sport, Wegearbeit, Naturschutz sowie schwäbischer Kultur mit. „Das müssen wir in der Gesellschaft sichtbarer machen“, betont Keck.

Mit der Wahl von Thomas Keck zum Präsidenten war auch das Amt eines der beiden Vizepräsidenten neu zu besetzen. Bei der Nachwahl setzte sich Claus Bayer gegen Steffen Kaltenmark-Theus aus Villingen-Schwenningen und Ulrich Löchner aus Leinfelden-Echterdingen durch. Bayer ist derzeit Beisitzer im Gesamtvorstand, Gauvorsitzender des Oberer-Donau-Gaus und Vorsitzender der Ortsgruppe Sigmaringendorf. „Mein Ziel ist eine Vereinsführung, die den Menschen nahe ist – offen, unbürokratisch und im direkten Austausch mit unseren Mitgliedern“, erklärte Bayer in seiner Bewerbung für das Amt. Den Gauvorsitz wird er in der Folge abgeben. Eine Nachfolge werde bereits vorbereit, so Bayer.

Bayers freigewordenen Beisitzerposten übernimmt Ursula Geister aus Blaubeuren-Seißen. Die zertifizierte Wanderführerin ist Vorsitzende der Ortsgruppe Seißen und Teil des Vorstandsteams des Donau-Blau-Gaus. Ihr liegt vor allem der Naturschutz am Herzen für den sie sich in vielerlei Projekten des Albvereins und darüber hinaus einbringt. Als Vorstandsmitglied des Schwäbischen Albvereins wird sie das Thema Natur- und Artenschutz vorantreiben.

Weitere Mitglieder des siebenköpfigen Vorstands sind Vizepräsidentin Regine Erb sowie die Beisitzenden Volker Korte, Steffen Kaltenmark-Theus, Mats Thiele und Tanja Waidmann.

Foto vom Vorstand zum Download unter https://presse.albverein.net/pressefotos/personen/

In drei Etappen von Lorch nach Wiesensteig

Wandern auf dem Hauptwanderweg 7 mit erfahrenen Tourguides des Schwäbischen Albvereins

Im Frühjahr ist das Stauferland besonders reizvoll – mit seinen blühenden Wiesen und Streuobstwiesen. Bei drei Tagestouren, die von Lorch über Hohenstaufen, Göppingen und Bad Boll nach Wiesensteig führen, erleben Wandernde die Schönheit der Kaiserberge, des Albvorlands und des Albtraufes. Alle Wanderungen können einzeln gebucht werden.

  • Am Samstag, 21. März, geht es auf dem Irene-von-Byzanz Weg von Lorch nach Hohenstaufen. Die Tour ist 12,5 Kilometer lang und sind insgesamt 490 Höhenmeter zu überwinden.
  • Am Sonntag, 22. März, ist der Start in Göppingen. In 12,5 Kilometern bei 150 Höhenmetern geht es nach Bad Boll.
  • Am Samstag, 28. März, steigen die Teilnehmenden dann den Albtrauf hinauf und wandern in 14,5 Kilometern bei 460 Höhenmetern von Bad Boll nach Wiesensteig.

 

Die Start- und Endpunkte sind gut auf eine An- und Abreise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln abgestimmt. Geführt werden die Touren von erfahrenen Wanderführerinnen und Wanderführern des Schwäbischen Albvereins.

Die drei Etappen sind Teil einer 12-teiligen Wanderserie auf und um den Schwäbische Alb-Oberschwaben-Weg (HW 7), der in 233 Kilometern von Lorch im Remstal nach Friedrichshafen am Bodensee führt. Der Weg verbindet das Stauferland mit Oberschwaben und der Bodenseeregion.

Alle Informationen und Anmeldung zu den einzelnen Touren 

Wir arbeiten an Eurer Work-Hike-Balance!

Neues Wanderprogramm für junge Erwachsene als Ausgleich zum Arbeitsalltag

Durchatmen, Freunde treffen, gemeinsam wandern und die Natur erleben – Work-Hike-Balance ist das neue Wanderprogramm des Schwäbischen Albvereins für junge Erwachsene zwischen 25 und 40 Jahren, die nach Feierabend oder am Wochenende aktiv abschalten und neue Outdoor-Freunde kennenlernen möchten.

Für 2026 sind derzeit acht Touren geplant – etwa After-Work-Hikes in Stuttgart und Esslingen, City Sights-Touren in Ulm, Stuttgart und Heidelberg oder sportlich-genussvolle Nachmittage am Bodensee und in den Hessigheimer Felsengärten. Start ist am 28. März in Ulm mit einem entspannten Stadtwalk zum Kennenlernen und Connecten.

Alle Informationen unter wandern.albverein.net/work-hike-balance/

Fachtag für Naturschutz am 21. März in Stuttgart

„Artenreiche Wiesen – europäisches Naturerbe im Ländle“ lautet das Thema des diesjährigen Naturschutztags des Schwäbischen Albvereins. Er findet am Samstag, 21. März, von 9:30 bis 16 Uhr in im großen Saal des CVJM Stuttgart, Büchsenstraße 37, statt.

Artenreiche Mager- und Feuchtwiesen sind jahrhundertealte Kulturlandschaften in unseren Breiten. Aufgrund von veränderter landwirtschaftlicher Nutzung und zunehmendem Flächenfraß sind sie gefährdet und deshalb im Sinne der Biodiversität dringend auf Schutz angewiesen.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Naturschutz und Politik berichten beim Naturschutztag über die Entstehung und Entwicklung der Wiesen und ihre Bedeutung für die Biodiversität, beleuchten die Schutzstrategien des Landes Baden-Württemberg und diskutieren Herausforderung bei ihrer Bewirtschaftung. Zum Abschluss bringt ein Wildnispädagoge den Teilnehmenden die Schönheit der hiesigen Blumenwiesen nahe.

Die Teilnahme am Naturschutztag ist kostenlos. Die Kosten für Getränke und Verpflegung sind selbst zu tragen. Anmeldung bis zum 10. März unter .

Detaillierte Infos zum Programm und zu den Referentinnen und Referenten

 

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß tritt als Albvereinspräsident zurück

Rauchfuß: Es ist an der Zeit, die Verantwortung weiterzugeben.

Der langjährige Präsident des Schwäbischen Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, hat sein Amt zur Verfügung gestellt. Rauchfuß stand dem Verein mit seinen knapp 80.000 Mitgliedern seit 2001 vor. Nach 25 Jahren sei es an der Zeit, die Verantwortung weiterzugeben, erklärte der 75-Jährige. Nach seinem Rücktritt vertreten die beiden Vizepräsidenten Regine Erb und Thomas Keck den Schwäbischen Albverein. Die Neuwahl für das Präsidentenamt findet im Juni 2026 statt; der Vorstand empfiehlt für die Nachfolge im Präsidentenamt den bisherigen Vizepräsidenten Thomas Keck.

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, geboren am 1. März 1950 in Stuttgart, ist seit über 50 Jahren im Schwäbischen Albverein engagiert. Zuerst als Pressewart und Jugendbeauftragter in der Ortsgruppe Plochingen, dann als Gauvorsitzender des Esslinger Gaus und schließlich ab 2001 als Präsident des Schwäbischen Albvereins. Die Weiterentwicklung des Wanderangebots und die Naturschutzarbeit lagen ihm sehr am Herzen. Außerdem setzte er sich sehr für den Fachbereich Familie und den Aufbau von Familiengruppen in den Ortsgruppen ein. Gerade die Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen erachtete er als eine wichtige Investition in die Zukunft des Vereins.

Als Präsident des Deutschen Wanderverbands (DWV), dem er von 2007 bis 2024 vorstand, lag sein Engagement beim Erhalt und Ausbau der Wege- und Wanderinfrastruktur in Deutschland. Zuletzt setzte er sich in dieser Funktion für das freie Betretungsrecht der Wälder im Zusammenhang mit der Novellierung des Bundeswaldgesetzes ein.

„Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß hat den Schwäbischen Albverein über ein Vierteljahrhundert hinweg geführt und geprägt. In Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen und Umbrüche stellt dies allein schon ein hohes Verdienst dar“, würdigt Vizepräsident Thomas Keck den scheidenden Albvereinspräsidenten. Er habe ein enormes Maß an Lebenszeit, Kraft und Energie in den Albverein investiert. Dies verdiene Dank, großen Respekt und hohe Anerkennung, so Keck weiter. „Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß hat entscheidende Impulse gesetzt“, erklärt Vizepräsidentin Regine Erb. „Diese greifen wir gemeinsam auf und entwickeln den Albverein mit einem starken Team offen und zukunftsfähig weiter.”

Nach seinem Medizin- und Pharmaziestudium war Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß zuerst als niedergelassener Arzt, später als selbständiger Apotheker in Plochingen und später in Stuttgart tätig. An seinem Wohnort Plochingen engagierte er sich von 1991 bis 2019 als Stadtrat, für einige Zeit auch als Fraktionsvorsitzender sowie als ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister. Für sein vielseitiges Engagement wurde er 2009 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Rauchfuß ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und vier Enkel.

Pressefoto von Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß zum Download (Foto: DWV)

Faszination Moore

Der Schwäbische Albverein beleuchtet in Seiner neuen Broschüre die Entwicklung und Bedeutung des Ökosystems Moor – Wandertipps für Naturliebhaber inklusive

„Moore – Extreme Lebensräume“: Das ist der Titel einer neuen Broschüre, die der Schwäbische Albverein anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar vorstellt. „Moore und Feuchtgebiete sind nicht nur faszinierende Lebensräume mit ganz charakteristischer Tier- und Pflanzenwelt“, erklärt der Naturbeauftragte des Vereins, Manfred Hagen. „Intakte Moorlandschaften sind zudem sehr wichtig für den Klimaschutz. Sie binden CO2 aus der Luft und wirken dadurch wie riesige Kohlenstoffspeicher.“

Mit der Broschüre möchte der Schwäbische Albverein Interessierten die Entstehung, Bedeutung und den Schutz dieser faszinierenden Lebensräume deutlich machen – in verständlicher Sprache, mit schönen Bildern und anschaulichen Graphiken. Dazu kommen Informationen zum Thema Moorschutz und Renaturierung. „In Mooren lässt es sich außerdem schön wandern“, betont Manfred Hagen. „In der Broschüre machen wir deshalb auch drei Wandervorschläge für Moorlandschaften in unserem Vereinsgebiet.“

Die Publikation ist erhältlich zum Download bzw. als Printprodukt zum Bestellen unter https://natur-umwelt.albverein.net/publikationen/moore-extreme-lebensraeume/

Praktischer Naturschutz im Schopflocher Moor

Der Schwäbische Albverein setzt sich vor allem für den Erhalt und die Pflege des Schopflocher Moors auf der Schwäbischen Alb ein. Gemeinsam mit der Torfmoorstiftung Schopfloch besitzt der Verein wesentliche Bereiche des Moores und seiner Umgebung. Seit 1942 steht das Gebiet unter Naturschutz. Von einem Schwellenweg aus können interessierten Besucherinnen und Besuchern die Pflanzen und Tierwelt beobachten. In den vergangenen Jahren hat der Landschaftspflegetrupp des Vereins intensiv an der Wiedervernässung des Schopflocher Moors gearbeitet. Außerdem werden regelmäßig Pflegearbeiten durchgeführt, um die Verbuschung des Naturschutzgebiets zu verhindern.

Welttag erinnert an Ramsar-Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten

Den Welttag der Feuchtgebiete gibt es seit 1997. Er bezieht sich auf die Unterzeichnung des Übereinkommens zum Schutz von Feuchtgebieten, auch Ramsar-Konvention genannt. Dieses von der UNESCO angestoßene Übereinkommen wurde am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichnet und ist die älteste internationale Konvention, die sich mit dem Erhalt und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen beschäftigt.

Der Schwäbische Albverein setzt sich als anerkannter Naturschutzverband für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt ein. Er besitzt gut 163 Hektar Naturschutzflächen wie Wacholderheiden, artenreiche Blumenwiesen und Feuchtgebiete, die von einem hauptamtlichen Pflegetrupp und vielen Ehrenamtlichen gepflegt werden.

Artenschutz für alle

Schulwanderwettbewerb 2026 des Schwäbischen Albvereins ausgeschrieben. Preisverleihung im Juni in Sigmaringendorf

„Was können wir beim Wandern für den Artenschutz tun?“ – Diese Fragen sollen sich Schülerinnen und Schüler bei Exkursionen und Wandertouren im Rahmen des diesjährigen Schulwanderwettbewerb des Schwäbischen Albvereins stellen. Der Wettbewerb richtet sich an Jungen und Mädchen aller Schularten in der weiteren Region um Sigmaringendorf, aber auch an interessierte Schulen außerhalb dieses Gebiets.

Eingereicht werden können Textbeiträge, Filme, Ton- oder Bilddokumentationen. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich bei ihren Streifzügen mit ihren Klassen in der Natur mit Tieren und Pflanzen und ihren Lebensräumen beschäftigen, Wiesen unter die Lupe nehmen oder die Flora und Fauna an Bächen und in Wäldern erkunden. Offene Augen, Rücksicht und Respekt bei Wanderungen und Outdooraktionen sind der Jury dabei wichtiger als viele Kilometer in kurzer Zeit zu bewältigen, heißt es in der Ausschreibung.

Schirmherrin Gerlinde Kretschmann

Schirmherrin des Schulwanderwettbewerbs ist seit vielen Jahren die baden-württembergische First-Lady Gerlinde Kretschmann. Als ehemalige Lehrerin liege ihr das Lernen im Freien besonders am Herzen, so Kretschmann. In der Ausschreibung sagt sie: „Wandern heißt, die Natur unmittelbar zu erleben und gleichzeitig Verantwortung für sie zu übernehmen. Schon kleine Gesten machen dabei den Unterschied. Wer auf den Wegen bleibt, Tiere nicht stört, Müll vermeidet oder achtsam mit Blüten für Insekten umgeht, leistet mit diesem umsichtigen Verhalten schon einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.“

Teilnahmebedingungen

Einsendeschluss für alle Beiträge ist der 22. Mai 2026. Insgesamt gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 2.400 Euro zu gewinnen. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Hauptversammlung des Schwäbischen Albvereins am Sonntag, 14. Juni, in Sigmaringendorf statt.

Zum Mitmachen eingeladen sind alle Schulen in der Region um Sigmaringendorf, zwischen Gammertingen und Ostrach sowie zwischen Meßkirch und Bad Saulgau sowie alle weiteren interessierten Schulklassen im Vereinsgebiet.

Bei Bedarf vermittelt der Schwäbische Albverein Wanderführerinnen oder Wanderführer vor Ort, stellt Wanderkarten und Ideensammlungen zur Verfügung und unterstützt Lehrkräfte bei der Durchführung ihrer Aktionen.

Weitere Infos und Anmeldung

Für Rückfragen:
Telefon 0711 / 22585-25 oder wandern@schwaebischer-albverein.de

 

HW1 /Albsteig bleibt ausgezeichnet

Der renommierte Weitwanderweg erhält erneut das Qualitäts-Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“

Am vergangenen Sonntag war es so weit: Zum sechsten Mal in Folge erhielt der 360 Kilometer lange Weitwanderweg HW1 / Albsteig das begehrte Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Alle drei Jahre wird der Weg erneut vom Deutschen Wanderverband auf den Prüfstand gestellt. Im Rahmen der Urlaubsmesse CMT wurde die Urkunde in Stuttgart feierlich an die Vertreter des Schwäbischen Albvereins und des Schwäbische Alb Tourismus (SAT) überreicht.

Anspruchsvolle Qualitätskriterien zu erfüllen

Für eine erfolgreiche Zertifizierung als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ gelten hohe Anforderungen. Dazu gehören eine besonders nutzerfreundliche Beschilderung, viele landschaftliche und kulturelle Höhepunkte am Weg sowie mindestens 35 Prozent naturnahe Wege. Diesbezüglich kann der HW1 / Albsteig sogar mit 47 Prozent punkten!

Um das Wander-Gütesiegel zu behalten, waren die ehrenamtlichen Helfer des Schwäbischen Albvereins in der Wandersaison sehr aktiv: 16 Bestandserfasser wurden vorab vom Deutschen Wanderverband geschult und überprüften die gesamten 360 Kilometer von Donauwörth nach Tuttlingen. Wo nötig, wurden Markierungen ergänzt, Wege freigeschnitten oder Wegzeiger aktualisiert. Die Leitung dieser Arbeiten hatte Gerhard Stolz, Hauptfachwart für Wege beim Schwäbischen Albverein. „Es steckt sehr viel Herzblut und Arbeit im HW1“, betont Gerhard Stolz. Vor allem der hohe Anteil an naturnahen Wegen freue ihn. In den vergangenen Jahren habe man viele Wegeabschnitte auf Naturpfade verlegt und neu markiert. Insgesamt kümmern sich 30 Wegewarte des Vereins um die 360 Kilometer Wegstrecke.

Die Prüferinnen und Prüfer des Deutschen Wanderverbands wanderten im Herbst einen Teil der Strecke ab. Sie zeigten sich sehr zufrieden mit dem Zustand und der Attraktivität des Wegs. So stand der Rezertifizierung nichts mehr im Wege.

Ein Weg für Weitwander-Fans

„Der Albsteig / HW1 ist charakteristisch für die einzigartige Landschaft der Schwäbischen Alb. Das Wanderherz schlägt höher, wenn man die zahlreichen Panoramablicke vom Albtrauf, die entschleunigenden Waldpfade und die spektakulären Ruinen und Burgen entlang der Strecke erlebt.“, betont Heiko Zeeb, Themenmanager Wandern des Schwäbische Alb Tourismus.

Zeeb hebt zudem die gute Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein hervor. „Ohne die ehrenamtlichen Wegepflegerinnen und -pfleger des Vereins wäre es nicht möglich, den Fernwanderweg in dieser hohen Qualität anzubieten.“, betont er. Der Schwäbische Alb Tourismus ist für die touristische Vermarktung des HW1 / Albsteig zuständig und finanziert gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partnern die Zertifizierung.

Fotos zum HW1/Albsteig zum Download gibt es in der Rubrik Pressefotos/Aktuelles.

Gustav-Ströhmfeld-Weg bleibt ausgezeichnet

Wanderweg erhält zum fünften Mal das Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“

Der Gustav-Ströhmfeld-Weg von Metzingen nach Neuffen ist erneut mit dem Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbands ausgezeichnet worden. Der Deutsche Wanderverband übergab am vergangenen Montag bei der Urlaubsmesse CMT das Zertifikat an die Wegverantwortlichen der Albvereins-Ortsgruppe Metzingen.

„Wir freuen uns sehr, dass der Weg weiterhin das begehrte Qualitätssiegel trägt“, betont Martina Steinmetz, Wegereferentin des Schwäbischen Albverein. Das sei nur möglich, weil die Wegebeauftragten der Ortsgruppe Metzingen, Eckart Ruopp und Konrad Berger sowie die Wegewarte weiterer Albvereins-Ortsgruppen, durch die der Gustav-Ströhmfeld-Weg führt, die Strecke hervorragend in Schuss hielten. „Sie setzen die Kriterien für die Zertifizierung vorbildlich um.“

Den Gustav-Ströhmfeld-Weg gibt es bereits seit 1940. Namensgeber ist der Schöpfer des Albvereins-Wegenetzes. Der Weg verläuft in weiten Teilen auf naturnahen Pfaden entlang des Albtraufs von Metzingen nach Neuffen. Am Wegesrand finden sich Informationstafeln, die kulturelle und landschaftliche Besonderheiten der Region erläutern. In den Jahren 2012 und 2013 wurde der Themenweg neu beschildert und als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Er gilt als eine der schönsten Streckenwanderungen auf der Schwäbischen Alb. Der Wanderweg ist 22 Kilometer lang. Ergänzt wird er mit insgesamt sieben Rundwanderwegen.

Fotos zum Gustav-Ströhmfeld-Weg gibt es in der Rubrik Pressefotos/Aktuelles.

Der Schwäbische Albverein präsentiert sich auf der CMT

Im Fokus: Weit- und Fernwandern, Experten im Community-Bereich „Basislager“

Der Schwäbische Albverein stellt bei der Aktivmesse Fahrrad- & Wander-Reisen auf der Tourismusmesse CMT vom 17. bis 19. Januar seine Wanderprogramme für 2026 vor. Ein Schwerpunkt ist dabei das Weitwandern und Mehrtagestouren. Besucherinnen und Besucher können am Stand des Vereins in Halle 9 (Stand 9C20) zudem Wanderzubehör und Kartenmaterial erwerben.

Outdoor-Community trifft sich im „Basislager“

Neu in Halle 9 ist das „Basislager“. Dort kann man sich in kleinerer Runde zu Infos und Talkrunden zusammensetzen. Tipps von Profis zur Vorbereitung und Durchführung von Weitwanderungen ab 30 Kilometer Länge und Mehrtagestouren geben dort Wanderführer Michael Schmitt und Harald Wanie. Martin Ruppert, leidenschaftlicher Fernwanderer und Albvereinsmitglied, berichtet von seinen Abenteuern auf dem Hauptwanderweg 7 (HW7) des Schwäbischen Albvereins. Uli Löchner, Hauptfachwart Fahrrad beim Albverein, steht zu Fragen bezüglich Radgruppen und Radwandern zur Verfügung.

  • Samstag, 17. Januar:
    12:30 bis 12:50 Uhr: Soweit die Füße tragen – Weitwandern mit Michael Schmitt
  • Sonntag, 18. Januar:
    10:15 bis 10:30 Uhr – Warm Up (Fit in die CMT) mit Karin Kunz
    10:30 bis 10:50 – Unterwegs auf dem HW 7 mit Martin Ruppert
    13:30 bis 13:50 Uhr – Als Radler beim Wanderverein mit Uli Löchner
  • Montag, 10. Januar:
    10:15 bis 10:30 Uhr – Warm Up mit Karin Kunz
    10:30 bis 10:50 Uhr – Mehrtageswanderungen mit Harald Wanie

 

Bühnenprogramm in Halle 9

Außerdem ist der Schwäbische Albverein am Samstag und Sonntag beim Bühnenprogramm in Halle 9 vertreten.

  • Samstag, 17. Januar, 12 bis 12:15 Uhr: Unterwegs auf dem Hauptwanderweg 1 (HW1/Albsteig) mit Wanderführer Steffen Kaltenmark-Theus (OG Villingen-Schwenningen)
  • Sonntag, 18. Januar, 12:25 bis 12:40 Uhr: Wanderfreizeiten für junge Menschen mit Peter Buchmann (Schwäbische Albvereinsjugend)

 

Zudem wird am Sonntag, 18. Januar, um 12 Uhr Hauptfachwart für Wege, Gerhard Stolz, gemeinsam mit Vertretern des Schwäbischen Alb Tourismus auf der Messebühne in Halle 9 die Zertifizierungsurkunde für den HW1/Albsteig (Qualitätsweg Wanderbares Deutschland) in Empfang nehmen.

Wandern zur Messe

In diesem Jahr gibt es am Samstag, 17. Januar, zwei Wanderungen des Albvereins zum Messegelände. Die längere Tour führt von der Haltestelle Ruhbank/Fernsehturm durch Wald und Feld in rund 3 Stunden bis zur Messe. Die kürzere Tour startet an der Endhaltestelle der S2 in Filderstadt-Bernhausen. Gewandert wird von dort rund 5 Kilometer auf gut befestigten, ebenen Wegen. Mitwandernde erhalten für einen Unkostenbeitrag von 5 Euro eine Eintrittskarte für die Messe.

Alle Infos zum Programm und zur Anmeldung für die Wanderungen unter www.albverein.net/cmt2026

Schwäbischer Albverein ist der größte Wanderverein Europas

Gegründet 1888 in Plochingen, ist der Schwäbische Albverein e.V. mit aktuell rund 83.000 Mitgliedern der größte Wanderverein Europas. Er besteht aus rund 470 Ortsgruppen in 22 regionalen Gauen. Der Verein bietet Freizeitangebote wie geführte Wander- und Fahrradtouren, naturkundliche Fortbildungen sowie Mundart-, Tanz- und Musikveranstaltungen an. Rund 850 ehrenamtliche Wegewarte und Wegepaten pflegen 19.000 Kilometer Wanderwege. Als anerkannter Naturschutzverband ist der Verein im Bereich Artenschutz und in der Landschaftspflege aktiv. Er besitzt und erhält Naturschutzgebiete und setzt sich auf politischer Ebene für mehr Naturschutz ein.

www.albverein.net