Musik, Kabarett und Humor

Mundartfestival in der Stuttgarter Liederhalle am 22. April

Mundartkultur auf höchstem Niveau bietet das traditionelle Mundartfestival des Schwäbischen Albvereins. Nach zwei Corona-bedingten Absagen stehen am Freitag, 22. April, um 19 Uhr im Silchersaal der Stuttgarter Liederhalle mit Liedermacher Dieter Huthmacher und Autor Anton Hunger zwei absolute Hochkaräter auf der Bühne.

Dieter Huthmacher, 1947 in Pforzheim geboren, ist eigentlich Grafiker und Karikaturist für verschiedene Zeitungen. Seit 1970 tritt er zudem als Liedermacher, Texter und Kabarettist eigener Programme auf. Mit seinem ersten Mundart-Soloprogramm trat er zum ersten Mal im Jahr 2000 vor das Publikum. Seitdem ist er mit etlichen Mundart-Preisen, unter anderem dem Sebastian Blau-Preis, ausgezeichnet worden.

Anton Hunger, geboren1948 in Cham (Bayern), war über viele Jahre Journalist unter anderem bei der Stuttgarter Zeitung. Von 1992 bis 2009 leitete er die Unternehmenskommunikation bei Porsche in Stuttgart. Er ist Mitgesellschafter beim Wirtschaftsmagazin „brand eins“, Kuratoriumsmitglied der Zeitenspiegel Reportageschule und ständiger Kolumnist beim „Medium Magazin“. Mit seiner „Gebrauchsanweisung für Schwaben“, die 2015 erschienen ist, machte er sich nicht nur im Ländle einen Namen.

Der Vorverkauf für das Mundartfestival hat begonnen. Das Ticket kostet 15 Euro; Schüler, Studierende und Azubis zahlen die Hälfte. Erhältlich sind die Karten im Lädle des Schwäbischen Albvereins, Hospitalstraße 21b in Stuttgart, verkauf@schwaebischer-albverein.de, Telefon: 0711/22585-22.

Das Thema „Mundart“ hat beim Schwäbischen Albverein Tradition. Der Mundartkünstler Helmut Pfitzer hob im Jahr 2000 die Idee aus der Taufe, regelmäßige Kleinkunstveranstaltungen mit mundartbezogener Musik und Literatur zu etablieren. Mittlerweile gibt es im Vereinsgebiet fast 30 Mundartbühnen, die unterhaltsame Kleinkunst auf hohem Niveau anbieten. Das Mundartfestival findet einmal im Jahr statt.


Hinweis für die Medien:
Für eine Berichterstattung vor Ort bitten wir um Anmeldung bei Ute Dilg, Pressereferentin, udilg@schwaebischer-albverein.de, Telefon: 0711/22585-43

„Kommt – wir entdecken das Remstal“

Schulwanderwettbewerb im Vorfeld des 121. Deutschen Wandertags 2022 ausgeschrieben

Stuttgart, Fellbach. „Kommt – wir entdecken das Remstal“ lautet das Motto des diesjährigen Schulwettbewerbs des Schwäbischen Albvereins. Er richtet sich an Schulklassen aller Altersstufen und Schularten im gesamten Remstal. Eingereicht werden können Textbeiträge, Filme, Ton- oder Bilddokumentationen von Veranstaltungen im Rahmen von „Lernen im Freien“. Dazu gehören etwa Wanderungen, naturkundliche Exkursionen oder anderen Aktionen wie Besuche auf dem Bauernhof oder beim Imker. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Schirmherrin des Wanderwettbewerbs ist die baden-württembergische First-Lady Gerlinde Kretschmann. Als ehemalige Lehrerin liege ihr das Lernen im Freien besonders am Herzen, so Kretschmann. In der Ausschreibung sagt sie: „Beim Schulwanderwettbewerb geht es darum, im Freien zu lernen, draußen zu sein, die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Eine Wanderung ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten gemeinsamer Unternehmungen unter freiem Himmel.“ Beim Lernen im Freien entwickelten Kinder und Jugendliche ein Bewusstsein für die heimische Umwelt, die Schönheit der Natur und für die Notwendigkeit ihres Schutzes. „Das ist gerade in Zeiten des Klimawandels wichtiger denn je“, betont Kretschmann.

Einsendeschluss für alle Dokumentationen ist der 1. Juli 2022. Insgesamt gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 2.400 Euro zu gewinnen. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 121. Deutschen Wandertags 2022 am Samstag, 6. August, in Fellbach auf dem Guntram-Palm-Platz statt.

Bei Bedarf vermittelt der Schwäbische Albverein Wanderführerinnen oder Wanderführer vor Ort, stellt Wanderkarten und Ideensammlungen zur Verfügung und unterstützt Lehrkräfte bei der Durchführung ihrer Aktionen.

Weitere Informationen und eine Anmeldung zum Wettbewerb unter Telefon 0711 / 22585-25 oder

Albvereins-Tipps für mehr Artenschutz im heimischen Garten

Broschüre „Naturschutz vor der Haustüre“ erschienen

Stuttgart. Es ist still geworden in der Natur. Das Zwitschern der Vögel wird weniger, es fehlt das Brummen und Summen von Insekten, das Zirpen der Grillen. Zum Tag des Artenschutzes am 3. März ruft der Schwäbische Albverein dazu auf, mit dem Artenschutz vor der eigenen Haustüre anzufangen. „Jeder und jede einzelne kann etwas gegen die Verarmung der Natur und für mehr Artenvielfalt tun“, betont Katharina Heine, Naturschutzreferentin des Schwäbischen Albvereins, „sei es im eigenen Garten, auf der Streuobstwiese oder auf Terrasse und Balkon.“

Mit Nisthilfen und Tränken für Vögel, Insektenhotels, der Anlage eines Gartenteichs und einer naturnahen Gartengestaltung mit Blumenwiesen, wilden Ecken, heimischen Gehölzen und dem Verzicht auf künstlichen Dünger und Gift im Garten lässt sich auch auf kleinen Flächen Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren schaffen. Ein Plus für den Menschen: So entstehen auch lauschige Plätzchen für die eigene Erholung.

Mit seiner neuen Broschüre „Naturschutz vor der Haustüre“ gibt der Schwäbische Albverein Tipps, wie im eigenen Garten statt Zierrasen und Schotterflächen artenreiche Lebensräume entstehen können. In dem Heft finden sich Bauanleitungen etwa für Nistkästen oder Behausungen für Wildbienen und Hummeln, Tipps zum Anlegen von naturnahen Gärten, Trockenmauern und Hecken oder zur Pflege von Streuobstwiesen. Dazu gibt es QR-Codes mit Links zu weiterführenden Informationen.

Die Broschüre „Naturschutz vor der Haustüre“ ist kostenlos. Sie ist gedruckt und als Download erhältlich unter https://natur-umwelt.albverein.net/publikationen/naturschutz-vor-der-haustuere/

Der Schwäbische Albverein setzt sich als anerkannter Naturschutzverband für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt ein. Er besitzt gut 163 Hektar Naturschutzflächen wie Wacholderheiden, artenreiche Blumenwiesen und wertvolle Feuchtgebiete. Als einziger Naturschutzverband in Baden-Württemberg unterhält der Verein einen hauptamtlichen Landschaftspflegetrupp. Dieser pflegt – unterstützt von hunderten Ehrenamtlichen – vereinseigene und kommunale Naturschutzflächen.

Ein abwechslungsreiches Wanderjahr 2022

Schwäbischer Albvereins startet in die Wandersaison. Neu im Programm: WohlFÜHLMomente für mehr Gesundheit und Wohlbefinden

Genusswandern durch Weinberge, entlang von Blumenwiesen oder zu den Burgen auf die Schwäbischen Alb, Touren durch verschneite Landschaften oder Weitwanderungen für sportlich ambitionierte Wanderer – der Schwäbische Albverein bietet 2022 für alle Altersgruppen und Fitness-Grade geführte Wanderungen und Abenteuer in Württembergs schöner Natur.

Neu im Programm: WohlFÜHLMomente. Diese Wanderungen legen den Schwerpunkt auf Gesundheit und Wohlbefinden. Wald- und Streuobtwiesenbaden oder Yoga-Wandern gehören ebenso dazu wie meditative Touren mit achtsamen Elementen.

Alle Wanderprogramme finden Sie unter https://wandern.albverein.net/unser-wanderprogramm/

Unsere Wanderprogramme im Einzelnen

Wandern +plus+
Wandern mit Mehrwert – das ist Wandern +plus+. Zertifizierte Wanderführerinnen und Wanderführer des Schwäbischen Albvereins laden zu geführten Erlebnistouren im gesamten Vereinsgebiet ein. Die angebotenen Wanderungen haben ganz verschiedene Schwerpunkte, z.B. naturkundlich, geschichtlich, kulturell oder kulinarisch. Sie richten sich an alle Altersgruppen und jeden Fitnessgrad.

WohlFÜHLMomente
Bei den sogenannten „WohlFühlMomenten“ geht es nicht um ein straffes Fitness-Programm, sondern sich selbst in und mit der Natur zu erleben, sich achtsam zu bewegen sowie Körper und Seele in Einklang zu bringen. Zum Beispiel bei Wanderungen mit entspannenden Yoga-Einheiten, Meditationen oder Sinneserfahrungen in Stuttgart, auf der Schwäbischen Alb und im Remstal. Ende Juli steht ein Streuobstwiesenbad mit abschließender Teezeremonie in Neuffen auf dem Programm. Dazu kommen After-Work-Termine für Meditation und Bewegung. Alle Kurse werden von qualifizierten Übungsleiter*innen und Wanderführer*innen geleitet.

Weitwandern
Weitwandern erfreut sich beim Schwäbischen Albverein großer Beliebtheit. Wanderreferentin Karin Kunz erklärt das mit dem Wunsch vieler Menschen, über sich hinauszuwachsen. „Viele suchen die sportliche Herausforderung“, so Kunz. Im neuen Wanderprogramm für 2022 bietet der Schwäbische Albverein insgesamt zwölf geführte Weitwanderungen an, darunter zwei 24-Stunden-Wanderungen, bei denen bis zu 80 Kilometer zurückgelegt werden. Alle anderen Touren sind rund 40 bis 50 Kilometer lang.
Weitwanderungen im Vorfeld des 121. Deutschen Wandertags im Remstal
Etwa 45 Kilometer lang ist eine geführte Weitwandertour mit dem Titel „Im Wald da sind die Räuber“ am 30. Juli. Die Streckenwanderung führt von Marbach nach Welzheim durch große Teile des Schwäbischen Waldes. Die Rückfahrt erfolgt mit der Schwäbischen Waldbahn. Ein weiteres Weitwander-Event im Vorfeld des Wandertags findet am 26. Mai (Christi Himmelfahrt) im Remstal statt: eine 12-Stunden-Rundwanderung mit Start in Waiblingen.

Weitere Wanderprogramme:
FrauenSpecial, Ü30 Wandern

Die Teilnahme an allen Wanderungen ist für Albvereinsmitglieder kostenlos. Nichtmitglieder zahlen einen Unkostenbeitrag von fünf Euro. Für treue Wanderer gibt es eine Bonus-Karte – jede fünfte Wanderung ist dann umsonst. Für Touren aus dem WohlFÜHLMomente-Programm erheben wir für alle Teilnehmer einen für jede Tour ausgewiesenen Unkostenbeitrag, Albvereinsmitglieder zahlen eine ermäßigte Teilnahmegebühr. (siehe Programm)

Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar

Schopflocher Moor ist seit 80 Jahren Naturschutzgebiet

Seit 80 Jahren stehen das Schopflocher Moor und die angrenzenden Feuchtwiesen unter Naturschutz. Große Teile des einzigen Hochmoors der Schwäbischen Alb gehören dem Schwäbischen Albverein, der die Naturschutzfläche pflegt und erhält. „Das Schopflocher Moor ist eine ganz besonders schöne und artenreiche Landschaft auf der Schwäbischen Alb“, erklärt Albvereins-Naturschutzreferentin Meike Rau. Sie betont anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar deren Beitrag für den Klimaschutz. „Feuchtgebiete binden CO2 aus der Luft und wirken dadurch wie riesige Kohlenstoffspeicher.“

Besucherlenkung durch Schwellenweg

Das Schopflocher Moor ist rund 75 Hektar groß. Von einem Schwellenweg aus können interessierte Besucherinnen und Besuchern die Pflanzen- und Tierwelt im Moor beobachten. Unter anderem wächst dort der Fieberklee, eine Sumpf- oder Wasserpflanze, die 2020 zur Blume des Jahres gekürt wurde. Für 2022 ist eine Erneuerung des mittlerweile an vielen Stellen recht maroden Schwellenwegs geplant.

Als anerkannter Naturschutzverband setzt sich der Schwäbische Albverein seit vielen Jahrzehnten für mehr Arten- und Naturschutz ein. Er besitzt und pflegt gut 163 Hektar Naturschutzflächen wie Wacholderheiden, Blumenwiesen und Feuchtgebiete. „Der Erwerb von Grundbesitz für Naturschutzzwecke hat sich auch im Fall des Schopflocher Moors bewährt“, berichtet Meike Rau. So könne der Schutz des sensiblen Gebiets gewährleistet werden.

Wiedervernässung des Moors

In den vergangenen Jahren hat der Albverein intensiv an einer Wiedervernässung des Moors gearbeitet. Sein Landschaftspflegetrupp hat dafür ehemalige Entwässerungsgräben mit Holzbohlen verschlossen, um wieder mehr Wasser im Naturschutzgebiet zu halten. „Das ist besonders wichtig in Zeiten des Klimawandels. Das Schopflocher Moor ist ein Hochmoor und damit von Niederschlägen abhängig“, erklärt Rau. „Das Ökosystem reagiert deshalb besonders auf den Temperaturanstieg und die Trockenheit in den heißen Sommermonaten, wie wir sie in den vergangenen Jahren erlebt haben.“

Ehrenamtliche unterstützen Pflegearbeiten

In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Schopflocher Alb führt der Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins regelmäßig Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet durch, um die Verbuschung des Moores zu verhindern. Dabei wird der Trupp ein- bis zweimal pro Jahr von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt. Der nächste gemeinsame Pflegetag ist am 8. Oktober 2022 geplant.

Welttag erinnert an Ramsar-Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten

Den Welttag der Feuchtgebiete gibt es seit 1997. Er bezieht sich auf die Unterzeichnung des Übereinkommens zum Schutz von Feuchtgebieten, auch Ramsar-Konvention genannt. Dieses von der UNESCO angestoßene Übereinkommen wurde am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichnet und ist die älteste internationale Konvention, die sich mit dem Erhalt und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen beschäftigt.

Weitere Informationen zum Schopflocher Moor

https://natur-umwelt.albverein.net/naturschutz-grundbesitz/
www.naturschutzzentrum-schopfloch.de

Fotos zum Schopflocher Moor zum Download:
https://presse.albverein.net/pressefotos

Deutsche Wanderabzeichen 2022

Corona-Sonderregel verlängert – Extrablatt beim Schwäbischen Albverein zum Download erhältlich

Stuttgart. Die Corona-Sonderregel für das Deutsche Wanderabzeichen gilt auch für das Jahr 2022. Wanderer können insgesamt 20 Kilometer pro Monat auch bei Wanderungen alleine, mit Freunden oder im Kreis der Familie erlaufen. Normalerweise zählen nur geführte Vereinswanderungen. „Unser Ziel ist es, mit der Sonderregelung möglichst viele Menschen in Bewegung zu halten oder zu bringen“, erklärt Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, der sowohl Präsident des Schwäbischen Albvereins als auch des Deutschen Wanderverbands ist.

Insgesamt müssen Erwachsene über das ganze Jahr hinweg 200 Kilometer bei mindestens zehn Einzelwanderungen zurücklegen, um das Deutsche Wanderabzeichen zu erhalten. Diese werden dann im sogenannten Wander-Fitness-Pass bzw. im Corona-Extrablatt verzeichnet. Bei Jugendlichen sind es 150 Kilometer, bei Kindern 100 Kilometer. Für Menschen mit anerkannter Behinderung gilt jeweils die Hälfte. Auch Radwandern zählt: 50 Radkilometer werden als 10 Kilometer zu Fuß gewertet.

Normalerweise ist das Abzeichen, das viele Krankenkassen in ihren Bonusprogrammen anerkennen, an das vielfältige Wander- und Bewegungsangebot der Mitgliedsvereine des Deutschen Wanderverbands, darunter auch der Schwäbische Albverein, gebunden. Da während der Pandemie die Vereinstätigkeit teilweise nur eingeschränkt möglich war, wurde das Angebot auch für Individualwanderungen geöffnet.

Weitere Informationen zum Deutschen Wanderabzeichen sowie das Corona-Extrablatt zum Download finden Sie unter https://wandern.albverein.net/rund-ums-wandern/wander-fitness-pass/.

Deutscher Wandertag 2022 im Remstal wird inklusiv

Breites Angebot für Menschen mit und ohne Behinderung geplant

Der Deutsche Wandertag 2022 in Fellbach und dem Remstal soll erstmals ein inklusives Wanderevent werden. Geplant sind der Einsatz von Gebärdendolmetschern und Tastmodellen, Touren mit berollbarer Wegführung sowie inklusiv mitgedachte Kulturangebote. Zu vielen Programmpunkten können zudem ehrenamtliche Wanderbegleiterinnen und -begleiter hinzu gebucht werden. Im Programmheft und im digitalen Veranstaltungskalender sind alle inklusiven Angebote mit einem Kreis gekennzeichnet, der in vier farbige Segmente unterteilt ist.

„Wandern bedeutet für uns Gemeinschaft“, erklärt Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Schwäbischen Albvereins, der Ausrichter des Deutschen Wandertags 2022 sein wird. „Und zu einer funktionierenden Gemeinschaft gehören alle Menschen, auch diejenigen mit körperlichen und anderen Einschränkungen.“ Man arbeite deshalb eng mit Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im Remstal zusammen, etwa mit der Diakonie Stetten und der Paulinenpflege in Winnenden.

Gabriele Zull, Oberbürgermeisterin der „Wandertagshauptstadt“ Fellbach betonte, dass Inklusion nicht nur ein Lippenbekenntnis sein dürfe, sondern alle Lebensbereiche durchdringen müsse. Dazu gehörten auch Tourismus und Freizeit. „Für uns gehört daher auch ein attraktives Angebot für Menschen mit Einschränkungen einfach zum Deutschen Wandertag im Remstal dazu“, so Zull.

Inklusion findet sich nicht nur im Wander- und Kulturprogramm. Der Hauptveranstaltungsort – die Schwabenlandhalle in Fellbach – ist barrierefrei zugänglich. Dort finden die Tourismusbörse, die Mitgliederversammlung und alle weiteren Veranstaltungen des Deutschen Wanderverbands (DWV) statt. Die Eröffnungs- und Abschlussfeiern in Fellbach auf dem Guntram-Palm-Platz werden zudem in Gebärdensprache übersetzt. Auf der Veranstaltungswebseite gibt es besondere Hinweise auch in Leichter Sprache, die Webseite selbst ist barrierearm gestaltet. Alle Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis erhalten die Wandertagsplakette zum ermäßigten Preis von 4 Euro, bei vielen kostenpflichtigen Angeboten können Begleitpersonen von Schwerbehinderten kostenfrei teilnehmen.

www.dwt2021.de/inklusion


Ehrenamtliche Wanderbegleiterinnen und –begleiter gesucht!

Die Organisatoren des Deutschen Wandertags 2022 suchen derzeit Interessierte, die als ehrenamtliche Wanderbegleiterinnen und –begleiter beim Wandertag mitarbeiten möchten. Die Ehrenamtlichen können dann auf Anfrage gebucht werden. Genaue Absprachen und ein vorheriges Kennenlernen sind den Veranstaltern dabei sehr wichtig. Alle Interessierten können zudem an speziellen Schulungen teilnehmen, die im März und Juli in Schorndorf und Fellbach geplant sind. Weiter Informationen, Anmeldung und Kontakt für Rückfragen unter www.dwt2022.de/service-kontakt/inklusion

 

Montagsakademie für Wanderer

Online-Fortbildungsreihe des Schwäbischen Albvereins beginnt am 10. Januar

Der Schwäbische Albverein lädt ab dem 10. Januar zu einer wöchentlichen „Montagsakademie“ ein. Dabei handelt es sich um eine Online-Fortbildungsreihe, die „so bunt und vielfältig ist, wie das Wandern selbst“, erklärt Wanderreferentin Karin Kunz. Die Fortbildungstermine finden jeweils montags um 19 Uhr via Zoom statt. Sie sind kostenlos und offen für alle Interessierten.

Dozentinnen und Dozenten der Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg, die auch bei der Wanderführerausbildung des Schwäbischen Albvereins unterrichten, führen durch die etwa 90-minütigen Themenabende. Dabei geht es unter anderem um Aspekte des Natur- und Artenschutzes, geschichtliche Themen, Outdoor-Navigation sowie Kommunikation und Versicherungsfragen für Wanderführerinnen und Wanderführer.

„Mit der Montagsakademie möchten wir unsere Aktiven in den Albvereins-Ortsgruppen weiterbilden und Impulse für attraktive Wanderprogramme geben“, so Karin Kunz. „Die Zoom-Meetings sind aber offen für alle Interessierten, die mehr über die Tiere, die Landschaft und die Geschichte Württembergs erfahren möchten oder ihre Wandertouren selber planen möchten.“

Weitere Informationen sowie Anmeldeinformationen unter https://albverein.net/2021/12/22/online-fortbildung-fuer-wanderer/

Schwierige Corona-Zeit für das Ehrenamt

Albvereinsmitglieder leisten 160.000 Stunden freiwillige Arbeit im Jahr 2020. Pandemie machte viele Aktivitäten unmöglich.

„Die Corona-Pandemie hat es den ehrenamtlich Aktiven im Schwäbischen Albverein in den vergangenen eineinhalb Jahren schwer gemacht“, erklärt der Präsident des Schwäbischen Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Anlässlich des Tags des Ehrenamts am 5. Dezember dankt er allen Albvereinsmitgliedern, die sich trotz aller Einschränkungen nicht haben entmutigen lassen und sich weiter für den Erhalt der Wanderwege, für Naturschutz, gemeinschaftliches Wandern und schwäbische Kultur sowie für Jugend- und Familienarbeit eingesetzt haben.

Knapp 160.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben Vereinsmitglieder im Jahr 2020 geleistet. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war das ein Rückgang von rund 60 Prozent. „Vor allem im Bereich Wandern und in der Jugend- und Familienarbeit musste ein großer Teil der Veranstaltungen wie Gruppenwanderungen, Aktivitäten für Familien und Jugendfreizeiten aufgrund der Pandemie abgesagt werden“, so erklärt Rauchfuß den Rückgang. Viele Ortsgruppen sowie die Geschäftsstelle hätten die veranstaltungsfreie Zeit allerdings genutzt, um kontaktlose Wander- und Familienangebote zu entwickeln. Die Albvereinsjugend etwa habe einige ihrer beliebten Freizeiten und Zeltlager ins Internet verlegt. Familiengruppen stellten Anleitungen für Outdooraktivitäten zur Verfügung und das Wanderreferat gab online Fitnesstipps und baute eine Tourendatenbank auf.

Weiterhin sehr aktiv waren vor allem die Wege- und Naturschutzwarte, deren Arbeit trotz der Kontaktbeschränkungen zum großen Teil weiter durchgeführt werden konnte. So kümmern sich derzeit knapp 700 Wegewarte und Wegepaten um den Unterhalt, die Markierung und Beschilderung von etwa 19.000 Kilometer Wanderwegen zwischen Taubertal und Bodensee. Im Bereich Naturschutz pflegen rund 450 Naturschutzwarte viele wertvolle Naturschutzgebiete wie Mager- und Streuobstwiesen oder die für die Schwäbische Alb so typischen Wacholderheiden.

Insgesamt waren im Jahr 2020 rund 7.500 Ehrenamtliche in offizieller Funktion für den Albverein im Einsatz. „Dazu kommen die vielen unermüdlichen Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund bei Veranstaltungen und sonstigen Aktivitäten mitarbeiten“, betont Hans-Ulrich Rauchfuß. „Auch ihnen danke ich herzlich.“

Albvereinspräsident Rauchfuß zeigt sich wegen der derzeit hohen Infektionszahlen besorgt. „Dank vieler Vorsichtsmaßnahmen konnten unsere Ortsgruppen einen recht unbeschwerten Sommer genießen. Aufgrund der Infektionslage häufen sich nun allerdings wieder die Absagen“, so Rauchfuß. Er ruft die Vereinsmitglieder deshalb auf, die aktuellen Hygieneregeln zu beachten, Kontakte zu reduzieren und sich impfen zu lassen. „Wenn wir jetzt alle vorsichtig sind, können wir im Frühjahr hoffentlich eine möglichst einschränkungsfreie Wandersaison eröffnen.“

Intensives Schulungsjahr geht zu Ende

Schwäbischer Albverein macht Wanderführerinnen und Wanderführer fit für den 121. Deutschen Wandertag 2021 im Remstal

Stuttgart, Remstal. Gruppenwanderungen mit hohem Erlebniswert für Jung und Alt anzubieten – Das ist das Ziel des Schwäbischen Albvereins für den 121. Deutschen Wandertag 2022 im Remstal. Deshalb hat der Verein in diesem Jahr 140 seiner zertifizierten Wanderführerinnen und Wanderführer in sieben Auffrischungsworkshops und einer Serie von Online-Schulungen für das Wander-Großevent geschult.

„Wir wollen, dass sich alle Gäste des Deutschen Wandertags bei unseren geführten Gruppenwanderungen wohl fühlen und für sich etwas mitnehmen. Das geht nur, wenn unsere Wanderführerinnen und Wanderführer optimal vorbereitet sind“, betont Wanderreferentin Karin Kunz, die für die Wanderführerausbildung des Schwäbischen Albvereins zuständig ist. „Deshalb haben wir dieses aufwendige und personalintensive Schulungsprogramm aufgelegt. Im Frühjahr geht es weiter mit den Workshops.“ Insgesamt werden gut 200 zertifizierte Tourguides beim größten Wanderfest weltweit rund 200 Wandertouren begleiten.

Bei den Auffrischungsschulungen beschäftigten sich die Wanderführerinnen und Wanderführer vor allem mit den kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten des Remstals, der besonderen Situation eines Großevents, Ablauf und Zeitmanagement, den Umgang mit etwaigen Beschwerden, Konflikten in der Wandergruppe sowie unvorhergesehenen Situation wie Notfällen oder das Verhalten bei Gewittern. Im Februar 2022 sind drei weitere Schulungen geplant. Dazu kommen Online-Termine zu Haftungs- und Versicherungsfragen und zum Sicherheitskonzept des Deutschen Wandertags.

Auch neue Wanderführerinnen und Wanderführer im Remstal ausgebildet

2021 hat der Schwäbische Albverein außerdem zwei neue Ausbildungsgänge zum zertifizierten Wanderführer im Remstal angeboten. Insgesamt 23 Frauen und Männer nahmen daran teil. 20 davon haben den Lehrgang erfolgreich beendet, drei werden ihre Prüfung im kommenden Frühjahr ablegen und dann ebenfalls für den Deutschen Wandertag zur Verfügung stehen.

Die Wanderführerausbildung umfasst 80 Unterrichtsstunden inklusive eines Abschlusslehrgangs mit Prüfung sowie dem Nachweis einer Erste-Hilfe-Ausbildung. Gelehrt werden Kartenkunde und Orientierung, erlebnispädagogisches Wissen, aber auch viele Kenntnisse über Geologie, Landschaftskunde, Ökologie und Baustile in der Region. Außerdem geht es darum, sozial kompetent mit der Stimmung in einer Gruppe umzugehen und für ein gutes Miteinander bei den Wanderungen zu sorgen. Auch versicherungsrechtliche Themen und Marketing stehen auf dem Programm. Mit bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmenden der Ausbildung das Wanderführerzertifikat und den Wanderführerausweis des Deutschen Wanderverbands sowie das Natur- und Landschaftsführer-Zertifikat der Umweltakademie Baden-Württemberg.

Pressefoto zum Download

Den Deutschen Wandertag ist das größtes Wanderevent weltweit. Seit über 120 Jahren lädt der Deutsche Wanderverband (DWV) gemeinsam mit einem Mitgliedsverein und regionalen Partnern zur Erkundung einer Wanderregion in Deutschland ein. Jedes Jahr folgen über 30.000 Wanderer dieser Einladung. Beim Deutschen Wandertag 2022 vom 3. bis 7. August 2022 übernehmen der Schwäbische Albverein und die Kommunen im Remstal und im angrenzenden Schurwald die Rolle der Gastgeber. „Wandertagshauptstadt“ und somit Wandertagsmittelpunkt ist die Stadt Fellbach am Fuße des 470 Meter hohen Kappelbergs. www.dwt2022.de


DWT 2022 generell, Stadt Fellbach und Remstal: Sabine Laartz, Tel.: 0711 5851-222, E-Mail:

Wandern und Wanderwege: Ute Dilg, Tel.: 0711 22585-43, E-Mail: