Tag des Ehrenamts: Wegepaten-Aufruf ein voller Erfolg

30.000 Stunden ehrenamtliche Wegepflege auf viele Schultern verteilen

Stuttgart. Über 120 Interessierte haben sich nach einem Aufruf des Schwäbischen Albvereins im vergangenen Oktober als Wegepaten zur Verfügung gestellt. „Wir freuen uns sehr über die Bereitschaft so vieler Menschen, sich ehrenamtlich zu engagieren“, erklärt Albvereins-Wegereferentin Martina Steinmetz anlässlich des Tags des Ehrenamts am 5. Dezember. „Ein herzlicher Dank an alle, die sich gemeldet haben!“

Wegepaten unterstützen die Wegewarte der Ortsgruppen bei der Pflege der rund 20.000 vom Albverein beschilderten Wanderwege zwischen dem Taubertal und dem Bodensee. Ihre Aufgabe ist es, zweimal im Jahr einen zugeteilten Wegeabschnitt abzulaufen, die Markierung zu kontrollieren, freizuschneiden und, wo nötig, Wegmarken zu ergänzen. Ziel ist es, ortsunkundigen Menschen sicher den Weg zu weisen. „Mit den neuen Wegepaten können wir diese Arbeit auf noch mehr Schultern verteilen“, erklärt Martina Steinmetz.

Die Wegereferentin bedauert, dass die meisten Freiwilligen nicht mehr zeitnah eingewiesen werden konnten. „Corona hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Steinmetz. Nur im Stromberggau konnten noch zwei dreistündige Einführungen stattfinden. In den  Regionen Württembergs, in denen sich nur einzelne Interessierte gemeldet hatten, hätten die örtlichen Gauwegmeister im Tandem die Einweisung übernommen, so Steinmetz weiter. Für das kommende Jahr sind im Frühjahr Einführungsveranstaltungen für neue Wegepaten geplant, zusätzlich zu den jährlich stattfindenden ganztägigen Ausbildungsterminen für Wegewarte. Bedingt durch Corona mussten auch diese Termine 2020 leider ausfallen. Die Termine für 2021 werden im Januar veröffentlicht.

Insgesamt engagieren sich derzeit gut 700 ehrenamtliche Wegewarte in 525 Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins. Dazu kommen Gauwege- und Hauptwegemeister, die die Arbeit innerhalb des Gesamtvereins organisieren und dokumentieren. Sie alle haben im Jahr 2019 rund 30.000 Arbeitsstunden in die Wegepflege investiert.

Fotos zur Wegearbeit des Schwäbischen Albvereins zum Download unter https://presse.albverein.net/pressefotos

Interessenten, die gerne bei der Wegepflege mitarbeiten möchten, melden sich bitte in der Hauptgeschäftsstelle in Stuttgart.
Wegereferentin Martina Steinmetz, Tel. 0711/22585-13,

Für Medienvertreter vermitteln wir den Kontakt mit ehrenamtlichen Wegewarten vor Ort. Auf Wunsch haben die Möglichkeit, sie bei ihrer Arbeit zu begleiten.
Pressereferentin Ute Dilg, Teil. 0711/225851-43,

Seelenorte im Remstal: Plätze zum Wohlfühlen und Krafttanken

Empfehlungen für den Deutschen Wandertag 2022 gehen online

Fellbach/Stuttgart. „Hier fühle ich mich wohl.“ „Der Ort gibt mir Kraft.“ „Bei der Aussicht finde ich eine neue Perspektive.“ Diese und weitere Aussagen zeichnen die „Seelenorte“ aus, die ab Donnerstag, 12. November 2020, auf der Internetseite des Deutschen Wandertages (DWT) 2022 vorgestellt werden. Verschiedene Vertreter aus den 20 am Deutschen Wandertag beteiligten Kommunen stellen dort persönlich ihre Lieblings-Landschafts-Orte sowie dazugehörende Wanderungen vor.

Die „Seelenorte des Remstals“ liegen mal abgeschieden im Wald, mal bei einem besonderen Aussichtspunkt. Sie sind gekennzeichnet durch Sitzbänke oder andere Besonderheiten – und alle erzählen eine eigene Geschichte. Gelegen an bekannten oder weniger bekannten Wander-wegen, laden die Seelenorte zum Verweilen und zum Krafttanken ein. „Es ist ein persönlicher Zugang zum Remstal und zeigt, wie sehr die Menschen hier mit dem Landschaftsraum verbun-den sind“, erklärt Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull. Mit diesem besonderen Einstieg werben die Verantwortlichen für den Deutschen Wandertag, der vom 3. bis zum 7. August 2022 in Fellbach und umliegenden Kommunen stattfindet. Die Seelenorte sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie vorstellen. „Wir freuen uns sehr, Wanderern aus ganz Deutschland das Remstal als Wanderregion nahe bringen zu dürfen“, erklärt der Präsident des Schwäbischen Albvereins, Hans-Ulrich Rauchfuß. „Die Wanderungen zu den Seelenorten sind ein wunderbarer Auftakt dazu.“

Den Anfang macht Gerhard Liebhard. Der Ortsvorsteher aus Kleinheppach wandert auf den Kleinheppacher Kopf. Er nimmt die Besucher mit auf die 444 Meter hohe Erhebung, erzählt spannende Geschichten und was ihn persönlich mit diesem Ort verbindet. „Wir lernen bei diesem Seelen-ort-Projekt wunderschöne, magische Orte kennen“, sagt Jens Mohrmann, der Geschäftsführer der Schwabenlandhalle Fellbach Betriebs GmbH, unter deren Dach das Projektteam des Deutschen Wandertags 2022 angesiedelt ist. Jeden Donnerstag wird eine neue Wanderung und damit auch ein Seelenort im Remstal vorgestellt. Dabei erstrecken sich die Wanderungen über das ganze Remstal. Aus Fellbach ist etwa der ehemalige Jugendhausleiter und leidenschaftliche Wanderer Peter Hauser dabei, der sich sehr auf das Projekt gefreut hatte und seinen Seelenort noch kurz vor seinem Tod beschreiben konnte.

Der Deutsche Wandertag findet seit 120 Jahren immer in einer anderen Region in Deutschland statt. Veranstalter ist der Deutsche Wanderverband (DWV), der die Wanderfans gemeinsam mit einem Mitgliedsverein und regionalen Partnern einlädt. Die Stadt Fellbach, der Schwäbische Albverein und das gesamte Remstal übernehmen beim Deutschen Wandertag 2022 vom 3. bis 7. August 2022 die Rolle der starken Partner und Gastgeber, „Wandertagshauptstadt“ und somit Mittelpunkt des Wandertags ist Fellbach. Während der fünf Tage gibt es spannende Wanderungen und Führungen, Vorträge, Konzerte und vieles mehr. Rund 30 000 Gäste werden beim weltweit größten Wanderfest im Remstal erwartet.

https://dwt2022.de | https://dwt2022.de/region-veranstalter/seelenorte

Wegepaten gesucht!

Schwäbischer Albverein bietet ehrenamtliche Mitarbeit bei der Pflege seines Wanderwegenetzes

Stuttgart. Der Schwäbische Albverein sucht Wegepaten für sein Wanderwegenetz. „Gut 800 Kilometer Wanderwege sind derzeit nicht betreut“, berichtet Martina Steinmetz, Wegereferentin des Schwäbischen Albvereins. Ohne regelmäßige Pflege verwilderten die Wege jedoch und seien langfristig nicht mehr begehbar. „Wir sind deshalb auf der Suche nach Ehrenamtlichen, die uns bei der Betreuung unserer Wanderwege unterstützen.“

Derzeit umfasst das Wanderwegenetz des Schwäbischen Albvereins rund 20.000 Kilometer markierter Wanderwege zwischen dem Taubertal und dem Bodensee. Neben dem Grundwegenetz, das alle sehenswerten Gegenden für ein individuelles Wandern erschließt, bietet der Schwäbische Albverein zehn Hauptwanderwege, die das Vereinsgebiet von Nord, nach Süd, von Ost nach West durchqueren und unterschiedlichste Landschaftsräume verbinden. Um die Wanderwege kümmern sich derzeit in ganz Württemberg knapp 700 ehrenamtliche Wegewarte. „Ohne sie gäbe es kein so dichtes und gutes Netz an attraktiven Wanderwegen“, betont Martina Steinmetz.

„Die Wegepflege ist eine verantwortungsvolle Aufgabe“, erklärt sie. Ziel sei es, dass sich Ortsunkundige mithilfe der Wegemarkierung ohne Probleme zurechtfinden. Aufgabe der Wegepaten sei es, zweimal im Jahr die Markierungen auf ihren Streckenabschnitten zu überprüfen. Zum Beispiel müssten die Wegzeichen regelmäßig freigeschnitten und immer wieder erneuert werden. Diese Tätigkeit könne jederzeit durchgeführt werden. „Das macht jeder nach Lust und Laune. Das Schöne ist, dass man bei der Wegepflege immer draußen in der Natur unterwegs ist“, sagt Steinmetz. „Es ist so viel einfacher, die Arbeit auf mehreren Schultern zu verteilen. Da ist es auch ganz egal, wie viel Strecke jeder einzelne dann übernimmt. Jeder kann seinen Beitrag leisten, um das große Wanderwegenetz des Schwäbischen Albvereins für alle Wanderer intakt zu halten.“ Interessenten können sich jederzeit melden und werden dann von erfahrenen Wegewarten angeleitet. Zusätzlich bietet der Schwäbische Albverein immer im Frühjahr mehrere eintägige Schulungen für Neueinsteiger in der Wegearbeit an.

Interessenten, die gerne bei der Wegepflege mitarbeiten möchten, melden sich bitte in der Hauptgeschäftsstelle in Stuttgart.
Wegereferentin Martina Steinmetz, Tel. 0711/22585-13,

Liste der unbetreuten Wanderwege

Neue Informationstafeln für den Römerpark Köngen

Museum und Freilichtanlange als attraktives Ausflugsziel in der Region – Dank an Spender und Sponsoren

Köngen/Stuttgart. Der Schwäbische Albverein hat den Römerpark Köngen neu beschildern lassen. Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß dankt allen Spendern und Sponsoren für die Finanzierung der Informationstafeln.

Die Tafeln wurden an historisch wichtigen Stellen und Ausstellungsstücken in der knapp 200 Quadratmeter großen Außenanlage montiert. Sie vermitteln einen Einblick in die über 2.000 Jahre alte Geschichte des Ortes. Was im Gelände nur noch als markierte Fundamentreste erkennbar ist, wird auf den Tafeln in Text und Bild lebendig, etwa die Toranlagen, das Stabsgebäude, die Mannschaftsbaracken oder das Bad. Das seit 1988 bestehende Museum mit Freilichtanlage auf dem Gelände des einstigen römischen Militärlagers ist ein beliebtes Ausflugsziel im Landkreis Esslingen. Träger des Museums und der Anlage sind die Gemeinde Köngen und der Schwäbische Albverein.

„Der Römerpark Köngen ist eng verbunden mit der Geschichte des Schwäbischen Albvereins“, berichtet Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. „Schon 1911 haben engagierte Vereinsmitglieder den Eckturm rekonstruieren lassen.“ In den 1980er Jahren habe der Verein große Teile des Geländes erwerben können und sei maßgeblich mit an der Gründung des Museums beteiligt gewesen. Rauchfuß dankte alle Spenderinnen und Spendern sowie allen Sponsoren, die die Neubeschilderung finanziert haben. Dazu gehören neben vielen Einzelspendern auch die Familienbrauerei Dinkelacker, die Förderstiftung Archäologie Baden-Württemberg, die Albvereins-Ortsgruppe Köngen und die Gemeinde Köngen.

Bürgermeister Otto Ruppaner betonte die touristische Bedeutung des Römerparks für Köngen. „Das Museum und die dazugehörigen Anlagen, vor allem auch der ‚Römerspielplatz‘, werden von der Bevölkerung gerne besucht“, sagte er. Er würdigte die gute Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein. „Wir wollen auch künftig gemeinsam den Römerpark pflegen und für die Öffentlichkeit attraktiv gestalten. Deshalb freue mich sehr über die neuen Informationstafeln.“


Das Römermuseum Köngen kann vom 1. April bis 1. November besichtigt werden. Derzeit gelten aufgrund der Corona-Pandemie eingeschränkte Öffnungszeiten; eine Besichtigung ist sonntags von 14 bis 17 Uhr möglich. Die Außenanlage, der „Römerpark“, ist jederzeit frei zugänglich; der Haupteingang befindet sich beim Museum und ist über die Ringstraße anfahrbar.

Weitere Informationen www.museum-koengen.de

 

Obstbaumwiesen als Biotope schützen

Schwäbischer Albverein fordert Aufnahme von Obstbaumwiesen in das Naturschutzgesetz – Tag der Artenvielfalt am 22. Mai

Stuttgart. Anlässlich des Internationalen Tags der Artenvielfalt am 22. Mai fordert der Schwäbische Albverein, Obstbaumwiesen stärker zu schützen und im Naturschutzgesetz als „Geschützte Biotope“ zu verankern. „Obstbaumwiesen bilden nicht nur schön anzusehende Grüngürtel um Ortschaften, sondern sind vor allem auch wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Wiesenpflanzen, Kleinsäugern, Vögeln und Insekten“, betont die Naturschutzreferentin des Schwäbischen Albvereins, Katharina Heine. Mit einer Aufnahme in das Naturschutzgesetz wären für Kommunen und Grundstücksbesitzer zudem finanzielle Anreize wie Zuschüsse zur Erhaltung und Pflege wichtiger Bestände verbunden.

Obstbaumwiesen, auch „Streuobstwiesen“ genannt, haben in Baden-Württemberg eine lange Tradition. Ab dem 15. und 16. Jahrhundert begann man Obstbäume in die Landschaft zu „streuen“. Sie gehören mit bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Lebensräumen Europas. Bedingt durch den Bau von Straßen, Gewerbe- und Wohngebieten und der damit verbundene Zerschneidung der Landschaft haben sich ihre Bestände seit den 1960er Jahren fast halbiert.

„Viele Obstbaumwiesen werden außerdem nicht mehr fachgerecht bewirtschaftet“, beklagt Heine. „Ihre Pflege ist zeitaufwändig und macht viel Arbeit. Das ist vielen Besitzer aus Altersgründen oft zu viel.“ Bei den nachfolgenden Generationen fehle oft das Wissen, die Zeit und das Engagement die Obstbaumwiesen so zu betreuen, dass diese Biotope auch langfristig erhalten bleiben. Die Folge: Die Obstbaumwiesen wachsen zu, die Bäume sehen ungepflegt aus.

Der Schwäbische Albverein setzt sich für den Schutz der Bestände und für Neupflanzungen ein. Im Herbst 2019 etwa legte die Ortsgruppe Markgröningen gemeinsam mit einer Klasse der Landern-Grundschule eine neue Obstbaumwiese an. Ehrenamtliche in den Ortsgruppen beraten Besitzer bei der Pflege ihrer Wiesen. Außerdem unterhält der Albverein einen hauptamtlichen Pflegetrupp aus Landschaftsgärtnern, der die Ortsgruppen bei der Pflege von Biotopen wie Obstbaumwiesen, Wacholderheiden oder Hecken und Mähdern unterstützt.

Fotos von Obstbaumwiesen zum Download:
https://presse.albverein.net/aktuelles

Der Schwäbische Albverein hat eine Broschüre mit Informationen zur Geschichte von Obstbaumwiesen, zu ihrem Schutz, ihrer Fauna und Flora sowie mit einem Wandervorschlag herausgegeben. Bestellmöglichkeit und Download unter: https://natur-umwelt.albverein.net/publikationen/obstbaumwiesen/

Weitere Naturschutzbroschüren zu geschützten und schützenswerten schwäbischen Landschaften finden Sie unter: https://natur-umwelt.albverein.net/publikationen/

 

Verlässliche Wanderkarten dank guter Zusammenarbeit

Schwäbischer Albverein und Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) unterzeichnen Kooperationsvertrag

Stuttgart. Der Schwäbische Albverein und das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg bekräftigen ihre über hundertjährige enge Zusammenarbeit mit einem neuen Kooperationsvertrag. „Mit unserer dritten Vereinbarung seit 2001 regeln wir die Pflege, die Nutzungsrechte und -entgelte für digitale Wanderwegeinformationen sowie die Herausgabe von Wanderkarten für die nächsten Jahre“, erklären der Präsident des Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und der stellvertretende Präsident des Landesamts, Robert Jakob.

„Ohne die enge und verlässliche Zusammenarbeit zwischen dem Schwäbischen Albverein und dem LGL gäbe es keine zuverlässigen Wanderkarten in Württemberg“, betonte Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Er würdigte in diesem Zusammenhang das Engagement der rund 700 ehrenamtlichen Wegewarte des Albvereins, die das gut 20.000 Kilometer umfassende Wegenetz in Württemberg pflegen und jede Veränderung melden. „Im Wegereferat des Albvereins laufen diese Informationen zusammen“, so Rauchfuß weiter.

„Die Veränderungen im Wegenetz ständig zu erfassen, könnte das LGL aus eigener Kraft nicht leisten. Deshalb sind wir im Landesamt dem Schwäbischen Albvereins und den Wegewarten sehr dankbar für ihre Unterstützung“, erklärte der stellvertretende Präsident des LGL, Robert Jakob. Der ständige Informationsaustausch mit dem Albverein trage dazu bei, dass beim LGL die sogenannten Geobasisdaten, die Grundlage für viele Produkte sind, ständig aktuell gehalten werden könnten. Wichtig sei dies für digitale Anwendungen wie zum Beispiel bei der App BW Map mobil oder für Wanderkarten, die jetzt im Maßstab 1:25.000 gedruckt würden. „Wandersleute in Baden-Württemberg haben so ein sehr präzises Werkzeug, um ihre Wanderungen im gesamten Gebiet des Albvereins planen und durchführen zu können“, betonte Robert Jakob.

Drei dieser Wanderkarten gibt der Schwäbisch Albverein jedes Jahr als sogenannte Vereinsgabe an seine Mitglieder heraus. Durch den neuen Maßstab von 1:25.000 seien diese Karten genauer als ihre Vorgängermodelle, zudem würden Rundwanderwege dargestellt, berichtet Albvereinspräsident Rauchfuß. Durch ihre kompakte Faltung seien sie zudem perfekt für die Westentasche.

Bereits vor über 100 Jahren wurden vom damaligen Vorgänger des LGL für den Albverein die ersten Sonderausgaben topographischer Karten mit Wanderwegen hergestellt. Ende des 19. Jahrhunderts entstand daraus die sogenannte Vereinsgabe. Der neue Vertrag schreibt diese traditionsreiche Kooperation fort und sichert eine bewährte Zusammenarbeit.

Schilderklau am HW1 geht weiter

Schwäbischer Albverein bittet Wanderer, die Augen offen zu halten.

Stuttgart. Der Schilderklau am Hauptwanderweg HW1 (Albsteig) geht weiter. Bisher sei die Ostalb ein Schwerpunkt der Diebstähle gewesen, berichtet Gerhard Stolz, Hauptwegmeister beim Schwäbischen Albverein. „Das scheint sich nun in Richtung Südwesten fortzusetzen. Es häufen sich Meldungen ab dem Bereich Reutlingen in Richtung Tuttlingen.“

Albvereinspräsident Hans-Ulrich Rauchfuß appelliert an alle HW1-Wanderer, ihre Augen und Ohren offen zu halten. „Melden Sie sich, wenn Schilder fehlen oder Sie etwas Verdächtiges wahrnehmen“, so Rauchfuß. Hinweise zu offensichtlich entfernten Wegweisern idealerweise mit Foto und Angabe der Örtlichkeit oder zu verdächtigen Vorgängen an den Schildern bitte an den Schwäbischen Albverein (info@schwaebischer-albverein.de) oder den Schwäbischen Alb Tourismus (info@schwaebischealb.de) melden.

Seit Februar entfernen Unbekannte HW1-Wegweiser von Pfosten. Dabei wird offenkundig systematisch vorgegangen. Der Schwäbische Alb Tourismus, die den HW1 unter dem Namen Albsteig vermarktet, und der Schwäbische Albverein hatten sich deshalb zu einer Strafanzeige entschlossen. Bisher hatte sich der Schilderdiebstahl auf Abschnitte zwischen Aalen und Bad Urach in den Landkreisen Ostalb, Göppingen, Esslingen und Reutlingen konzentriert. Auffällig sei, so berichtet Gerhard Stolz, dass nahezu alle bisher bekannten Schilderstandorte, an denen Wegweiser gestohlen wurden, mit dem Auto gut erreichbar sind. Dabei handelt es sich um große Wegweiser mit Orts- und Entfernungsangaben, die in der Hauptsache in Richtung Süden/Tuttlingen zeigen. „Mittlerweile sind 40 Stück verschwunden“, berichtet Stolz. „Der Schaden beträgt mehrere Tausend Euro.“

Der HW1, auch als Schwäbische Alb-Nordrandweg oder Albsteig bekannt, ist der älteste und bekannteste Fernwanderweg der Schwäbischen Alb. Er ist mit einem roten Dreieck markiert und führt ab Donauwörth knapp 360 Kilometer über die Schwäbische Alb bis nach Tuttlingen. Mit seinen schmalen Pfaden entlang der Albtraufkante, den vielen Aussichtspunkten und den zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten ist der vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnete Qualitätsweg einer der 14 „Top Trails of Germany“.

Körper und Geist gesund halten in Zeiten der Corona-Krise

Schwäbischer Albverein gibt Tipps zum Gesundheitswandern und bietet kreative Ideen für Familien in Zeiten der Kontaktsperre

Stuttgart. Was tun, wenn Wanderungen in der bewährten Wandergruppe nicht möglich sind, man sich nicht mit der Familie und Freunden treffen kann und Langeweile und Sorgen einem das Leben schwer machen? Der Schwäbische Albverein bietet Anregungen für Naturerlebnisse, Gesundheitswandern und Familienaktionen in Zeiten der Corona-Krise.

Achtsamkeitsübungen in der Natur

Wandern in der wunderbaren Natur Württembergs – dazu ermuntert der Schwäbische Albverein auch in Zeiten der Corona-Krise. „Nirgendwo ist Achtsamkeit einfacher als in der Natur“, erklärt Wanderreferentin Karin Kunz. Gemeinsam mit anderen Gesundheitswanderführerinnen erklärt sie mehrmals wöchentlich, wie Wanderer Achtsamkeitsübungen zur Entspannung in ihren einsamen Spaziergang einbauen können. Ziel der Übungen ist, so gestärkt besser mit den Sorgen des Alltags besser umgehen zu können.

https://wandern.albverein.net/gesundheitswandern/achtsamkeitsuebungen-in-der-natur/

Kreative Ideen für Familien in Zeiten der Kontaktsperre

Alle Brettspiele gespielt, Bücher gelesen und Buntstifte stumpf gemalt? Der Fachbereich Familie des Schwäbischen Albvereins bietet Familien mit Kindern künftig zweimal pro Woche neue Ideen für drinnen und draußen – etwa Basteltipps mit Naturmaterialien, Fühl- und Klangerlebnisse im Wald oder Bewegungsspiele im Freien.

https://familien.albverein.net/familienaktionen-in-zeiten-der-kontaktsperre/

Weg von Monokulturen, hin zu naturnahen Mischwäldern

Tag des Waldes am 21. März – Schwäbischer Albverein fordert Umdenken in der Forstwirtschaft

Stuttgart. Anlässlich des Tags des Waldes am Samstag, 21. März, fordert der Schwäbische Albverein eine Neuausrichtung der Forstwirtschaft in Baden-Württemberg. „Wir müssen endlich weg von Monokulturen hin zu naturnahen Mischwäldern“, erklärt der Naturschutzbeauftragte des Vereins, Manfred Hagen. Diese seien widerstandskräftiger bei Stürmen und Schädlingsbefall. Die zunehmende Trockenheit bedingt durch den Klimawandel werteten Wissenschaftler zudem ein deutliches Signal dafür, dass es mehr Vielfalt brauche, so Hagen.

Von Wanderern und Erholungssuchenden fordert Manfred Hagen eine andere Sichtweise auf den Wald. Ein gesunder, naturnaher Wald sei kein „aufgeräumter Wald“ oder Park, wie die Menschen hierzulande es gerne haben. „Da gibt es dann eben auch Dickicht und herumliegende Äste“, erklärt Hagen.

Artenrückgang in Wäldern alarmierend

Alarmiert zeigt sich der Artenschützer über den Rückgang von Insektenarten in den hiesigen Wäldern. „Bisher dachte man immer, das Artensterben betreffe die Wälder weniger als Wiesen und Ackerflächen“, so Hagen. Dem sei allerdings nicht so. Laut einer im vergangenen Herbst von der Technischen Universität München veröffentlichten Studie, bei der auch Flächen auf der Schwäbischen Alb berücksichtigt wurden, sei die Biomasse an Insekten in den Wäldern seit 2009 um 41 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Arten um 36 Prozent. Es bestehe also dringender Handlungsbedarf, betont Hagen.

Albverein ruft zu erhöhter Vorsicht beim Aufenthalt in Wäldern auf

Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß ruft Wanderer zu erhöhter Vorsicht beim Aufenthalt in Wäldern auf. Aufgrund der Stürme in den vergangenen Wochen und des starken Borkenkäferbefalls in verschiedenen Regionen seien die Wälder angegriffen, so Rauchfuß. Aufgrund der Vorschädigung vieler Bäume sei mit Brüchen zu rechnen. Außerdem gebe es Beeinträchtigung beim Zugang zu Wanderwegen aufgrund von verstärkten Waldarbeiten und Umforstungsmaßnahmen. Mit rund 14.000 Quadratkilometer Wald zählt Baden-Württemberg zu den waldreichsten Bundesländern in Deutschland. Das entspricht gut 38 Prozent der Landesfläche.

Gegründet 1888 in Plochingen, ist der Schwäbische Albverein e.V. aktuell rund 93.000 Mitgliedern der größte Wanderverein Europas. Er besteht aus 525 Ortsgruppen in 22 regionalen Gauen. Unter dem Motto „Natur – Heimat – Wandern“ bietet er Freizeitangebote wie geführte Wanderungen, naturkundliche Fortbildungen sowie Mundart-, Tanz- und Musikveranstaltungen an. Zudem betreibt der Verein 21 Wanderheime und 28 Aussichtstürme auf der Schwäbischen Alb und im Schwäbischen Wald. Als anerkannter Naturschutzverband setzt sich der Verein für mehr Arten- und Naturschutz ein. Er besitzt und pflegt gut 163 Hektar Naturschutzflächen wie Wacholderheiden, Blumenwiesen und Feuchtgebiete.

Wanderwegweiser am Albsteig (HW1) gestohlen – Schwäbische Alb Tourismus erstattet Strafanzeige

Er ist der älteste und bekannteste Fernwanderweg der Schwäbischen Alb: Der Albsteig, auch als HW1 oder Schwäbische Alb-Nordrandweg bekannt, führt von Donauwörth aus knapp 360 Kilometer über die Schwäbische Alb bis nach Tuttlingen. Mit seinen schmalen Pfaden entlang der Albtraufkante, den vielen Aussichtspunkten und den zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten ist der vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnete Qualitätsweg einer der 14 „Top Trails of Germany“ und damit ein echter touristischer Leuchtturm für die Region.

Umso ratloser sind der Schwäbische Alb Tourismus (SAT) und der Schwäbische Albverein (SAV) angesichts der jüngsten Ereignisse: Vielerorts haben Unbekannte Albsteig-Wegweiser von den Pfosten entfernt und entwendet. Da sich die Meldungen gestohlener Wegweiser häuften und dabei offenkundig systematisch vorgegangen wird, haben sich SAT und SAV nun zu einer Strafanzeige entschieden.

Auffällig ist, dass nahezu alle bisher bekannten Schilderstandorte, an denen Wegweiser gestohlen wurden, mit dem Auto gut erreichbar sind und nach bisherigen Beobachtungen meist Wegweiser in Richtung Süden/Tuttlingen entfernt wurden. Zudem wurden hauptsächlich Wegweiser im Abschnitt zwischen Aalen und Bad Urach in den Landkreisen Ostalb, Göppingen, Esslingen und Reutlingen entwendet.

SAT-Geschäftsführer Louis Schumann und SAV-Präsident Hans-Ulrich Rauchfuß hoffen auf ein baldiges Ende dieser Vorfälle: „Die Pflege und Instandhaltung eines so langen Weges ist sehr arbeits- und kostenintensiv“, betonte Rauchfuß. Ehrenamtliche des Schwäbischen Albvereins hätten im vergangenen Jahr viele Stunden für die Neumarkierung großer Teile des Fernwanderwegs aufgewandt. „Das Entfernen der mit Fördermitteln des Landes finanzierten Wegweiser ist kein harmloser Streich, sondern eine Straftat“, erklärte Schumann.

Der SAT und der SAV hoffen nun auf Hilfe aus der Bevölkerung und von Wanderern: Hinweise zu offensichtlich entfernten Wegweisern dürfen gerne – idealerweise mit Foto – dem SAT (E-Mail: info@schwaebischealb.de) gemeldet werden. Albsteig-Wanderern wird aktuell empfohlen, eine digitale oder analoge Karte mitzunehmen. Die GPS-Daten des Weges können unter www.albsteig.com heruntergeladen werden.